22. APRIL 2018

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Shuttle in die Zukunft


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Neubau - Seit Jahren arbeiten Förch und Vanderlande zusammen. Dies wird nun mit der Erweiterung des vorhandenen Logistiksystems durch den Bau eines zweiten angebundenen Logistikzentrums fortgesetzt.
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Förch vertreibt über 80.000 Artikel an mehr als 300.000 Kunden und gehört zu einem der führenden Anbieter von Werkstatt-, Montage- und Befestigungsartikeln für Handwerk und Industrie. Nach der Realisierung des Erstprojektes im Jahr 2006 und zwei nachfolgenden Erweiterungen in 2010 und 2012 errichtete das Familienunternehmen 2014/2015 ein Logistikzentrum, welches voll integriert an das bestehende Logistikzentrum angebunden wurde. Die Entscheidung für den Neubau eines weiteren Logistikzentrums wurde getroffen, da das bestehende System an der absoluten Leistungsgrenze arbeitete und eine nochmalige Erhöhung der Kapazität in den bestehenden Gebäuden nicht mehr effizient möglich war. Das bestehende Logistikzentrum dient als Distributionszentrale für die zurzeit 19 europäischen Länder und umfasst ein Kleinteilelager (K-Lager) mit 78.000 Lagerplätzen sowie ein Euro-Halbpalettenlager (V-Lager) mit 15.000 Stellplätzen. Insgesamt leistet die Anlage in der Spitze bis zu 2.200 Auftragszeilen in der Stunde. Das hoch automatisierte System bearbeitete täglich innerhalb von 18 Stunden 10.000 Aufträge mit knapp 40.000 Positionen. Durch das dort angewandte automatisierte Logistikkonzept erreichte Förch einen Servicegrad von über 98 Prozent, denn das eingesetzte Ware-zum-Mensch-Prinzip ersparte den Mitarbeitern viele Wege. Um den wachsenden Anforderungen des Marktes weiterhin gerecht zu werden, war eine Optimierung der logistischen Prozesse innerhalb des Unternehmens unumgänglich. Diese Optimierung beinhaltet neben der Erhöhung der Lagerkapazität und der Lieferfähigkeit auch leistungsfähigere, ergonomische Kommissionierarbeitsplätze sowie einen zusätzlichen Verpackungs- und Warenausgangsbereich.

Shuttle-Technologie setzt sich durchGerade im Bereich »Ergonomie am Arbeitsplatz gepaart mit Hochleistung« sowie in der Shuttle-Technologie stellt Vanderlande eine absolute Benchmark in der Intralogistik dar. Vanderlande hat als einziger Anbieter am Markt vier verschiedene Shuttle-Typen, sodass für jede Anforderung die passende Lösung gefunden werden kann. Für die Anforderungen bei Förch bietet das Vanderlande Microshuttle die optimale Lösung im automatischen Kleinteilelager. Im Rahmen der ersten Baustufe werden insgesamt 32 Quickstore Microshuttles eingesetzt, gleichmäßig verteilt auf 16 Gassen in zwei Ebenen. Der Vorteil dieses Systems liegt neben einer enormen Leistung in der hohen Skalierbarkeit des Systems, die es ermöglicht, jederzeit bei sich ändernden Auftragsstrukturen schnell und unkompliziert zusätzliche Shuttles in die einzelnen Gassen zu integrieren. Darüber hinaus ist das Quickstore Microshuttle extrem wartungsfreundlich. Aufgrund des geringen Eigengewichtes von 40 Kilo, das deutlich niedriger ist, als die maximale Nutzlast des Microshuttles, kann es jederzeit zur Offline-Wartung aus dem Gang herausgefahren werden. Ebenso überzeugend ist das nachhaltige Energiekonzept sowie die integrierte Energieversorgung. Bestandteil des neuen Logistiksystems sind in der ersten Baustufe zwei hochergonomische Kommissionierarbeitsplätze der Pick@Ease-Familie. Bereits mit der Markteinführung demonstrierte Vanderlande seine Vorreiterrolle im Bereich Arbeitsergonomie innerhalb der Branche. In einer vom TÜV Nord zertifizierten Studie rückte Vanderlande den Mensch in den Fokus. Untersucht wurden unter anderem die Einflüsse und Auswirkungen von unterschiedlichen Konzepten in Bezug auf Körperbewegungen und -haltungen, Muskelgruppen, Kreislauf sowie mentale Aspekte. Die Ergebnisse dieser Ergonomie-Studie wurden zunächst auf die Artikelkommissionierung in Ware-zum-Mensch-Systemen übertragen.


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Ausgabe:
lj 06/2017
Unternehmen:
Bilder:
Vanderlande
Vanderlande
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