18. JANUAR 2018

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Beumer fördert Ökologie: Abfall rein, Energie raus


Unternehmen / Beumer Group

Fördersysteme - Um in ihrem Reststoff-Heizkraftwerk Haushalts- und Industrieabfälle sowie Klärschlamm von der Aufbereitungsanlage zum Kraftwerk zu befördern, setzt die Linz AG auf einen Pipe Conveyor der Beumer Group.
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In der Industriezeile des Linzer Hafens direkt an der Donau ist seit 2011 das neue Reststoff-Heizkraftwerk der Linz AG in Betrieb. Es ergänzt dort das Biomasse-Kraftwerk sowie den Fernwärmespeicher. Das Unternehmen erzeugt in dem Werk Fernwärme und elektrische Energie für seine Netze. Der Energieversorger hat damit nun die gesamte Abfallentsorgung in einer Hand – von der Sammlung bis zur umweltfreundlichen Verwertung. »Wir können eine viel höhere Versorgungssicherheit in unserem Fernwärmenetz sicherstellen sowie eine ordnungsgemäße Abfallentsorgung«, freut sich Dipl.-Ing. Erich Ehrentraut, Leiter Abfallwirtschaft der Linz Service GmbH. Um im Reststoff-Heizkraftwerk Haushalts- und Industrieabfälle sowie Klärschlamm von der Aufbereitungsanlage zum Kraftwerk zu befördern, setzt das Unternehmen auf einen Pipe Conveyor der Beumer Group. Dieser ist nicht nur äußerst energieeffizient. Durch seine geschlossene Form kann das Fördersystem die Abfallprodukte auch über öffentliche Einrichtungen transportieren, ohne dass dies Auswirkungen auf die Umgebung hat: Es entstehen keine Materialverluste, es werden keine unangenehme Gerüche frei, die Umgebung bleibt sauber. Mit seiner dreidimensionalen Kurvengängigkeit lässt der Pipe Conveyor sich zudem ideal an die Streckenführung anpassen.

Besonders wirtschaftlich

Energiegewinnung aus Müll- und Reststoffverbrennung ist besonders wirtschaftlich. Die entstehende Wärme wird zum Beispiel zur Stromerzeugung in Dampfturbinenprozessen verwendet. Rund 150.000 Tonnen Haus-, Gewerbe- und Industrieabfälle im Jahr transportieren Lkw, Schiffe und Bahnen zu der Reststoffaufbereitungsanlage, die sich auf einem Nachbargrundstück am Tankhafen befindet. Dazu kommen etwa 50.000 Tonnen entwässerter Klärschlamm, der in einer Kläranlage im etwa 13 Kilometer entfernten Asten aufbereitet wird. Dieser und das ebenfalls aus Asten stammende Rechengut aus der Abwasser-Vorreinigung werden direkt zum Kraftwerk geliefert. Die hocheffiziente Reststoffaufbereitungsanlage sortiert und zerkleinert den Abfall, Eisen- und Nichteisenmetalle sowie Störstoffe werden getrennt. Im Brennstoffbunker mit einer Kapazität von rund 3.000 Tonnen landen letztlich Stücke mit einer Maximalgröße von gerade einmal 80 Millimetern.

»Die Reststoffaufbereitungsanlage und das Heizkraftwerk sind einige Hundert Meter voneinander entfernt«, beschreibt Ehrentraut. Zudem liegt auf dieser Strecke unter anderem eine öffentliche Straße. »Wir mussten bei der Planung eine unbedingt sichere Verbindung für den Materialtransport garantieren«, berichtet er. Denn es durften keinerlei Abfälle, auch nicht in geringsten Mengen, zu Boden fallen. Außerdem sollte der Geruch der Abfälle die Menschen in der Nachbarschaft nicht belasten. Die Verantwortlichen der Linz AG evaluierten mehrere Lösungen für den Schüttguttransport. Schließlich entschieden sie sich für einen Pipe Conveyor der Beumer Group. »Diese wirtschaftliche Anlage überzeugte uns«, berichtet Ehrentraut. Die Beumer Group ist ein international tätiger Systemanbieter innovativer Intralogistik. Um Unternehmen weltweit mit Komplettlösungen stets optimal zu unterstützen, hat die Gruppe ihre vielfältigen Kompetenzen in den unterschiedlichen Branchen gebündelt und verschiedene Centers of Competence geschaffen. Dazu gehört zum Beispiel das Geschäftsfeld Pipe Conveyor. Diese weltweit zuständigen Zentralen kümmern sich um den Vertrieb und das Projektmanagement. Sie sammeln und bereiten das Know-how der einzelnen Landesgesellschaften auf und geben es gezielt an die weltweit verteilten Fachleute der Unternehmensgruppe in den jeweiligen Bereichen weiter.


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lj 04/2015
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