23. APRIL 2018

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Bei J. Schmalz steht Ergonomie im Fokus der Entwicklung


Technik / Handhabungssysteme

Vakuumtechnik - Der demografische Wandel macht auch vor der Automobilindustrie nicht halt. Das Durchschnittsalter in den Fertigungswerken steigt kontinuierlich. Ergonomische Arbeitsplätze werden deswegen immer wichtiger. Vakuum-Handhabungssysteme von J. Schmalz verbessern den Gesundheitsschutz in der Branche. Das Unternehmen bietet eine Vielzahl an Lösungen, mit denen verschiedene Lasten wie Frontscheiben, Motorhauben oder Starterbatterien ergonomisch und gesundheitsschonend bewegt werden können.
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Beispiel BMW Group: Das Durchschnittsalter der Beschäftigten in der Produktion liegt heute bei 45 Jahren. 38 Prozent der Belegschaft sind bereits heute älter als 50 Jahre. Bis 2020 soll dieser Anteil auf 45 Prozent steigen, 2025 dürfte er bei 50 Prozent liegen, heißt es in dem BMW Group Demografie-Projekt »Heute für morgen«. BMW beschäftigt mit 5,5 Prozent einen vergleichsweise hohen Anteil an Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung. Nach Einschätzung des Autobauers arbeiten ältere Arbeitnehmer immer häufiger über das Renteneintrittsalter hinaus und die Anzahl von leistungsgewandelten Mitarbeitern dürfte zunehmen. Angesichts solcher Prognosen rücken Verbesserungen der Arbeitsplätze sowie Anpassungen der Ergonomie immer stärker in den Vordergrund. Die Projektbeteiligten sind sich sicher: Eine ältere Belegschaft könne durch kleine, clevere Anpassungen genauso effizient wie vergleichbare Bereiche mit deutlich jüngeren Mitarbeitern arbeiten. Zu einer ähnlichen Einschätzung gelangen zahlreiche weitere Experten aus der Automobilindustrie. »Aus vielen Kundengesprächen wissen wir, dass das Bewusstsein für ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze in den vergangenen Jahren enorm gestiegen ist«, sagt Klaus-Dieter Schwabenthan, Leiter Geschäftsentwicklung und Lieferprozess, Vakuum-Handhabungssysteme bei Schmalz. »Jede einzelne Verbesserung der Ergonomie hilft, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten zu verbessern. Außerdem lässt sich mit zielgerichteten Maßnahmen meist auch die Produktivität steigern – insofern zahlt sich eine Investition mehrfach aus.«

Mitarbeiter schützen

45 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage entstehen nach Expertenangaben durch Muskel- und Skelett-Erkrankungen. Arbeitsabläufe in der Automobilmontage sind durch einen hohen Anteil an Handarbeit, hohe Wiederholungsfrequenzen, einseitige körperliche Belastung und kurze Taktzeiten gekennzeichnet. Vor allem nicht-ergonomische Arbeitsabläufe wie Bücken, Heben und Tragen belasten den Körper. Mitarbeiter bewegen pro Handlingseinheit Gewichte zwischen acht und 20 Kilogramm. Das stellt ein beträchtliches Risiko für den Bewegungsapparat dar und macht deutlich, wie wichtig eine optimale Arbeitsplatzgestaltung ist. Dazu zählt beispielsweise, dass Mitarbeiter optimale Sichtbedingungen vorfinden müssen oder dass sie ihre Arbeit jederzeit in der richtigen Arbeitshöhe erledigen können. Auch effiziente Hebehilfen entlasten die Mitarbeiter. »Die J. Schmalz GmbH trägt diesen Entwicklungen Rechnung und entwickelt deshalb Vakuumheber wie auch Kransysteme, die das Thema Ergonomie im Fokus haben«, sagt Klaus-Dieter Schwabenthan. »Unsere Lösungen unterstützen Menschen bei schnellen Bewegungen, bei der Handhabung großer Werkstücke sowie beim Heben und Tragen schwerer Lasten.« Der Vakuum-Spezialist arbeitet für die Optimierung der Mensch-Maschine-Schnittstelle eng mit renommierten Instituten zusammen. Mit einem in der Forschung häufig genutzten Altersanzug lässt sich beispielsweise zeigen, dass mit fortschreitendem Alter die Beweglichkeit im Nacken- und Hüftbereich abnimmt, dass versteifte Gelenke das Arbeiten erschweren oder dass schlicht die Kraft fehlt, um tagtäglich schwere Werkstücke zu bewegen. Schmalz bietet deshalb vielfältige Hebehilfen für die gesamte Prozesskette der Automobilindustrie.
Für die Kommissionierung kleiner und mittlerer Lasten hat Schmalz seine Vakuum-Schlauchheber-Reihe JumboFlex um die Variante bis 50 Kilogramm erweitert. Der Vakuum-Schlauchheber sorgt mit seiner feinfühligen Steuerung für eine rückenfreundliche Haltung in jeder Arbeitshöhe und eignet sich für häufiges und schnelles Bewegen von Bauteilen wie Frontscheiben, Kraftstofftanks, Bremsscheiben oder Kardanwellen.


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lj 06/2015
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