21. APRIL 2018

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Konzentration auf das Wesentliche


Markt

Praxis - Die Früh Verpackungstechnik AG aus dem schweizerischen Fehraltorf nutzt für interne Transportaufgaben drei Fahrerlose Transportfahrzeuge von Stöcklin Logistik. Bei der im Einsatz befindlichen Basisausführung des »Eagle-Ant« ist der Funktionsumfang ohne irrelevanten Überbau auf das tatsächlich Erforderliche beschränkt. Diese Konzentration auf das Wesentliche ermöglicht einen schnellen Return-of-Invest. Die Inbetriebnahme der Fahrzeuge ist erfreulich unkompliziert.
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Unter dem Motto »Safety for your Products« verpackt die Früh Verpackungstechnik AG exakt das, was den Kunden am wichtigsten und wertvollsten ist: ihre Produkte. Mittlerweile blickt das Familienunternehmen auf eine fast vier Jahrzehnte andauernde Tradition zurück, in deren Verlauf kontinuierlich innovative Verpackungslösungen für eine anspruchsvolle Klientel entwickelt wurden. Das Sortiment umfasst in erster Linie Blister beziehungsweise Sichtverpackungen sowie Stand-, Siegelrand-, Seitenfalten- und Peel-Beutel. Eine führende Position besetzt die Früh Verpackungstechnik AG insbesondere in den Bereichen »Flexible Packaging« und »Medizinische Lohnverpackungen«. Gearbeitet wird unter Reinraumbedingungen: Sämtliche Prozesse und Verpackungen sind validiert und erfüllen somit höchste Hygiene- und Sicherheitsstandards. Auch eine durchgängige Rückverfolgbarkeit ist gewährleistet. Darüber hinaus werden die Produkte regelmäßig im Hinblick auf Klimaresistenz, Robustheit und Haltbarkeit getestet.

Ein Maximum an Qualität, Transparenz und Sicherheit ist auch im Bereich der Intralogistik sichergestellt, Dreh- und Angelpunkt der implementierten Supply Chain zur Ver- und Entsorgung der Produktion. Seit Ende 2016 werden die Prozesse durch drei autark arbeitende Fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) der Marke Stöcklin unterstützt, die eigenständig auch zwischen verschiedenen Stockwerken und drei Gebäuden wechseln. Die auf Basis eines Niederhubwagens entwickelten und auf den Namen »Eagle-Ant 0« getauften, intelligenten Helfer sind auf eine Ladekapazität bis 1.500 Kilogramm ausgelegt und stellen an den Zielstationen Rohmaterialien, Halbfabrikate, Fertigwaren und Kartonagen auf Euro-paletten bereit. Im Zuge dessen legen sie mitunter Strecken bis 300 Meter in einer Tour zurück. Diese Routen sind allerdings nicht allein den FTF vorbehalten, sondern werden auch von Passanten und Staplern gekreuzt.

Überschaubare Investition

»Mit dem ›Eagle-Ant‹ haben wir quasi ein Marktnischen-Produkt konzipiert«, erklärt Bernd Krebs, Produktverantwortlicher FTF/FTS bei der Stöcklin Logistik AG im schweizerischen Aesch. »Idee war, ein Fahrerloses Transportfahrzeug zu entwickeln, das eine überschaubare Zahl zentraler Basisfunktionen in sich vereint und vergleichsweise kostengünstig angeboten werden kann, sich bei Bedarf aber auch aufrüsten lässt.«

Die bei der Früh Verpackungstechnik AG im Einsatz befindlichen Geräte kommunizieren nicht untereinander. Auftragserfassung und -vergabe, die Verwaltung der Fahrzeuge, der Datenaustausch und die Ansteuerung der Aufzüge erfolgen über ein Traffic-Management-System (TMS), das auf einem Leitrechner installiert ist. Das TMS übernimmt auch die Verkehrsregelung zwischen den Fahrzeugen.Die Kommunikation erfolgt mittels WLAN. Es können sowohl Einzelaufträge als auch mehrere Aufträge parallel zur Abarbeitung angestoßen werden. In das Traffic-Management-System ist ein sogenannter Scheduler integriert, der dafür sorgt, dass die Fahraufträge entsprechend der Reihenfolge und Priorität verwaltet und über das TMS an die Fahrzeuge weiterleitet werden. Über eine Web-Oberfläche (zum Beispiel Google Chrome oder Firefox) kann der Bediener auf das Traffic-Management-System zugreifen und somit die jeweiligen Fahraufträge beobachten, aber auch Einfluss darauf nehmen. Im TMS werden ebenfalls sämtliche Alarme – zum Beispiel Fehlermeldungen oder nicht erwünschte Fahrbewegungen der Maschinen – angezeigt.


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lj 06/2017
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