19. JANUAR 2018

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Maximale Verfügbarkeit


Markt

Smart Data - Um ungeplante Ausfallzeiten von modernen Kommissioniersystemen zu vermeiden, bedarf es ganzheitlicher Wartungskonzepte. Witron setzt dabei auf »Predictive Maintenance«.
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Heute laufen viele automatisierte Logistik-Anlagen an fast 365 Tagen im Jahr beinahe rund um die Uhr. Der Markt fordert immer kürzere Lieferzeiten, was für moderne Kommissioniersysteme in Verteilzentren höchste Verfügbarkeit erfordert. Um trotz Dauereinsatz ungeplante Ausfallzeiten zu vermeiden, bedarf es innovativer, ganzheitlicher Wartungskonzepte. Dabei setzt der Logistik-Generalunternehmer Witron in vielen von ihm geplanten und realisierten Distributionszentren auf »Predictive Maintenance« – vorausschauende Instandhaltung, basierend auf einer umfangreichen Erfassung und Analyse von Betriebsdaten. Die generierten Informationen werden automatisch zu Wartungsaufträgen für die Instandhaltungs-Teams umgewandelt. Aus »Big Data« werden »Smart Data« und diese ermöglichen »Maintenance Excellence«. Beim Parksteiner Generalunternehmer Witron sind Technologien entstanden, die es ermöglichen, eine Fülle an Daten in einfach handhabbare Informationen umzuwandeln: ein wichtiges Thema für die Intralogistik-Experten, die seit einiger Zeit auch als Betreiber von Logistikzentren fungieren. »Smart Data« nennt sich eine Initiative der Bundesregierung, die das Ziel verfolgt, Big Data-Technologien zu verbessern, Entscheidungen zu beschleunigen, Geschäftsprozesse zu optimieren und somit Innovationen aus reinen Daten zu schaffen. Gemäß dieser Hightech-Strategie entstehen auch in den Denkfabriken bei Witron zukunftsweisende Lösungen. »Mit den von Witron entwickelten Tools können wir im Prinzip sämtliche Daten aller Anlagen-Komponenten detailliert erfassen: von den Betriebszeiten der Fördertechnik, den Spielen der Regalbediengeräte oder der Laufzeit von Sondermaschinen, bis hin zu den Taktzeiten jedes einzelnen Motors und Sensors«, erklärt Florian Wittmann, der für Witron weltweit ODC-Systeme (Operation Data Capturing) integriert und die Service-Teams mit deren Umgang schult. Operation Data Capturing bedeutet die Verlinkung von Anlagendaten mit Instandhaltungsmanagement. »So erstellen wir für jeden Kunden ein anlagenbezogenes Wartungskonzept. Denn die Daten werden von uns automatisch qualifiziert, interpretiert und zu aussagekräftigen, praxistauglichen Informationen umgewandelt, wodurch die Arbeit der Service-Mannschaft optimiert und gesteuert wird«.

Individuelles Wartungskonzept

Ist eine Anlage in Betrieb genommen und die Erstwartung der Komponenten gemäß Herstellerempfehlung erfolgt, beginnt Witron unmittelbar mit der Aufzeichnung der Betriebsdaten. »Ziel ist es, weg von einem pauschalen, hin zu einem individuellen Instandhaltungsplan mit hoher Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu gelangen«, so Wittmann. Obwohl alle eingesetzten Elemente in den Witron-Anlagen weitestgehend standardisiert sind, werden sie doch unterschiedlich stark beansprucht. Produkte, Laufzeiten, Dynamik, Spitzentage, Temperaturbereiche, klimatische Umgebungs-Begebenheiten des Standorts – eine Vielzahl von Faktoren und Parametern hat Auswirkungen auf den Verschleiß der eingesetzten Technologie. Daher profitieren Kunden von einem großen, weltweiten Daten-Netzwerk, dessen Input ebenso in das Wartungskonzept mit einfließt. Über 300 aktive Service-Verträge betreut das Witron-Support-Center, und bereits an mehr als 40 Standorten ist Witron mit eigenen OnSite-Teams – Service-Experten, die permanent in der Anlage des Kunden arbeiten – für die Instandhaltung und den Betrieb von hochautomatisierten Logistik-Systemen unterschiedlichster Größe, Durchsatz und Branche verantwortlich. Dies schafft für die Anwender eine Vielzahl an Mehrwerten: ständiger Informations- und Erfahrungsaustausch der Witron-Service-Experten untereinander, kontinuierliche und standortübergreifende Verbesserungsprozesse, und in Konsequenz – höhere Verfügbarkeit und mehr Anlagenleistung.


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Ausgabe:
lj 03/2017
Unternehmen:
Bilder:
Pasi Salminen
Pasi Salminen
Pasi Salminen

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