22. JANUAR 2018

zurück

kommentieren drucken  

Im Osten viel Neues


Zentrallager

Eines der größten Logistikzentren in Osteuropa wurde von SSI Schäfer für JYSK realisiert. Mit knapp 170.000 Palettenstellplätzen und einem intelligenten Materialflusskonzept ist der Möbelhändler für künftige Anforderungen gerüstet.
Mehrseitiger Artikel:
1 2 3  

Spät nachmittags herrscht Hochbetrieb. Im neuen Umschlags- und Distributionszentrum in Polen, das der dänische Möbelhändler JYSK Nordic A/S bekannt als »Dänisches Bettenlager« in Betrieb genommen hat, rangieren die ankommenden Lkw. Unterstützt durch ein Yard Management System weisen die Disponenten den Weg. Denn zwischen den Aufliegern und Wechselbrücken, die an der 650 Meter langen Gebäudefront angedockt haben, sind nur noch wenige der 100 Warenausgangstore frei. Die Wareneingangsbearbeitung hingegen ist bereits weitgehend abgeschlossen. Nur an wenigen der 31 Wareneingangstore auf der fast 150 Meter gegenüber liegenden Gebäuderückseite wird noch vereinnahmt. Bis zu 900 Paletten pro Stunde können zeitgleich jeweils im Warenein- und -ausgang bearbeitet werden.
Fit für die Zukunft

Im Frühjahr 2008 begann JYSK mit der Planung für ein zentrales Logistikzentrum in Polen. Ziel: Die Konzentration der polnischen Lagerstandorte, Durchsatzsteigerung sowie die Schaffung von Kapazitäten für die Expansion in neue Märkte. »Vor diesem Hintergrund benötigten wir ein leistungsstarkes Distributionszentrum mit intelligentem Materialflusskonzept und moderner Anlagentechnik«, so Jacek Przerwa, System- und technischer Direktor des JYSK-Logistikzentrums in Radomsko. JYSK entschied sich, das vorhandene manuelle Lager in Radomsko durch Erweiterung und Automatisierung auf künftige Anforderungen auszurichten. Den Zuschlag als Generalunternehmer für das Logistikkonzept und die schlüsselfertige Erstellung des Projektes erhielt SSI Schäfer, Giebelstadt. »SSI Schäfer ist ein Partner mit flexiblen Systemen, der Projekte einer solchen Dimension zuverlässig realisieren kann«, begründet Przerwa die Auftragsvergabe. Tatsächlich ist der Logistikkomplex mit knapp 100.000 Quadratmeter Nutzfläche auf dem 300.000 Quadratmeter großen Firmengelände eines der größten Logistikzentren in Osteuropa. Die Neugestaltung der Intralogistik stellte die Spezialisten von SSI Schäfer vor Herausforderungen.

Einerseits sollte der vorhandene, 41.000 Quadratmeter große Gebäudekomplex des Altlagers eingebunden werden. Andererseits galt es, Anlagenkonzeption, Materialflüsse und Automationskomponenten auf eine Kapazität von bis zu vier Hochregallagern (HRL) mit rund 350.000 Palettenstellplätzen auszulegen. Parallel dazu sollte die ausgreifende Flurfläche des Hallenkomplexes als Bereitstellungsfläche für eine weitgehend manuelle Kommissionierung sowie für die Auftragszusammenführung verfügbar sein. »Wir entschieden uns für ein gespiegeltes Anlagenkonzept mit klar strukturierten, transparenten Warenflüssen und hocheffizienten, wegeoptimierten Bearbeitungsprozessen«, so Gerhard Wolf, Projektleiter von SSI Schäfer. »Links und rechts hinter der gewaltigen Kommissionierhalle sind jeweils zwei Hochregallager, dazwischen der Wareneingang. Die gesamte Anlagenfront vor der Kommissionierhalle wurde zur Warenversandzone.«


Mehrseitiger Artikel:
1 2 3  
Ausgabe:
lj 05/2013
Unternehmen:
Bilder:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Weltmarkt Flurförderzeuge

logistik journal: Weltmarkt Flurförderzeuge 2016

Video der Woche