19. JANUAR 2018

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»Einzig der Kundennutzen ist entscheidend«


Markt / Intralogistik

Unternehmen - Jungheinrich zählt zu den Speerspitzen in der Fortentwicklung intralogistischer Systeme. Doch nicht Technologieführerschaft treibt den Hersteller um, sondern einzig der Kundennutzen – Vorstandschef Hans-Georg Frey über Gegenwart und Zukunft seines Hauses. Gesprächspartner: Michael Weilacher
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Herr Frey, nach Ablauf des ersten Quartals 2014: Wie steht Jungheinrich da?

Wir stehen signifikant besser da als nach Ablauf des ersten Quartals 2013. Unsere Fabriken sind sehr gut ausgelastet, zum Teil 20, 30 Prozent stärker als im Vorjahr. Und der Auftragseingang ist weiterhin sehr ordentlich.

… wobei noch nicht mal berücksichtigt ist, dass die Cemat Ihrem Haus einen zusätzlichen Schub bescheren dürfte. Neben vielen anderen Neuheiten präsentieren Sie ja auch einen neuen Schubmaststapler.

Ja, die ETV/ETM-Baureihe für Lasten bis 2,5 Tonnen und Hubhöhen bis 13 Meter – eine besonders leistungsstarke und daher äußerst wirtschaftliche Geräteserie mit vielen innovativen Ausstattungsmerkmalen. Aber auch die vielen anderen Produkte, die wir auf der Cemat zeigen, werden das Interesse der Messebesucher auf sich ziehen. In diesem Jahr stellen wir 20 Innovationen vor.

Als da wären?

Unser Routenzugsystem etwa. Schlepper bietet Jungheinrich ja schon länger an. Jetzt aber haben wir auch die dazugehörigen Anhänger im Programm – inklusive einer eigenen Logistik-Prozess-Beratung. Der Routenzug als Komplettpaket ermöglicht die zeitgleiche Bearbeitung mehrerer Transportaufträge, verschlankt die Produktionsprozesse und garantiert damit eine hohe Versorgungssicherheit bei einer sehr guten Ressourcen-Auslastung. Unter anderem für die Automobilindustrie ist dies hoch interessant.

Interessant ist aber auch das erste Gerät, das Jungheinrich komplett in China entwickelt hat. Beim EJR handelt es sich um ein Juniorgerät mit Plattform zum Mitfahren oder Mitgehen. In Asien und dem Mittleren Osten wird der EJR ganz sicher auf großes Interesse stoßen. Ebenfalls auf der Cemat zeigen wir Geräte, die Jungheinrich in seinem Design-Center in Houston, Texas, entwickelt hat. So zum Beispiel den End-Rider, ein ECR-Gerät, das in erster Linie für den nordamerikanischen Markt konzipiert worden ist und dort von unserem strategischen US-Partner Mitsubishi Caterpillar vertrieben wird. Wie andere für einen speziellen Markt entwickelte Geräte eignet sich aber auch der End-Rider für den Einsatz in weiteren Regionen, in Asien etwa oder Australien.

Die meisten Geräte, die Jungheinrich anbietet, sind im State-of-the-Art-Segment angesiedelt, bieten Premiumqualität und Spitzentechnologie. Jetzt aber gibt es auch einen vergleichsweise einfachen Stapler mit Wandlertechnik und ohne aufwendige High-End-Features – der Beginn einer neuen Schlichtheit? Oder doch eher Teil einer noch stärkeren Konzentration von Jungheinrich auf die Bedürfnisse der Emerging Markets?

Lassen Sie es mich so sagen: Auch wenn die Ausstattung eines Geräts etwas frugaler ist, kann seine Leistung trotzdem Hightech sein. Die Frage ist doch, was bestimmte Kunden beziehungsweise Märkte brauchen, und was nicht. Niemand ist bereit, Geld für etwas auszugeben, was für seine Anwendungen verzichtbar ist. Daher reicht es in manchen Fällen, wenn der Hersteller sich auf die Grundfunktionen eines Staplers konzentriert. Unser neuer Wandler – was Leistungsvermögen und Wirtschaftlichkeit betrifft übrigens ein echter Jungheinrich – und der EJR aus China sind Beispiele dafür. Einfachheit bedeutet hier insbesondere Robustheit, Zuverlässigkeit, einfache Wartung.


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lj 03/2014
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