21. FEBRUAR 2018

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ZF übernimmt Standorte von Bosch


Die ZF Friedrichshafen AG übernimmt das Großgetriebegeschäft der Bosch Rexroth AG mit über 1.200 Mitarbeitern. Für ZF bedeutet die Akquisition den Einstieg ins Geschäft mit Industriegetrieben, die etwa in Ölbohrplattformen, Minenfahrzeugen, Tunnelbohrmaschinen oder Seilbahnen im Einsatz sind. Außerdem stärkt der Technologiekonzern sein Windgetriebegeschäft.

Die Übernahmeverträge wurden bereits unterzeichnet. Die Akquisition steht noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen. „Unser Non-Automotive-Segment zu stärken, ist ein wichtiges Ziel unserer langfristigen Unternehmensstrategie“, sagt der ZF-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer, über die Transaktion.

„Mit dem Erwerb der Industrie- und Windgetriebesparte der Bosch Rexroth AG ergänzen wir unser Industrietechnik-Portfolio ausgezeichnet und erschließen uns neue Kundenkreise.“ Das Großgetriebegeschäft von Bosch Rexroth erwirtschaftete 2014 rund 300 Millionen Euro Umsatz. ZF erzielte im vergangenen Jahr in der Industrietechnik, in der das Unternehmen seine Off-road-Aktivitäten bündelt, etwa zwölf Prozent seines Konzernumsatzes. Dieser Anteil soll langfristig steigen.

ZF übernimmt die beiden Produktionsstandorte der Bosch Rexroth AG in Witten (Nordrhein-Westfalen/Deutschland) mit knapp 900 Mitarbeitern und in Peking (China) mit gut 300 Mitarbeitern, außerdem den Service-Standort in Lake Zurich (USA) mit rund 15 Mitarbeitern, insgesamt also über 1.200 Mitarbeiter. Im Leitwerk Witten sind neben der Produktion auch Verwaltung, Entwicklung und Vertrieb der Großgetriebetechnik (Industrie- und Windgetriebe) angesiedelt, in Peking fertigt Bosch Rexroth ausschließlich Windkraftgetriebe. An beiden Standorten wie auch in Lake Zurich bietet das Unternehmen seinen Kunden Servicedienstleistungen an.

„Wir sind überzeugt, dass unsere Großgetriebesparte von der ZF-Getriebeexpertise profitieren wird und im Umfeld der neu entstehenden Einheit bei ZF ihre Wachstumschancen optimal nutzen kann “, sagt der Vorstandsvorsitzende von Bosch Rexroth, Karl Tragl. Bosch Rexroth habe das Geschäft in den vergangenen Jahren erfolgreich weiterentwickelt. „Mit der Entwicklung der neuen Windgetriebe für den Schwachwindbereich haben wir unsere Produktpalette gezielt erweitert“, so Tragl. Bosch Rexroth werde sich künftig verstärkt auf das Kerngeschäft der industriellen und mobilen Anwendungen konzentrieren.

„Wir freuen uns auf eine erfahrene Belegschaft mit über 30 Jahren Entwicklungs- und Produktions-Know-how für Windgetriebe und sogar über einem halben Jahrhundert entsprechender Expertise bei Industriegetrieben“, erklärt Wilhelm Rehm, im ZF-Vorstand zuständig für Materialwirtschaft und Industrietechnik. „Dem tragen wir Rechnung, indem wir Witten zum Sitz unseres neuen Geschäftsfelds Industrieantriebe machen.“

Über den Kaufpreis haben die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörden.

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