24. MAI 2018

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Bereit für die Zukunft


Motion Plastics bleiben weltweit stark gefragt. 2017 konnte die Igus GmbH ihren Umsatz um 17 Prozent auf 690 Millionen Euro steigern.

Gleichzeitig wurden bedeutende Mittel in Produktinnovationen, Lieferfähigkeit und Digitalisierung investiert. Ein Weg, den die Kölner auch 2018 mit Hochdruck weitergehen, um Kunden dabei zu unterstützen weltweit konkurrenzfähig zu sein.

Dass Tribo-Polymere heute längst viel mehr sind als graue unscheinbare mechanische Plastikteile, das zeigt Igus erneut eindrucksvoll auf der Hannover Messe 2018. Von einzelnen Robotergelenken, mit denen sich kostengünstige Roboter bauen lassen über online konfigurierbare 3D-gedruckte Doppelzahnräder bis hin zu Energieketten, die im Betrieb permanent überwacht werden: Die Welt der Motion Plastics ist bunt und vielfältig. Genauso wie die Anwendungen, in denen die Hochleistungskunststoffe zum Einsatz kommen: In Maschinen in der Halbleiterproduktion ebenso wie in über 1.000 STS-Kranen von Antwerpen bis Shanghai oder auch in Amphibienfahrzeugen für den Polarkreis. Dabei ist stets das klare Ziel, durch den Einsatz von Hochleistungskunststoffen für bewegte Anwendungen technische Verbesserungen zu erzielen und Kosten zu reduzieren. Vorteile, die inzwischen über 200.000 Kunden weltweit nutzen. Mit diesen Motion Plastics erzielte Igus 2017 einen Umsatz von 690 Millionen Euro, ein Plus von 17 Prozent. Vom Gesamtumsatz wurden 53 Prozent in Europa, 30 Prozent in Asien und 17 Prozent in Amerika und Afrika erwirtschaftet. Die Mitarbeiterzahl stieg auf 3.800.

Große Investitionen in die weltweite Logistik
Um den Kunden global vor Ort schnell zu beliefern und technischen Service zu bieten, hat Igus die weltweiten Produktions- und Lagerkapazitäten in Nordamerika, Asien und Europa im vergangenen Jahr deutlich erweitert. In den USA startete der Ausbau der Fabrik um weitere 5.000 Quadratmeter; in Japan, Polen und Indien wurde die Fabrikfläche verdoppelt. Am chinesischen Standort in Shanghai hat Igus darüber hinaus mit dem Bau eines neuen Standortes mit rund 22.000 Quadratmeter Fläche begonnen, der 2019 fertiggestellt wird. Auch die Vertriebsniederlassungen in Belgien, Dänemark, Estland, Frankreich, Österreich und Spanien wurden im letzten Jahr aufgrund des Wachstums vergrößert. Aber auch am Hauptstandort in Köln Porz-Lind hat Igus kräftig weiter investiert, um den Kunden ihr individuelles Kunststoffteil schnell zu liefern. So wurden allein im vergangenen Jahr rund 100 neue Spritzgussmaschinen in Betrieb genommen und die Logistikkapazitäten deutlich ausgebaut.

Digitalisierung macht Unternehmen fit für die Zukunft
Gleiches gilt auch für die IT-Infrastruktur, hier sind die Investitionen gegenüber 2014 um Faktor 4,5 gestiegen. Denn das Ziel ist es, dass alle Igus Produkte online konfigurier- und berechenbar sind und ab dann von der Auftragsverarbeitung über die Produktion bis hin zum Service (teil-) automatisiert hergestellt werden. Diese Digitalisierung ist bei Igus inzwischen Realität und geht Hand in Hand mit der über 50-jährigen Kunststoff-Erfahrung und den Daten aus dem mit 2.750 Quadratmetern branchengrößten Testlabor. „Mit der ausgiebigen Forschung haben wir es geschafft, bewegte Maschinenelemente wie Gleitlager, Linearlager, Zahnräder und sogar Leitungen aus Kunststoff für die Anwender berechenbar zu machen. Das ist zurzeit einmalig auf dem Markt“, stellt Frank Blase, Geschäftsführer der Igus GmbH heraus. Dank dieser Online-Tools kann der Konstrukteur überall und jederzeit schnell und einfach das für ihn passende Igus Produkt finden und die Lebensdauer in seiner individuellen bewegten Anwendung online kostenfrei und ohne Registrierung sicher berechnen. Die Digitalisierung fließt dabei auch in die Produkte selbst: Igus hat mit „isense“ eine Produktfamilie im Programm, bei denen Sensoren und Überwachungsmodule die Energieketten, Leitungen, Linearführungen und Rundtischlager intelligent und dadurch Wartungen genau planbar machen. Sie erfassen im laufenden Betrieb den Verschleiß und zeigen an, wann eine Reparatur oder ein Austausch erforderlich ist. Durch die Vernetzung mittels Igus Communication Modul (icom) ist die Online-Statusanzeige mit Alarmierungsmöglichkeit, zum Beispiel über PC oder Smartphone ebenso möglich wie eine direkte Integration in die unternehmensweite Infrastruktur. Mit dieser Intelligenz auf Basis der Versuchsdaten etabliert Igus die sogenannte vorausschauende Wartung. Da die Anforderungen der unterschiedlichen Nutzer dabei sehr unterschiedlich sind, zeigt Igus neben neuen Produkten auf der Messe auch ganz neue isense Konzepte, von der reinen Stand-Alone- bis hin zu vollintegrierten Online-Lösung.

Spannende Tribo-Ideen für neue Anwendungsgebiete
Die Kunststoff-Expertise, das Testen und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Tribo-Kunststoffe geben Igus darüber hinaus immer wieder Möglichkeiten in ganz neue Bereiche vorzustoßen. Beispiel Low-Cost-Robotic: Mit robolink Apiro präsentiert Igus auf der diesjährigen Hannover Messe völlig neuartige schmier- und wartungsfreie Low-Cost-Robotic-Gelenkeinheiten. Damit ist es möglich mit nur wenigen Elementen komplizierteste Bewegungen und Maschinen einfach und günstig zu realisieren – vom einfachen Portal bis hin zum komplexen humanoiden und animatronischen Roboter. Aber auch in vielen weiteren Bereichen sind die Möglichkeiten von Tribo-Kunststoffen nach wie vor enorm. Beispiel e-kettensysteme: Kleinste Energieketten führen im Auto Leitungen sicher, große e-spools bewegen Bühnen in Theatern und Opern. Und dort, wo bisher Stahlketten eingesetzt werden, setzen immer mehr Kunden auf Kunststoff e-ketten, beispielsweise im Offshore-Bereich. Aber nicht nur Metallketten, sondern auch andere Formen der Energiezuführung, wie Festoons, Kabeltrommeln oder Stromschienen, werden immer mehr durch Energiekettensysteme ersetzt. Dabei bietet Igus einen Rundum-Service, von der Onlinekonfiguration und Lebensdauerberechnung einer einzelnen Komponente bis hin zur weltweiten Montage schüsselfertiger Systeme.

Datum:
08.05.2018
Unternehmen:
Bilder:
© Igus

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