20. APRIL 2018

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Diese Last ist eine Lust


Technik / Transportlogistik

Güterverkehr - Wein, besonders ein edler Tropfen, ist keine Ware wie jede andere. Vom Logistikpartner wird ein »besonderes Händchen« gefordert mit Blick auf die zu erfüllenden Kriterien. Hermes Transport Logistics vereint dabei seine weinlogistische Expertise in einem speziell auf die Branche zugeschnittenen Logistikpaket.
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Dieses Komplettpaket kommt den Weinproduzenten entgegen: Damit sich diese ganz auf den Anbau, die Vinifizierung und die Vermarktung konzentrieren können, bietet Hermes Transport Logistics (HTL) ihnen aus einer Hand individuelle und umfassende Wein-Logistik-Konzepte an. Wesentliche Dienstleistungen sind unter anderem: Die Verschiffung in Flaschen, Flexitanks und Tankcontainern, die gesamte zolltechnische Abwicklung einschließlich des Frachtpapiers Vinum Importum 1 (VI1) und die sichere und direkte Auslieferung in PTZ-zertifizierten Weinkartonagen bis zum Endverbraucher. Besonders Weinerzeuger in Übersee-Anbaugebieten profitieren davon, dass HTL ihren Wein unter Einhaltung höchster Qualitätsstandards individuell transportierten kann. »Für die gesamte Lieferkette ist Transportqualität ein entscheidender Faktor«, bestätigt Michael Landrock. Er betreibt das Internet-Portal cru.de sowie ein Wein-Outlet in Viernheim, ist ausgewiesener Weinkenner sowie studierter Logistik-Experte mit langjähriger Erfahrung in der Wein- und Getränkelogistik. »Wein ist ein sensibles Gut, dem Wärme, Frost, hohe Temperaturunterschiede, häufige Erschütterungen oder direktes Sonnenlicht Stress verursachen und so die Qualität mindern können. Die sensorische Beeinträchtigung eines Weins, verbunden mit dem Vergleich der Analysewerte beim Erzeuger und bei der Ankunft im Zielland, erlaubt grundsätzliche Rückschlüsse auf einen unsachgemäßen Transport.«

Qualität beginnt bei der Produktion

»In vino veritas« – im Wein liegt die Wahrheit – wussten schon die alten Römer. Geändert hat sich daran bis heute nichts, außer vielleicht, dass es in vielen Ländern viele »Wein-Wahrheiten« gibt. »Lokales Partner-Know-how in den Produktions- und Beschaffungsmärkten ist beim Produkt Wein unabdingbar«, sagt Stephan Schiller, Geschäftsführer HTL. »Wir arbeiten daher in den Erzeugerländern nur mit Partnern zusammen, die sich komplett mit der Produktions- und Handelsware Wein auskennen.« Wie wichtig der richtige Wein-Experte vor Ort ist, bestätigt Michael Landrock: »Fast jedes Land hat ein eigenes Weingesetz, das für Außenstehende beliebig diffizil und mit mannigfaltigen Stolpersteinen versehen sein kann. In Südafrika beispielsweise sind Dritt- und Viertweine auf dem Markt, die wegen eines zu hohen Schwefelgehalts in Deutschland gar nicht verkehrsfähig sind.« Auch muss man wissen, dass beispielsweise bei der Verladung von Tanktainern besondere Hygiene-Vorschriften zu beachten sind. »All dies ist unseren lokalen Partnern bekannt, und sie achten frühzeitig darauf«, erklärt Schiller. »Dadurch lässt sich ausschließen, dass komplette Ladungen vom Empfänger aufgrund eines unsachgemäßen Handlings abgelehnt werden.«

Der Prozess der Wein-Logistik beginnt noch vor dem ersten Transport mit einer sensorischen Probe auf dem Weingut und der biologisch-chemischen Analyse. »Hierbei werden unter anderem der Schwefelgehalt, die Säure und der Restzucker ermittelt, die den Wein bestimmen und identifizieren. Es soll ja der Wein geliefert werden, der auch ausgesucht wurde, und der Vergleich mit den Analysewerten im Zielland sorgt dann für Gewissheit«, erläutert Michael Landrock. »Diese Informationen werden auch in das VI1 übernommen, das als EU-Begleitdokument der Warensendung mitgegeben wird.«

Am besten unterhalb der Wasserlinie

»Das Logistikpaket, das wir unseren Kunden anbieten, kann so zusammengestellt werden, dass es die spezifischen Transportbedingungen für Flaschen- und für Containerweine auch wirtschaftlich effizient berücksichtigt«, sagt Stephan Schiller. Bei Wein als loser Ware handelt es oft um Qualitäten geringer Preiseingangsstufen zwischen einem bis drei Euro. Diese Versandart spart dem Erzeuger die Kosten der Abfüllung und Etikettierung. Die Tanktainer, in denen der Wein verschifft wird, sind gekühlt und können auf dem Schiff gestapelt werden. »Hier sind die Frachtraten am geringsten, sodass der Transport die Marge des Importeurs oder Händlers zum späteren Verkaufspreis nicht über Gebühr strapaziert«, so Landrock. »Die Container, in denen der in Kartons verpackte, in der Regel deutlich hochwertigere Flaschenwein verschifft wird, sind nicht gekühlt. Dies muss ein Logistikdienstleister natürlich berücksichtigen und mit dem Reeder die Verladung der Container in den Schiffsbauch unterhalb der Wasserlinie vereinbaren.«


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Ausgabe:
lj 01/2015
Unternehmen:
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Hermes Transport Logistics
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