18. FEBRUAR 2018

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»Die Cemat ist die Nummer eins«


Klartext / Dr. Andreas Gruchow, Deutsche Messe

Messen & Events - Vom 31. Mai bis zum 3. Juni 2016 findet in Hannover wieder die große Leistungsschau der Intralogistik statt. Zum Stellenwert der Cemat für eine ganze Branche äußert sich Dr. Andreas Gruchow, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG. Gesprächspartner: Michael Weilacher
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Herr Dr. Gruchow, welches Standing hat die Cemat derzeit innerhalb der Logistikbranche?

Keine Frage: ein sehr gutes.

Einige Branchenteilnehmer meinen, die Cemat müsse sich noch kräftig nach vorn bewegen, um wirklich erfolgreich zu sein.

Genau das machen wir, wir bewegen uns konsequent nach vorn, und zwar auf allen Ebenen, inhaltlich – also was die thematische Ausrichtung der Messe angeht – genauso wie geografisch. Gerade heute bin ich von der ersten Cemat Australia zurückgekehrt. Und ich kann Ihnen sagen: Das Interesse an der australischen Cemat ist groß. DB Schenker war beim Kick-off dabei, Hyundai und Maersk, Kardex und Knapp sowie rund 100 weitere Aussteller.

Klingt vielversprechend, aber bleiben wir noch kurz in Deutschland. Wie ist das generelle Feeling gegenüber der Cemat hierzulande?

Nachdem ich mich im 21. Jahr meiner Karriere bei der Deutschen Messe befinde, kenne ich die Cemat schon seit der Zeit, als sie noch Teil der Hannover Messe war, der Mutter aller Messen – zumindest in Deutschland. Viele bekannte Messen – wie die Cebit, die Ligna oder eben die Cemat – haben ihren Ursprung in der Hannover Messe. Wenn man heute rekapituliert, welche Gründe es für die Herauslösung der Cemat gab – die herausragende Bedeutung der Intralogistik für die internationale Wirtschaft – und mit welchem Anspruch die Cemat als eigenständige Veranstaltung an den Start gegangen ist – nämlich Weltleitmesse der Intralogistik zu sein –, dann hat die Messe eine sehr positive Entwicklung genommen. In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass alle Veranstaltungen, die ich eben nannte, neben ihrem klaren Profil, ihrer Bedeutung, ihrer Größe ihre Wahrnehmung durch die Medien erst erlangt haben, als sie aus der Hannover Messe herausgelöst wurden und als Sand-alone-Veranstaltungen stattfanden.

Die Stand-alone-Cemat unterstreicht also die Bedeutung der Intralogistik als eine der wichtigsten Branchen innerhalb der nationalen wie der weltweiten Wirtschaft?

Ganz eindeutig ja, das ist so. Durch die eigenständige Cemat wird die Bedeutung der Intralogistik und damit auch der Logistik auf eine Weise unterstrichen, wie es eine Cemat als Teil der Hannover Messe nie vermocht hätte.

Damit ist auf Aussteller- und Besucherseite aber auch eine bestimmte Erwartung geweckt worden – nämlich die, dass die Cemat wächst, besser und noch attraktiver wird.

Auch das ist richtig, ebenso wie die Tatsache, dass die Cemat seit Anbeginn eine sehr attraktive Veranstaltung mit wichtigen Alleinstellungsmerkmalen ist: die Zahl und vor allem die hohe Qualität der Besucher etwa und ihre internationale Herkunft. Jeder dritte Fachbesucher, übrigens zu einem erheblichen Teil Top-Entscheider, reist eigens aus dem Ausland an, und zwar von allen Kontinenten. Wir bewerben die Cemat Hannover weltweit. 2014 waren unsere Aussteller erneut hoch zufrieden und haben Aufträge in Millionenhöhe geschrieben. Die Cemat ist ein echter Solitär, aber natürlich auch eine Veranstaltung, die mit entsprechend hohem Aufwand verbunden ist. Doch das Engagement hat sich gelohnt. Mit Hilfe aller Beteiligten ist es gelungen, der Branche ein Gesicht zu geben und eine angemessene Plattform und das auf internationaler Ebene.


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Ausgabe:
lj 03/2015
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Bilder:
Schildheuer

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