20. APRIL 2018

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»Wir haben das Know-how, das Konzept und die Lösung«


Technik / Brandschutz

Systemlösungen - Ein kleiner Schwelbrand kann zur großen Bedrohung werden. Systeme von Wagner sorgen dafür, dass es so weit nicht kommen kann. Mit einem Mix aus Branderkennung, Brandbekämpfung und Brandvermeidung können Wagner-Kunden zum Beispiel Rechenzentren und Lagerhallen zuverlässig vor Feuer schützen. Und dafür braucht es nicht mal Wasser. Ein Gespräch mit Geschäftsführer Torsten Wagner. Gesprächspartner: Michael Weilacher
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Diese Frage, Herr Wagner, muss einfach gestellt werden: Hat es bei Ihnen schon mal gebrannt?

Ja, hat es.

Erstaunlich, immerhin ist Ihr Haus auf Brandschutz spezialisiert, unter anderem mit »OxyReduct«, einem System, das der Raumluft Sauerstoff entzieht.

Stimmt, wir sind Brandschützer. Aber auch bei Brandschützern kann es mal glimmen. Allerdings hat unser Sicherheitssystem sofort gegriffen – wir detektieren Feuer sehr schnell. Trotzdem, hundertprozentig verhindern können wir eine Brandentstehung – oft ist ja ein technischer Defekt die Ursache – nicht. Was den Brand bei uns im Haus betrifft: Ich dachte zuerst, es handele sich um eine Übung. Aber dann haben wir doch Brandgeruch wahrgenommen und das Gebäude evakuiert. Eine Lampe hatte angefangen zu schmoren, was die Sicherheitsautomaten aktivierte. Nachdem dann noch die Leitungsschutzschalter ausgelöst wurden, war auch der Brand so gut wie gestoppt. Aber selbst wenn die Schalter nicht reagiert hätten, wäre die Feuerwehr immer noch rechtzeitig vor Ort gewesen, um einen wirklichen Brand zu verhindern.

Sie sagten, Herr Wagner, Sie hätten bei dem Vorfall in Ihrem Betrieb Brandgeruch wahrgenommen. Ist die menschliche Nase verlässlicher als ausgeklügelte Systeme? Oder anders gefragt: Wer nimmt Brandgeruch eher wahr, ein technisches System oder doch immer noch der Mensch?

Der Mensch, definitiv. Das Sinnesorgan des Menschen ist deutlich besser ausgeprägt als technische Systeme.

Wozu dann die Technik?

Weil der Mensch nicht überall sein kann und seine Wahrnehmung oftmals eingeschränkt ist. Da braucht es schon Brandschutzsysteme. Am geläufigsten sind noch jene Brandmelder, wie man sie aus Büroräumen kennt, ganz normale Punktmelder eben. Diese passiven Melder allerdings brauchen schon eine bestimmte Menge Rauch, damit sie Alarm auslösen. Anders sieht die Sache zum Beispiel in einem Hochregallager aus. Ein punktförmiger Brandmelder hat da kaum eine Chance. Wenn es sich allerdings bei den zu schützenden Objekten um Hochregallager handelt oder um EDV-Bereiche, wo ich auf eine starke Klimatisierung treffe und den technischen Defekt sofort bemerken muss – etwa ein Kabelschmorbrand nach einem Kurzschluss –, dann kann ich den Brand prinzipiell löschen, indem ich die Energie wegnehme.
An dieser Stelle eine Zahl: Wir bieten Produkte an, die bis zu zweitausendmal sensibler sind als punktförmige Melder. In dem brandgefährdeten Raum bemerkt der Mensch nichts Auffälliges, während unsere Meldertechnik bereits geringste Mengen detektieren kann.

Apropos Alarm: Sind Sie alarmiert, wenn Sie auf Fremdprodukte stoßen, die mit den Produkten von Wagner vergleichbar sind?

Nein, so lange sie nicht besser sind als unsere. Dazu muss man wissen, dass unser Haus fast immer linear gewachsen ist, unsere Entwicklung also einen sehr gleichmäßigen Verlauf genommen hat. Überhaupt sind wir darauf ausgerichtet, organisch beziehungsweise aus eigener Kraft zu wachsen und dafür die entsprechenden Produkte zu entwickeln. Stetiges, kontinuierliches Wachstum, das ist unser Ziel.


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Ausgabe:
lj 03/2015
Unternehmen:
Bilder:
Heiko Preller

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