20. APRIL 2018

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Nicht immer macht’s die Länge


Hallenkran - Die Schreinerei eines Fertighausherstellers setzt einen Kran ein, der zwar ein Einzelstück ist, aber aus Standardkomponenten von Stahl besteht.

Moderne Industriehallen sind geräumig, hoch und aus Stahl. Wer beim Neubau den Kran schon mit einplant, dem kann unter Umständen ein Standardkran genügen. Andere Fertigungshallen sind weder neu noch für den Einsatz von Krananlagen konzipiert. Sollen hier nachträglich Krane eingebaut werden, ist meist eine Spezialkonstruktion notwendig. In der Schreinerei eines süddeutschen Fertighausherstellers fahren zwei neue Spezialkrane – trotz schwieriger Anforderungen: Die lichte Höhe unter den Dachbindern der Halle beträgt gerade einmal 4,20 Meter, die Wandelemente, die es zu heben gilt, sind bis zu 3,40 Meter hoch.

Um die Arbeitsabläufe in seiner Zimmerei zu verbessern, entschied sich der Fertighausbauer dazu, die Holzbauteile künftig flurfrei per Kran zu transportieren. »Schon beim ersten Treffen in der Halle war klar, dass die geringe Höhe zur Herausforderung wird«, sagt Projektingenieur Herbert Mirwald von Haslinger Metallbau + Krantechnik. »80 Zentimeter für Kran, Hebezeug, Haken und Anschlagmittel lassen sich mit einem Standardkran nicht realisieren.« Die Sonderlösung, die Herbert Mirwald speziell für die niedrige Produktionshalle konstruierte, besteht aus zwei Zweiträger-Sonderhängekranen in leichter Profilträgerbauweise.

Superkurze Sonderlösung
Hochgesetzte Kranbrücken und ein wiederum hochgesetzter Kettenzug ermöglichen die extrem kurze Bauhöhe von 57,8 cm – inklusive Sicherheitsabstand zum Kettenkasten. Der Kran erreicht eine Hubhöhe von 3,669 m und eine lichte Höhe bis zur Unterkante des Kettenkastens von 3,662 m – genug, um die 3,40 m hohen Wandelemente in der Luft drehen zu können. Möglich wurde das Projekt durch das technische Geschick der Haslinger-Konstrukteure und die passenden Standard-Krankomponenten von Stahl CraneSystems. Als Hebezeuge dienen kompakte Stahl-Standardkettenzüge der Serie ST 20. Jeder der Krane besitzt eine Tragfähigkeit von 1,25 Tonnen und ein Spurmittenmaß von 12 Metern.

Funkkran ohne Schleppkabel
Da der Kunde auch auf die Ästhetik großen Wert legte, führten die Experten von Haslinger die Krananlage als modernes Funk-kran-System aus. Die Stromzuführung erfolgt bei beiden Kranen über Schleifleitungen entlang der Kranbrücke – störende Schleppkabel gibt es hier nicht.

So ungewöhnlich war das Projekt für Kranbauer Haslinger gar nicht. Das 1951 gegründete Unternehmen ist seit 2009 zertifizierter Partner von Stahl CraneSystems und hat sich in den letzten Jahren einen hervorragenden Ruf in der Branche erarbeitet. Es zählt inzwischen zu den gefragten Kranbauern Deutschlands. In der Kranfertigung in Niederbayern entstehen Standard- und Spezialkrane vor allem für den deutschen Markt.

Stahl CraneSystems selbst unterstützt mit seinem großen Produktsortiment und seinen individuell produzierten Engineeringlösungen Kranbauer bei ihren anspruchsvollen Projekten. Besonders qualifizierte Unternehmen wie Haslinger werden als zertifizierte Kranbaupartner intensiv betreut. Durch den modularen Aufbau der Hebezeuge und Krankomponenten und die hohe Fertigungstiefe im eigenen Werk in Künzelsau lassen sich Krananlagen mit Stahl-CraneSystems-Komponenten sehr exakt auf die jeweiligen Anforderungen anpassen.

Ausgabe:
lj 05/2014
Unternehmen:
Bilder:
Foto: Stahl Crane Systems

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