24. MAI 2018

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Sieger des Ifoy-Awards ausgezeichnet


Jungheinrich, Liebherr, Still, Wegard und Witron: So heißen die diesjährigen Gewinner des Ifoy-Awards. Auf der Cemat in Hannover wurden sie feierlich geehrt.

Wer holt in diesem Jahr die begehrten Ifoy-Awards? Wie in jedem Jahr wurden die Sieger erst am Abend der Preisverleihung in Hannover bekannt gegeben. In diesem Jahr war es besonders spannend: Nach dem sechsmonatigen Auswahl- und Testprocedere wurde es auf der Zielgerade so eng wie nie zuvor. Der Jubel der ausgezeichneten Intralogistiker war riesig, als die Laudatoren das gut gehütete Geheimnis um die Gewinner auf der Cemat-Eröffnungsfeier lüfteten. 

„Es war die härteste und engste Entscheidung, die es jemals beim Ifoy-Award gab. Das Audit hat gezeigt, dass alle Finalisten in puncto Qualität, Innovation und Praxistauglichkeit ihren Wettbewerbern nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis weit voraus sind", betonte Anita Würmser, geschäftsführende Vorsitzende der Ifoy-Jury.  In der Königsklasse der "Integrated Warehouse Solutions" holte sich Witron Logistik + Informatik, Parkstein, den Sieg für das Migros Verteilzentrum Suhr AG in der Schweiz. Witron ist es laut Jury als bisher erstem Systemintegrator weltweit gelungen, eine ganzheitliche Omnichannel-Lösung zu entwickeln und die volatile Kleinmengen-Kommissionierung der migrolino AG mit dem Migros-Filialgeschäft zu verschmelzen.

Zum besten Stapler des Jahres wurde der neue RX 20 der Hamburger Still GmbH gewählt. Der „kraftvolle und wendige 1,6-TonnerAllrounder“ für den Innen- und Außeneinsatz überzeugte die Experten durch sein innovatives Gesamtpaket und die herausragende Umschlagleistung. Es ist zudem der einzige Staplertyp, der wahlweise mit Batterien der Schaltung A oder B fahren und sowohl Blei-Säure- als auch Lithium-Ionen-Batterien verwenden kann. „Warehouse Truck of the Year“ dürfen sich in diesem Jahr zwei Fahrzeuge nennen. Erstmals in der Geschichte des Intralogistik-Awards gingen mit dem weiterentwickelten ECE 225 von Jungheinrich und dem Wegard Trail des Hamburger Startups Wegard zwei Finalisten punktgleich über die Ziellinie. Der ECE 225 mit easyPILOT Follow ist eine halbautomatische Lösung, durch die der Kommissionierer seinem Bediener automatisch folgt. Eine Steuereinheit in der Hosentasche oder am Gürtel verbindet dazu per Funk die Fernbedienung automatisch mit dem 2,5-Tonnen Kommissionierer. Der Wegard Trail ist nach Angaben der Ifoy-Jury der erste modulare Routenzug mit autonom und elektronisch gelenkten Achsen. Im Test überzeugte er die Experten aus aller Welt durch seine hohe Spurtreue. Selbst Fahrmanöver wie seitlich Einparken, Rangieren oder Rückwärtsfahren sind möglich. Zudem lässt sich der Wegard Trail aus verschiedenen Anhängertypen kombinieren und benötigt keinen speziellen Schlepper. 

Einen zweiten Ifoy-Award holte sich Jungheinrich in der Kategorie „Special of the Year“ mit dem technologieübergreifenden SLH300 Ladegerät für Flurförderzeuge. Die Plug & Play-Lösung zum Laden von herkömmlichen Blei-Säure- und effizienteren Lithium-Ionen-Akkus bietet nach Ansicht der Jury vor allem Vorteile bei Mischflotten oder dem Umstieg von der herkömmlichen Blei-Säure- auf die Lithium-Ionen-Technologie. 

In der Kran-Kategorie holte sich der Turmdrehkran MK 140 von  Liebherr den begehrten Preis ab. Das 5-Achs-Modell ist nur 15,97 Meter lang und der erste Kran, der mittels VarioJib den Katzmodus für schnellen und vollelektrischen Umschlagbetrieb und den Wippmodus für Spezialeinsätze vereint. Er erreicht damit Traglasten bis zu 1.900 Kilogramm und Hubhöhen bis 94 Meter sowie bis zu 65 Meter Ausladung, was bislang nur mit größeren oder rüstintensiven Geräten erreicht werden konnte. 

Basis der Entscheidung ist das Ifoy-Audit. Die Geräte und Lösungen durchlaufen individuell abgestimmte Fahr- oder Funktionstests, darunter das rund 80 Kriterien umfassende Ifoy-Testprotokoll sowie den wissenschaftlichen Ifoy-Innovation-Check. Zudem reisen Juroren und deren Berater-Teams an, um die Finalisten selbst zu begutachten, bevor sie ihr Votum abgeben. Entscheidend ist, dass die Nominierten nicht miteinander verglichen werden, sondern mit ihren Wettbewerbsgeräten am Markt. Träger des Awards, der unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie steht, ist der Fachverband Fördertechnik und Intralogistik im VDMA. Ifoy-Partner sind die Cemat und die Messe München. Palettenpartner des Awards ist Chep, Technologiepartner Fronius. (tr)

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