22. APRIL 2018

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Schulterschluss für freie Fahrt


Transportlogistik / Pilotprojekt

Sondertransporte. Mit »x-trans.eu« ist ein Portal zur Genehmigung von Sondertransporten zwischen Bayern und Österreich nun in Pilotbetrieb.

Antrags- und Genehmigungsprozesse sind für Unternehmen, z.B. für den Bereich des Großraum- und Schwerverkehrs, mitunter zeit- und kostenintensiv. Im E-Government-Projekt »x-trans.eu« entsteht eine zentrale Antragsplattform für grenzüberschreitende Großraum- und Schwertransporte.

Ziel ist, die aufwendige doppelte Antragstellung für Logistikunternehmen in den einzelnen Ländern überflüssig zu machen. Mit »x-trans.eu« soll die Grundlage für eine mögliche Anbindung weiterer nationaler Fachverfahren anderer EU-Länder entstehen – »ein Beitrag der Beteiligten zum E-Government-Aktionsplan 2011-2015 der EU«, sagt Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer und freut sich: »Finnland hat bereits Interesse angemeldet.« Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich begrüßte »x-trans.eu« bei der Freischaltung des Portals in München als einen weiteren Mosaikstein für weniger Bürokratie in Europa.

»Ich freue mich, dass wir einen weiteren Baustein zum Bürokratieabbau auf den Weg geschickt haben. Wir haben hierbei auch noch mal die gute Zusammenarbeit zwischen dem Bund und dem Freistaat Bayern unter Beweis gestellt. Ich wünsche mir, dass weitere solcher Projekte folgen, denn mit den Möglichkeiten der IT können wir Unternehmen noch stärker von Bürokratie und den dadurch entstehenden Kosten entlasten.«

Auch für Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist »x-trans.eu« ein wichtiger Meilenstein, um Genehmigungsverfahren zwischen Deutschland und Österreich zu beschleunigen und Synergieeffekte zu nutzen.

Herrmann verwies dabei auf die Planungen zur weiteren Datenzusammenführung: »Wir arbeiten daran, ab 2014 das E-Government-Verfahren VEMAGS direkt mit dem Statikrechenprogramm und der Bauwerksdatenbank der Bayerischen Straßenbauverwaltung zu verknüpfen. Genehmigungen und Fahrauflagen können dann digital erstellt werden.

Deutliche Vorteile

Zur weiteren Entlastung der Schwertransportfahrer, so Bayerns Innenminister, sei zudem denkbar, die Fahrauflagen über Navigationssysteme bereitzustellen: »Das führt letztlich auch zu einem schonenderen Umgang mit unserer Straßeninfrastruktur und unseren Brückenbauwerken.«

»Oberösterreich setzt als exportstarker, internationaler Standort auf effiziente Verwaltung und schnelle Verfahren. Das Projekt ›x-trans.eu‹ zeigt die Innovationskraft unserer Verwaltung und macht den gemeinsamen Wirtschaftsraum damit wettbewerbsfähiger«, freute sich Dr. Michael Strugl, Landesrat in der Oberösterreichischen Landesregierung, bei der Freischaltung des Pilotprojekts.

Erfahrene Projektpartner

In besonderer Weise profitieren vom Projekt »x-trans.eu« werden Transportunternehmen in grenzüberschreitenden Wirtschaftsräumen wie Niederbayern und Oberösterreich, in Regionen also, die aufgrund ihrer geografischen Lage besonders häufig Transporte in das jeweilige Nachbarland abwickeln.

Die technische Umsetzung des Pilotprojets »x-trans.eu« basiert auf einer intelligenten Anbindung der nationalen E-Government-Fachsysteme VEMAGS und SOTRA. Die Projektpartner »Software AG« und »]init[ AG für digitale Kommunikation« setzten die Lösung im Laufe der letzten Monate technisch um.

http://x-trans.eu


Daten & Fakten

x-trans.eu ist ein zentrales Portal zur Beantragung und Genehmigung von Sondertransporten zwischen Bayern und Österreich, das im Mai seinen Pilotbetrieb aufgenommen hat.

Die Implementierung erfolgte unter Anbindung nationaler Fachverfahren mit den Projektpartnern »Software AG« und »]init[ AG für digitale Kommunikation«, basierend auf dem P23R-Prinzip (Prozess-Daten-Beschleuniger).

Ausgabe:
lj 03/2013
Unternehmen:
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