20. JANUAR 2018

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Sicherheit im Ex-Bereich


Technik - Kransysteme

Hebetechnik - SMI Tech baut mit Hilfe von Stahl Crane Systems einen explosionsgeschützten Kran mit zwei im Tandembetrieb steuerbaren Elektroseilzügen sowie mit Funksteuerung nach den neuen Krannormen DIN EN 13001 und DIN EN 15011.
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Krananlagen für den explosionsgefährdeten Bereich zu konstruieren ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Für eine neue Mess- und Regelstation benötigte der Fernleitungsnetzbetreiber Gasunie einen explosionsgeschützten Spezialkran mit zwei im Tandembetrieb steuerbaren Elektroseil-zügen. Die Anlage sollte per Funk bedienbar und nach den neuesten Krannormen DIN EN 13001 und DIN EN 15011 ausgelegt sein. Das Kranbauunternehmen SMI Tech aus Hannover stellte sich der Herausforderung. Unterstützung kam von Stahl, Marktführer für explosionsgeschützte Hebezeuge und Krankomponenten. Die Gasunie ist ein niederländisches Gas-Transportunternehmen. Ihre Tochterfirma »Gasunie Deutschland« bildet mit ihrem 3.600 Kilometer langen Netz einen wesentlichen Baustein in der Gasdrehscheibe zwischen Norddeutschland und Nordeuropa. Entlang der Pipelines unterhält das Unternehmen Verdichterstationen in Abständen von 120 bis 150 Kilometer. Herzstück dieses Netzes ist die Station in Embsen bei Bremen, der wegen ihrer zentralen Lage besondere Bedeutung zukommt. Hierüber soll Erdgas, das durch die Ostsee-Pipeline North Stream und die neue Nordeuropäische Erdgasleitung NEL nach Norddeutschland gelangt, in das Netz von Gasunie geleitet werden.

Krantechnik für Ex-Bereich

Noch gibt es hier kein explosives Gas. Auf der Baustelle der Mess- und Regelstation bei Bremen gelten trotzdem schon strenge Sicherheitsvorschriften. Niemand arbeitet hier ohne ausführliche Sicherheitsbelehrungen, Schutzausrüstung und flammenhemmende Kleidung. In wenigen Wochen werden hier die ersten Tests mit Erdgas gefahren, bevor Ende des Jahres die Station in Betrieb geht. Ist erst einmal Gas in den Leitungen, gilt für diesen Bereich die Explosionsschutz-Zone 1. Das betrifft auch die Krantechnik, mit deren Hilfe die Mess- und Regelanlagen installiert und später gewartet werden. In der Krantechnik gibt es sowohl elektrische als auch nicht elektrische Teile, die in einer explosiblen Umgebung eine Explosion auslösen können. Darum produziert Stahl Crane Systems Betriebsgeräte, die speziell für den Einsatz in gas- oder staubexplosionsgefährdeten Bereichen ausgelegt sind. Sämtliche Hebezeuge und Krankomponenten kommen konsequent aus der eigenen Fertigung im süddeutschen Künzelsau. Sie entsprechen den neuesten europäischen (ATEX) und internationalen (IECEx) Bau- und Sicherheitsvorschriften für explosionsgefährdete Bereiche. Als führender Hersteller explosionsgeschützter Hebezeuge und Krankomponenten war Stahl Crane Systems der passende Lieferant für Gasunie.

Konzipiert, hergestellt und montiert wurde die Krananlage von der SMI Tech GmbH aus Hannover, die auch für die Bemessung der Kranbahnen und die Lieferung und Montage weiterer explosionsgeschützter Handhebezeuge mit Kurvenbahnen verantwortlich war. Der Kranbau-Partner von Stahl Crane Systems konnte bei dem Projekt seine Kompetenz für betriebsfertige Anlagen im Ex-Bereich wieder unter Beweis stellen.


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Ausgabe:
lj 02/2015
Unternehmen:
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Stahl Crane Systems
Stahl Crane Systems
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