22. APRIL 2018

zurück

kommentieren drucken  

»Toyota hat die Nase vorn«


Flurförderzeuge

Der Markt für Gabelstapler und Lagertechnikgeräte ist nicht nur vielfältig, sondern auch wettbewerbsintensiv. Bei allem Respekt vor den Wettbewerbern sieht Matthias Fischer von Weltmarktführer Toyota sein Haus weiter in der Pole Position. Gesprächspartner: Michael Weilacher
Mehrseitiger Artikel:
1 2 3 4 5  

Herr Fischer, wie geht’s voran für Sie als Chef der europäischen Staplersparte von Toyota? Inzwischen stehen Sie Toyota Material Handling Europe ja schon seit knapp zwei Jahren vor. Da gibt es doch sicher schon greifbare Ergebnisse.

Die gibt es, und darüber wollen wir ja auch sprechen. Zwei Dinge möchte ich dabei voranstellen. Erstens: Bei einem Unternehmen mit 8.300 Beschäftigten und einem Umsatz von 1,7 Milliarden Euro brauchen substanziellere Veränderungen Zeit, bis sie Wirkung zeigen. Zweitens: Ein japanisches Charakteristikum ist Gründlichkeit. Neue Ansätze werden intensiv diskutiert und durchdacht. Sind sie aber einmal akzeptiert, werden sie mit großer Konsequenz und Tatkraft umgesetzt. Und diese Vorgehensweise hat einen sehr gravierenden Vorteil: Sie minimiert das Risiko von Fehlentscheidungen. Der Erfolg unseres Hauses belegt diese These.

Und wie steht es um die Veränderungen selbst? Können Sie Beispiele nennen?

Ja, unsere strategische Ausrichtung zum Beispiel, die Klarheit innerhalb unserer Zielsetzungen. Eine klare Richtung vorzugeben, damit unsere Organisation weiß, in welche Richtung wir uns bewegen, hatte in der ersten Phase meiner Amtszeit bei Toyota Material Handling Europe eindeutig Priorität.

Und wie sieht sie aus, diese klare Richtung?

Alle unsere Kapazitäten, die fertigungstechnischen ebenso wie die vertriebsbezogenen, optimal zu nutzen. Keine Verschwendung zuzulassen. Und am Ende unser Wissen und unser Können in höhere Marktanteile umzuwandeln.

Aber Sie sind doch schon die Nummer eins unter den Flurförderzeug-Herstellern.

Ja, schon, aber eben nicht in Europa und nicht in Deutschland. In beiden Regionen, wie übrigens auch in anderen Märkten, lässt sich für uns noch viel hinzugewinnen.

An welche Marktanteile, HerrFischer, denken Sie denn fürEuropa beziehungsweise für Deutschland?

In Europa liegen wir heute knapp unter 20 Prozent diese Marke möchten wir übertreffen. Langfristig streben wir einen europäischen Marktanteil von 25 Prozent an. In Deutschland sind 15 Prozent möglich. In beiden Fällen müssen wir für die Erreichung unserer Ziele aber noch ein ordentliches Stück Wegstrecke zurücklegen. Ein Weg, der allen Beteiligten hohes Engagement abverlangt.

Engagement entsteht aus Motivation. In den meisten Fällen jedenfalls. Wie motiviert Toyota seine Mitarbeiter?

Wer zu uns kommt, bringt das nötige Engagement meist mit. Und wer bei uns ist, profitiert vom Toyota Way, bei dem eigenverantwortliches Handeln eine herausragende Rolle spielt. Toyota glaubt fest an die Mündigkeit und die Fähigkeitenseiner Mitarbeiter, fördert und unterstützt sie in vielerlei Hinsicht. Eine hohe Motivation des Einzelnen wie auch der Gruppe ist da schon fast eine zwangsläufige Folgeerscheinung und für beide, Mitarbeiter undUnternehmen, ganz sicher von Vorteil.


Mehrseitiger Artikel:
1 2 3 4 5  
Ausgabe:
lj 05/2013
Unternehmen:
Bilder:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Weltmarkt Flurförderzeuge

logistik journal: Weltmarkt Flurförderzeuge 2016

Video der Woche

 

ANZEIGE