21. APRIL 2018

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Läuft echt gut bei Lenze


Spezial / Antriebs- und Fördertechnik

Einblick - Die Lenze-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatzrekord. Auch die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr 2015/2016 sind trotz eines herausfordernden Markt- und Branchenumfelds rosig.
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Die Lenze-Gruppe als weltweit agierender Spezialist für Antriebs- und Automatisierungslösungen – Motion Centric Automation – konnte im Geschäftsjahr 2014/2015 (1. Mai 2014 bis 30. April 2015) mit ihrem Umsatz in Höhe von 634,1 Millionen Euro einen historischen Höchststand verzeichnen. Darüber berichtete der Vorstand, Frank Maier, Christian Wendler und Dr. Yorck Schmidt, im Rahmen der Bilanzpressekonferenz 2014/2015 in Stuttgart. Die erneute Steigerung um rund vier Prozent gegenüber dem Vorjahresumsatz von 610 Millionen Euro wurde trotz eines anhaltend volatilen und damit herausfordernden Markt- und Branchenumfelds realisiert. Gleichzeitig ist es gelungen, die Profitabilität erneut zu steigern. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 10 Prozent auf 46,9 Millionen Euro, nach 42,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Konzernergebnis nach Steuern lag bei 29,3 Millionen Euro (Vorjahr: 26,1 Millionen Euro).

Herausforderndes Umfeld

Die globale Wirtschaft ist im Jahr 2014 um real 3,3 Prozent gewachsen. In den Industrieländern erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) real um durchschnittlich 1,8 Prozent. In der Eurozone, der Kernregion für die Lenze-Gruppe, stieg das BIP real nur um 0,8 Prozent. Deutlich positiver entwickelte sich die Wirtschaft in den USA, deren Wachstum real 2,4 Prozent erreichte. In China lag der Zuwachs bei 7,4 Prozent. In Indien und der Türkei verlief das Wachstum deutlich weniger dynamisch als zunächst erwartet. Unsicherheiten für das Wachstum im Maschinen- und Anlagenbau ergeben sich aus einer volatilen Investitionsbereitschaft, unter anderem als Folge der Staatsschuldenkrise in der Eurozone, der Konflikte in der Ukraine, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordafrika. Auf der anderen Seite profitiert der exportorientierte deutsche Maschinen- und Anlagenbau von positiven Wechselkurseffekten, historisch niedrigen Zinsen und vorteilhaften Energie- und Rohstoffkosten. Insgesamt blieb das Wachstum im deutschen Maschinen- und Anlagenbau mit knapp einem Prozent deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen von drei Prozent für das Jahr 2014 zurück. Für das Jahr 2015 prognostiziert der VDMA derzeit ein Nullwachstum für die reale Produktion von Maschinen und Anlagen. Die Lenze-Gruppe erwartet eine schwächere globale Entwicklung der Gesamtindustrie im Jahr 2015. Gründe sind vor allem die anhaltende Schwäche im Euroraum, die sich fortsetzende Russland-Ukraine-Krise und die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten sowie der Ausfall Chinas als globaler Wachstumstreiber.

Mehr Internationalisierung

Die Lenze-Gruppe bedient die Nachfrage der Kunden global. Mit seinen Vertriebsgesellschaften, Entwicklungs- und Produktionswerken sowie Logistikzentren und Servicestationen ist das Unternehmen in 60 Ländern vertreten. Der Vorstandsvorsitzende Christian Wendler betont: »Unsere Investitionen in die Internationalisierung der Lenze-Gruppe lassen sich immer deutlicher an konkreten Erfolgen messen. So hat die wiedererstarkte Automobilindustrie in den USA unser Wachstum getrieben. Aber auch in Südeuropa, Benelux oder den Emerging Markets und China konnten wir klare Wachstumserfolge erzielen. Wir investieren auch zukünftig weiter in die Wachstumsmärkte und bauen unsere Standorte und Kompetenzen vor Ort weiter aus.« Dabei sind die schlagkräftige internationale Aufstellung der Mitarbeiter-Teams sowie die Ausweitung des Service- und After-Sales-Netzwerkes für die Lenze-Gruppe erfolgsentscheidend. Um Chancen zu erkennen, die sich aus Trends oder Veränderungen von Markt- und Wettbewerbsverhältnissen ergeben, wird auf die Erkenntnisse der eigenen Market Intelligence zurückgegriffen.


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lj 06/2015
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