22. JANUAR 2018

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»Wir sind überall dort, wo der Kunde uns braucht«


Unternehmen / Viastore Systems

Intralogistik - Was muss Intralogistik jetzt und in Zukunft leisten? Und was müssen Anbieter von intralogistischen Produkten und Systemen bieten, um im Wettbewerb die Nase vorn zu haben? Viastore-Geschäftsführer Philipp Hahn-Woernle gibt Antworten. Gesprächspartner: Michael Weilacher
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Herr Hahn-Woernle, was treibt Ihr Haus, Viastore Systems, in diesen Tagen um?

Das Gleiche, was uns seit 40 Jahren umtreibt: Die intralogistischen Prozesse unserer Kunden zu verbessern.

Überall dort, wo Ihre Expertise gefragt ist?

Ja, wir sind überall dort tätig, wo unser Kunde uns braucht, und nehmen dabei kein Gebiet aus. Wenn unser Kunde sagt, ich brauche eure Unterstützung in Singapur, dann sind wir dazu in der Lage, auch wenn wir dort keine eigene Gesellschaft unterhalten. In solchen Fällen schaffen wir lokale Strukturen und nutzen unsere regionalen Netzwerke.

Und wenn das Lager dann steht in Südostasien, ist Viastore dann auch in der Lage, den von Ihrem Haus gewohnten Service in gewohnter Qualität zu leisten?

Auf jeden Fall. Exzellenter Service ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Geschäfts und für eine funktionierende Intralogistik unentbehrlich.

Sind Sie denn mit Blick auf neue Märkte eher auf Kunden fokussiert, die Sie aus Europa oder den USA gut kennen, oder ist es doch das Neugeschäft, das Sie in den für Viastore zu erschließenden Weltregionen reizt?

Beides. Einerseits beobachten wir natürlich, wohin sich unsere Bestandskunden bewegen, und setzen alles daran, sie auch in den für sie neuen Märkten zu unterstützen. Andererseits ist es selbstverständlich auch unser Ziel, in diesen Märkten neue Kunden zu gewinnen. Letzteres ist uns jetzt zum Beispiel in Brasilien gelungen. Dort hat uns der Betreiber des Flughafens Viracopos in Campinas, dem größten Luftfrachtzentrum Südamerikas, mit einem großen WMS-Projekt beauftragt, worauf wir bei Viastore alle sehr stolz sind.

Verglichen mit einem deutschen oder europäischen Viastore-Kunden: Macht es einen großen Unterschied, einen Maschinenbauer aus China mit effizient arbeitender Intralogistik auszustatten?

Im Grunde nicht. Wir reden mit dem Kunden, schauen uns seine Prozesse an, nehmen seine Anforderungen auf und denken darüber nach, wie die jeweilige Logistikaufgabe optimal gelöst werden kann. Von der Herangehensweise her gibt es da zwischen Europa und Asien keine Unterschiede. Natürlich gibt es regionale Besonderheiten, Bauvorschriften, Zollformalitäten und so weiter, da spielt auch die jeweilige Mentalität eine Rolle. Aber damit muss ein global agierendes Unternehmen umgehen können. Außerdem können wir ja auf die Landeskenntnis unserer örtlichen Teams zurückgreifen.

Apropos Bauvorschriften: Die sind nicht überall auf der Welt so, dass man ihnen trauen könnte – mit teils katastrophalen Folgen.

Ja, das ist so. Aber bloß, weil irgendwo auf der Welt beim Lagerbau statt eines Stahlträgers – überspitzt formuliert – auch ein Bambusstab verwendet werden darf, werden wir so was noch lange nicht einsetzen. Da folgen wir unseren sicherheitstechnischen und ethischen Grundsätzen, und zwar intern wie extern. Wenn es mit zu großen Risiken verbunden ist, in ein bestimmtes Land zu reisen, wie derzeit nach Israel, dann werden unsere Mitarbeiter diese Reise nicht antreten. Wenn wir etwa unser Viastore-Sommerfest haben, treffe ich auch die Familien unserer Mitarbeiter, die Partnerinnen und Partner, die Kinder. Dafür haben wir große Verantwortung. Projekt hin, Geschäft her.


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Ausgabe:
lj 04/2014
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