20. JANUAR 2018

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Die Euroscanner


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Kommissionieren - Wo besonders viele Artikel kommissioniert werden, müssen die Prozesse besonders effizient sein. Bei J. E. Schum in Würzburg fallen bis zu 20.000 Pickpositionen pro Tag an. Wer derlei Umfänge bewältigen will, braucht in-telligente Technik. J. E. Schum setzt auf leistungsfähige Lager-Handhelds von Casio.
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Ein beachtlicher Erfolg: J. E. Schum ist Europas größter Systemvermarkter von Ein-Euro-Artikeln. Die Euroshops, in denen die Artikel verkauft werden, finden sich überall in Deutschland. Das Kleinpreiskonzept in Kombination mit einer angenehmen Shoppingatmosphäre in den Läden lockt Kundschaft aus allen sozialen Schichten an. Dennoch macht die Warenbewegung im klassischen Sinn heute »nur« noch 40 Prozent des Geschäfts von J. E. Schum und seinen 1.600 Mitarbeitern aus. 60 Prozent des Umsatzes werden mit Dienstleistung, Service und Verkaufsförderung erwirtschaftet. Dennoch, mit 15.000 Artikeln sämtlicher Nonfood-Kategorien führt Schum ein umfassendes Warensortiment.

Fortwährende Modernisierung

Um die Verfügbarkeit der Artikel hoch und die Lieferzeiten kurz zu halten, investiert J. E. Schum fortwährend in seine Logistik. Bereits seit 2007 etwa verfügt das Zentrallager in Dettelbach bei Würzburg über ein vollautomatisches Hochregallager und modernste Lagertechnik auf mehr als 100.000 Quadratmetern Fläche. Im März wurden die bisher ausreichenden 120.000 Palettenstellplätze durch ein weiteres Hochregallager um 28.800 Plätze erweitert. Die Optimierung des überbetrieblichen Waren- und Informationsaustauschs ist ein zentrales Thema in den Bereichen IT und Logistik.

In Kooperation mit den Lieferanten wird stetig daran gearbeitet, die Kunden an der verbesserten Wertschöpfungskette teilhaben zu lassen. Als besonders effizient erwiesen sich Optimierungen der internen Abläufe und Lagerprozesse. Beispiel: die Einführung der beleglosen Kommissionierung mit modernen Handscannern im Herbst 2011. Primäre Ziele dabei waren die Verbesserung der Transparenz durch zeitnahe Verbuchung aller Lagerbewegungen und die Reduzierung von Fehlern bei Einlagerung und Kommissionierung. Zudem ging man davon aus, dass der Einsatz der modernen Technik zu einer messbaren Leistungssteigerung führen werde.

Mit Handhelds des Herstellers Casio wurden zunächst 50 Mitarbeiter des Zentrallagers Dettelbach ausgestattet. Sie kommissionieren etwa 50.000 Verpackungseinheiten mit Ein-Euro-Artikeln pro Tag, und zwar in durchschnittlich 10.000 Pick-Positionen. Wegen des gleichen Wertes der Artikel würde bei Verwechslungen zwar kein nennenswerter finanzieller Schaden entstehen, aber die angestrebte Vollständigkeit des Sortiments in den Filialen wäre beeinträchtigt. Bei der Kommissioniermethode, die vor dem jetzt praktizierten System angewandt wurde, war die Verwechslung von Artikeln leicht möglich, da die Waren anhand von Artikelnummern auf den Picklisten den gleich aussehenden Kartons an den Lagerplätzen entnommen wurden. Heute verzichtet man im Euroshop-Kommissionierbereich komplett auf Papierlisten.

Die Mitarbeiter werden über gut lesbare Angaben auf den Farbdisplays der Lager-Handhelds von Casio wegeoptimiert zu den einzelnen Entnahmepositionen geführt, wo sie zur Kontrolle den Barcode des Entnahmefachs scannen. Als Bestätigung dafür, dass es sich um das richtige Fach handelt, zeigt das Handheld anschließend die Menge des benötigten Artikels an. Nach dem Greifvorgang wird die entnommene Menge über die Tastatur des Handhelds bestätigt, wodurch die Online-Verbuchung im Lagerverwaltungssystem erfolgt und die nächste Pickposition angezeigt wird.

»Neben einer deutlichen Reduzierung der Fehlerrate profitieren wir von der wesentlich präziseren Bestandsführung, die durch die Umstellung auf Echtzeitverarbeitung erreicht wurde«, berichtet David Kaiser, Projektleiter Online-Kommissionierung bei Schum. »Hinzu kommt, dass Zeitverluste durch den Medienbruch Papier/EDV ebenso vermieden werden wie Übertragungsfehler bei der Übernahme und Übergabe von Daten durch den Menschen.« Nicht nur in den Kommissionierzonen von Schum, sondern auch in den Bereichen Wareneingang, Einlagerung, Nachschub und Versand wird mit Online-Kommunikation gearbeitet, sodass die Bestandsführung heute über das gesamte Lager hinweg höchste Aktualität aufweist.


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lj 02/2012
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