22. NOVEMBER 2017

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Alle lieben Leo


Special

Transportsystem. Mit dem Leo Locative hat Bito-Lagertechnik erstmals ein selbstfahrendes Transportsystem entwickelt. Die Automatisierung entlastet Mitarbeiter und führt zu einer Reduzierung von Schäden im Lager.
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Fahrerlose Transportsysteme (FTS) ver- und entsorgen Produktionsanlagen, verbinden Produktion und Lager, Wareneingang und Lager oder Produktion und Warenausgang. Durch den automatisierten Transport kommt es zu weniger Beschädigungen, und die Mitarbeiter müssen keine schweren Lasten heben. Bito ist auf Lager- und Betriebseinrichtungen sowie auf Kommissioniertechnik spezialisiert. Das Unternehmen bietet Regale und Regalsysteme, Lager- und Kommissioniersysteme, Kästen und Behälter sowie Lagereinrichtungen und Zubehör für sämtliche Branchen. Mit dem selbstfahrenden Transportsystem Leo Locative präsentieren die Meisenheimer nun eine Neuentwicklung, die sich vielseitig einsetzen und spielend einfach bedienen lässt. Auch die Streckenführung lässt sich schnell an neue Anforderungen anpassen. Denn im Vergleich zu anderen selbstfahrenden Transportsystemen sind keine Steuerung und aufwendige Installationen erforderlich.

Die neue Einfachheit
»Mit unserem Leo Locative profitiert der Anwender insbesondere von der einfachen Inbetriebnahme und der sehr intuitiven Bedienung«, beschreibt Dennis Ramers, Produktmanager für den Bereich Maschinen bei Bito. »Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen äußerst effizienten Behältertransport anzubieten, den auch kleinere und mittelgroße Unternehmen sicher beherrschen können.« Dieser handhabt Behälter und Kartonagen mit einem Gewicht von bis zu 20 Kilogramm. Mit dieser Innovation steigt Bito aber nicht in die bestehende Welt der aktiv fahrenden Transportsysteme ein, sondern eröffnet ein neues Feld. »Wir sehen unser System in einem jungen und in unseren Augen wachsenden Markt angesiedelt«, so Ramers. Die Entwicklung fand gemeinsam mit dem IML Fraunhofer-Institut in Dortmund statt. Das Sicherheitskonzept wurde in Abstimmung mit der Berufsgenossenschaft ausgearbeitet und getestet.

Optische Spur
Leo Locative folgt einer optischen Spur, die der Anwender einfach auf den Boden kleben und auch schnell wieder entfernen kann. Damit ist er flexibel und kann das System jederzeit erweitern und ändern. Über zusätzliche Markierungen weiß der Transporter stets, wo er sich befindet, und steuert so seine Ziele sicher an. Damit stellt das Transportsystem auch nur geringe Anforderungen an die vorhandene technische Infrastruktur. Es wird zum Beispiel kein WLAN für die Navigation oder Kommunikation benötigt. Ein Kamerasensor stellt die Spurführung sicher und kann Data-Matrix-Codes erkennen. »Dazu werden auf der Strecke Fahrbefehle angebracht, sogenannte Marker«, erläutert Ramers. Dabei handelt es sich um Aufkleber mit Codierung. Die Layout-Marker zeigen an, wo sich welche Station befindet: Der Transporter erfährt zum Beispiel, dass er an der nächsten Abzweigung rechts zu Station zwei fahren muss. Befinden sich Ziel-Marker auf der Strecke, übermitteln diese ihm Befehle wie: Fahr bitte Station drei an. »Diese Codes können auch dynamisch sein«, erklärt er. Der Mitarbeiter kann während des Betriebs den Zielort über ein Display entsprechend ändern. Die Aufkleber können zudem Fahrbefehle beinhalten und dem Transporter mitteilen, dass er seine Geschwindigkeit verringern soll. Dies bietet sich an, wenn sich sehr viele Personen in der Halle befinden. Zwei Elektromotoren treiben das Fahrzeug an. Dieses erreicht eine Geschwindigkeit von maximal 0,8 Metern pro Sekunde. Damit es rechtzeitig stoppt, wenn sich ein Gegenstand oder eine Person auf der Fahrbahn befindet, ist das System mit einem Sensor ausgerüstet. Dieser schafft auch die nötige Distanz zum vorausfahrenden Fahrzeug. Sollte der Wagen nun anhalten, kann ein Mitarbeiter einfach seinen Fuß gegen den Stop-&-Go-Sensor halten, der sich auf der Rückseite des Systems befindet. Leo Locative verfolgt nun weiter unbeirrt seinen Weg. Der eingesetzte Akku erlaubt eine Betriebszeit von mindestens acht Stunden und lässt sich schnell wechseln.


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