29. JUNI 2016

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Tolle Tafelfür perfekten Service


Technik / Tablet-Computer

Online-Kommunikation - Die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH hat das Optimierungs-potenzial mobiler IT erkannt und für ihre Werke eine Lösung entwickelt, die den Mitarbeiternmittels Tablet-PC die Online-Kommunikation mit den zentralen EDV-Systemen ermöglicht.
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Ob Lokomotive, Triebzug oder Triebwagen, ob im Bereich Hochgeschwindigkeit, im Personen- oder Güterverkehr: Die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH (FZI) gilt hierzulande wie auch auf europäischer Ebene als einer der leistungsfähigsten Full-Service-Dienstleister für Schienenfahrzeuge. Sogar Einsätze wie die Revision von Dampflokomotiven in Australien sind keine Seltenheit. Aus gutem Grund. Die FZI kann auf eine lange Tradition und viel Erfahrung zurückblicken. Einige der auf ganz Deutschland verteilten Werke bestehen schon seit über 100 Jahren und stehen für das stetig gewachsene Know-how des Dienstleisters. Seit der Bündelung der Werke – heute 13 an der Zahl mit 8.400 Mitarbeitern – obliegt der FZI auch die konzernweite Materialdisposition und die Logistik für Schienenfahrzeugersatzteile. Die Werke arbeiten mit neuesten Technologien, nutzen moderne Bearbeitungsmaschinen und setzen aktuelle Messtechniken ein.

Aus dem Anspruch der FZI, sich ständig zu verbessern und die Arbeitsprozesse weiter zu optimieren, ist das Projekt »PUMA« entstanden. »PUMA« steht für Produktionsumfassende Mobile Applikationen und wurde seinerzeit unter Federführung der zentralen IT gestartet. Als Teil einer IT-Strategie soll »PUMA« den FZI-Mitarbeitern in den Werken die Arbeit erleichtern und gleichzeitig papierbehaftete, umständliche Prozesse optimieren und die Wertschöpfung verbessern.

Matthias Päselt, Leiter Technologiemanagement und Arbeitsvorbereitung bei der FZI, beschreibt die Klientel des Unternehmens: »Vergleichbar mit einer Autowerkstatt haben wir es hier mit Kunden zu tun, die ihr Schienenfahrzeug zur Reparatur geben und schnell wissen wollen, welcher Aufwand entsteht, wie lange es dauern wird und wie hoch die Instandsetzungskosten sein werden. Allerdings sind die Prozesse bei der FZI viel komplexer, da eine Vielzahl technischer und gesetzlicher Vorgaben zu beachten ist und die Züge pünktlich wieder zurück in ihren fahrplanmäßigen Betrieb müssen.«

Eines der ersten Ziele im Projekt »PUMA« war die Entwicklung einer präzisen, verzögerungsfreien und gleichzeitig einfachen Erfassung des jeweiligen Fahrzeug-Ist-zustands. »Schad-Aufnahme« nennt sich dieser Prozess, der bislang mittels Papierformularen und Excel-Tabellen erfolgte und sich bei größeren Zügen oft über mehrere Tage erstreckte.

Verschiedene Lösungsansätze

Bei den Überlegungen, wie die Papierflut eingedämmt werden kann, wurden verschiedene Lösungsansätze diskutiert. Von der Aufstellung stationärer Terminal-Clients wurde wegen der anfallenden Wegezeiten schnell Abstand genommen. Der Einsatz von Notebooks wurde verworfen, weil tragbare Computer für industrielle Anwendungen mit bis zu fünf Kilogramm Gewicht die Mobilität nur bedingt unterstützen. Blieben also Tablet-Computer, die auch in »Rugged-Versionen«, also extrastabil, angeboten werden und für den Einsatz in industriellen Umgebungen geeignet erscheinen. Bei Betrachtung des Tablet-Markts stellte sich allerdings die Frage, welches Betriebssystem die gewünschte Flexibilität für die Software-Entwicklung des Projekts »PUMA« bot. Die Entscheidung fiel letztlich auf Android, weil diese Open-Source-Plattform unkompliziert die Entwicklung eigener Applikationen unterstützt und sogar sicherheitstechnische Features für eine professionelle Nutzung mitbringt.


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Ausgabe:
lj 03/2015
Unternehmen:
Bilder:
Casio Europe

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