18. JANUAR 2018

zurück

kommentieren drucken  

Viel Automatik von Linde


Markt / Robotikgeräte

Robotikgeräte - Statt herkömmlicher Transportsysteme ohne Fahrer bringt Linde Material Handling jetzt neue Robotikgeräte an den Start. Strategischer Partner dabei ist der französische Robotikspezialist Baylo.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

Dass Fahrerlose Transportsysteme wieder mehr in den Fokus rücken, hat man auch bei Linde Material Handling (Linde MH) erkannt, und so haben die Aschaffenburger nach einem Partner gesucht, mit dem sie diese Marktanforderung auf breiter Basis umsetzen können. Wie die Häuser verlauten ließen, möchte Linde MH mit der strategischen Partnerschaft künftig die Aktivtäten auf dem Gebiet der robotergesteuerten Flurförderzeuge verstärken, und der französische Robotik-Spezialist Baylo will die Marktdurchdringung seiner Technologie deutlich erhöhen. Erste »Robotikfahrzeuge« aus gemeinsamer Feder sind der automatisierte Hochhubwagen Linde L-Matic L HP und der automatisierte Schlepper Linde P-Matic.

Neue Geräte in Planung

Der Flurförderzeugspezialist plant, unter dem Dach von »Linde Robotics« im nächsten Jahr weitere automatisierte Modelle »driven by Balyo« auf den Markt zu bringen. Das heißt: Auf die Hochhubwagen und Schlepper sollen bald Niederhubwagen, Hochhubwagen mit höherer Tragfähigkeit sowie Gegengewichtshochhubwagen, Schubmaststapler und Schmalganggeräte folgen. In ersten Einsätzen bei Kunden aus der Chemie- und Automobilindustrie, so die Aschaffenburger, habe sich die Linde-Matic-Baureihe bereits erfolgreich bewährt.

Basis für die automatisierten Geräte ist das jeweilige Linde-Standardgerät mit wartungsfreiem 3-Kilowatt-Drehstrom-Fahrmotor, automatisch einfallenden Bremsen an Steigungen, seitlichem Batteriewechsel und einfachem Servicezugang sowie mit Zusatzoptionen wie dem Linde BlueSpot. Die Linde-Matic-Versionen verfügen zudem über Navigationslaser, Sicherheitsscanner vorn und hinten, 3D-Kamera oder Sicherheitslaser, Computereinheit mit 7-Zoll-LCD-Bildschirm sowie visuellen und akustischen Warneinrichtungen plus einem Notausschalter an beiden Seiten.

Der automatisierte Hochhubwagen Linde L-Matic L HP weist eine Tragfähigkeit von 1,2 Tonnen auf und beschleunigt auf maximal 1,6 m/s (mit und ohne Last). Der Schlepper Linde P-Matic zieht eine Anhängelast von 5 Tonnen. Seine maximale Fahrgeschwindigkeit liegt bei 2 m/s.

Wirtschaftliche Lösung

Im Gegensatz zu traditionellen Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) oder automatisierten Geräten mit Laser-Reflektoren kommen die Linde-Robotikgeräte ohne Infrastruktur aus. Sie orientieren sich vielmehr an vorhandenen Strukturen wie Wänden, Regalen oder Säulen. Diese Lösung, so Linde, sei wirtschaftlicher, einfacher zu installieren und ließe sich leicht an Änderungen der Umgebung anpassen.

Gleichzeitig sollen sich die Fahrzeuge unkompliziert in bestehende Flotten oder Lagerlayouts einfügen lassen und einen schrittweisen Ausbau erlauben. Die Fahrzeuge sind für verschiedenste Lager- und Transportanwendungen konzipiert und lassen sich mit Warehouse-Management- und ERP-Systemen verknüpfen. Das moderne Sicherheitssystem garantiert nicht nur eine leichte Bedienung, sondern sorgt auch dafür, dass das Fahrzeug automatisch wieder anfahren kann, nachdem ein zuvor in Echtzeit erkanntes Hindernis aus dem Weg geräumt worden und die Fahrroute wieder frei ist. Somit können die Geräte zusammen mit Personen oder anderen Fahrzeugen in derselben Umgebung arbeiten. Die Flurförderzeuge entsprechen damit den Bestrebungen der Industrie 4.0, in der sich Maschinen weitgehend selbst organisieren und miteinander kommunizieren sollen.


Mehrseitiger Artikel:
1 2  
Ausgabe:
lj 03/2015
Unternehmen:
Bilder:
sb/Linde MH

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Weltmarkt Flurförderzeuge

logistik journal: Weltmarkt Flurförderzeuge 2016

Video der Woche

 

ANZEIGE