24. MAI 2018

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Mehr Power für Schwergutverladungen


Der Hamburger Hafen bietet seit Anfang des Jahres ein optimiertes Leistungsportfolio in Sachen Schwergutumschlag an. Mit 600 Tonnen ist „Enak“ der stärkste Bergungs- und Schwimmkran in Deutschland.

Bisher war das Kraftpaket in Bremerhaven stationiert. Der neue Eigentümer Lührs Schifffahrt GmbH & Co. KG hat den Schwimmkran nach dem Erwerb von der Bugsier Reederei nach Hamburg verlegt.

Als Universalhafen bietet Hamburg eine breite Dienstleistungspalette für den wasserseitigen Hafenumschlag an. Dazu gehört neben dem Container- und Massengutumschlag natürlich auch der konventionelle Stückgutumschlag. Er macht mit einem Volumen von 1,4 Mio. Tonnen zwar nicht mal 1,5 Prozent am Gesamtumschlagvolumen aus, ist wegen seiner Wertschöpfungstiefe und positiven Beschäftigungseffekte aber ein wichtiger Bestandteil im Landungsmix des Hamburger Hafens.

Mehrere spezialisierte Multipurpose-Umschlaganlagen wie Wallmann & Co., C. Steinweg (Süd-West Terminal), Rhenus Midgard oder Unikai Lagerei- und Speditionsgesellschaft sind auf das Handling von Projektladung, Schwergut und überdimensionierter Ladung ausgerichtet. Besonders schwere Stückguter werden zumeist mithilfe bordeigener Kräne oder der landseitigen Krankapazitäten (bis max. 400 Tonnen) bewegt. Zudem stehen in Hamburg die beiden Schwimmkräne HHLA III (bis max. 100 Tonnen) und HHLA IV (bis max. 200 Tonnen) zur Verfügung, die im Tandembetrieb 300 Tonnen heben können. Mit dem „Enak“ ist nun eine noch stärkere Option mit einer Tragfähigkeit von bis zu 600 Tonnen hinzugekommen.

Der Schwimmkran war in der Vergangenheit schon häufiger zu Gast in Hamburg, wenn besonders schwere Stückgüter verladen werden mussten. Aufgrund seiner vorherigen Lage in Bremerhaven war der Aufwand aber jedes Mal groß, um ihn an die Elbe zu holen, sodass Ladung immer wieder an Hamburg vorbei über andere Häfen geroutet wurde. „Mit der Stationierung von ‚Enak‘ in Hamburg bieten sich für Verlader, Projektspediteure und Schwergutreedereien ganz neue Möglichkeiten, die Leistungsfähigkeit des Hamburger Hafen als Umschlagplatz für ihre Projektladung zu nutzen“, sagt Axel Mattern, Vorstand Hafen Hamburg Marketing.

Datum:
15.05.2018
Unternehmen:
Bilder:
© Hafen Hamburg / Lührs Schifffahrt

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