20. APRIL 2018

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Kraftvoll in die Zukunft


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Markt - Der Flurförderzeug-Spezialist Clark Europe rechnet nach der Erholung der Märkte im zurückliegenden Jahr auch für 2011 mit Wachstum. Sein Angebot bewährter Geräte und starke Neuentwicklungen sollen es ermöglichen.

Der Auftragseingang von Clark Europe im Jahr 2010 lag 52 Prozent über Vorjahresniveau. Beim Umsatz konnte das Unternehmen einen Anstieg von 36 Prozent verzeichnen. »Rund die Hälfte der 2009 verzeichneten Auftragsrückgänge konnten wir 2010 wieder aufholen«, berichtet Geschäftsführer Egon Strehl. Für das Geschäftsjahr 2011 rechnet Clark Europe mit einer Steigerung des Neugeräte-Verkaufs von 32,5 Prozent. Der Umsatz soll bereits wieder über dem Niveau von 2008 liegen und sich bei einem Plus von 51 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 einpendeln.

Erfreulich, so Clark Europe, sei die Tatsache, dass man auch im Jahr 2010 Marktanteile hinzugewonnen habe. Während die Auslieferungsquote in Europa im Vergleich zu 2009, als Clark Europe noch von den Auftragseingängen des Boom-Jahres 2008 profitiert habe, konstant geblieben sei, habe man das Geschäft mit Neugeräten im Nahen Osten fast verzehnfachen können. Erfreulich auch die Entwicklung für Clark in Osteuropa. Durch die Aktivitäten neuer Händler sei im Jahr 2010 auch dort der Umsatz »drastisch« gestiegen.

Zur Rückkehr auf den Wachstumspfad äußert sich Clark-Europe-Geschäftsführer Strehl wie folgt: »Natürlich profitierten auch wir 2010 von der Konjunktur im Markt für Gegengewichtsstapler, der in der Krise zwar stärker eingebrochen war als das Segment Lagertechnik, dann aber eine starke Erholungsphase erlebte. Marktanteile konnten wir hinzugewinnen, weil selektiver eingekauft wurde. Wenn Einkäufer in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ordern, wird vor allem auf die Total Cost of Ownership geachtet. Diesbezüglich hat Clark ein herausragendes Standing im Markt.«

Ausbau des Händlernetzes

Neben der Schaffung von zehn neuen Stellen in der Clark-Europe-Zentrale in Mülheim/Ruhr richtete das Unternehmen im Jahr 2010 seinen Fokus auf den Ausbau seines Vertriebsnetzes. Inzwischen bieten 140 Händler in 47 Ländern Europas, im Nahen Osten und in Afrika Clark-Gabelstapler und -Lagertechnikgeräte an. 2011 will das Unternehmen speziell im Nahen Osten, in Skandinavien und Osteuropa neue Vertriebspartner für sich gewinnen. Rolf Eiten, Leiter der Geschäftseinheit Sales & Marketing bei Clark Europe: »Allein in Russland haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr sieben neue Clark-Händler akquirieren können, mit Polus in Moskau zum Beispiel ein überregional tätiges Unternehmen mit 30 Mitarbeitern, das einen ausgezeichneten Ruf genießt. Wir freuen uns aber auch über die verstärkte Nachfrage im Nahen Osten. Aktuell führen wir vielversprechende Gespräche mit potenziellen Clark-Händlern in der ganzen Region, zum Beispiel in Israel. Angesichts einer Marktgröße von etwa 20.000 Frontstaplern per anno ist der gesamte Nahe Osten inklusive arabischer Halbinsel und Ägypten für uns hochinteressant.« Ein interessanter Mark, so Eiten, sei auch Skandinavien. Allerdings sei sein Haus dort »eindeutig unterrepräsentiert«. An einer Verbesserung der Ausgangsposition in Nordeuropa werde aber gearbeitet.

Mit Neuheiten zur Messe

Grundlage des von Clark erwarteten, nachhaltigen Firmenwachstums ist laut Europa-Geschäftsführer Egon Strehl »die weiterhin überzeugende Innovationsleistung von Clark, mit der wir sowohl Anteile im klassischen Stapler-Markt als auch im Segment Lagertechnikgeräte hinzugewinnen wollen«. Für zusätzlichen Umsatz in Mülheim/Ruhr sollen auch neue Geräte sorgen. Auf Messen wie der Logimat in Stuttgart (Halle 7, Stand 241) und der Cemat in Hannover wird das aktuelle Clark-Portfolio einem breiten Fachpublikum präsentiert. Neu ins Geräteangebot von Clark aufgenommen wird etwa die CTX40/70-Baureihe von Elektroschleppern mit vier beziehungsweise sieben Tonnen Zugkraft und 48-Volt-Fahrmotoren in bewährter AC-Technologie. Derzeit werde nur noch am Fein-Tuning der Geräte gearbeitet, berichtet Andreas Krause, Technischer Direktor Werkstatt, Service, Garantie und Engineering bei Clark Europe. Eine Erweiterung des Produktprogramms von Clark stellen auch die neuen verbrennungsmotorischen Stapler mit der Typenbezeichnung C40-55s und Tragkräften von 4,0 bis 5,5 Tonnen dar (siehe logistik journal 5/2010).Kurz bevor steht die Markteinführung von neuen Modellen der Baureihe GEX. Bei den neuen Geräten handelt es sich um Elektrostapler mit drei Tonnen Tragkraft. Der GEX30s wird auf dem Chassis des GEX25 aufbauen und in seiner Klasse besonders kompakte Maße aufweisen. Zusätzlich wird Clark einen neuen GEX30L in sein Programm aufnehmen. Dieses Modell trägt die Nennlast von drei Tonnen selbst bei einem Lastschwerpunkt von 600 Millimeter, was das Handling auch längerer Lasten ermöglicht. Eine neues Geschäftsfeld will Clark zudem mit einem kompakten »Utility Vehicle« für den innerbetrieblichen Transport von Gütern und Waren aller Art betreten

www.clarkmheu.com.de



Daten & Fakten

Clark Europe mit Hauptsitz in Mülheim/Ruhr ist die Europazentrale des weltweit tätigen Flurförderzeug-Herstellers Clark.
Das Unternehmen mit dem traditionsreichen Namen hat seinen Ursprung in den USA und befindet sich heute in koreanischem Besitz (Young-An-Hat-Gruppe).
Im Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete Clark bei seinem globalen Geschäft mit Flurförderzeugen einen Umsatz von 580 Mio. Euro.

Ausgabe:
lj 01/2011
Unternehmen:
Bilder:

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