17. JANUAR 2018

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»Linde fährt flott Richtung Zukunft«


Klartext / Christophe Lautray, Linde Material Handling

Material Handling - Die Innovationsdichte bei Gabelstaplern und Lagertechnikgeräten im Pre-miumsegment ist hoch. Grund genug für Christophe Lautray, Chief Sales Officer von Linde, stets mit Neuheiten am Start zu sein, die dem Kunden einen echten Mehrwert bieten. Interview: Michael Weilacher
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Monsieur Lautray, wie ist die Lage? Wie geht es Linde Material Handling in diesem Herbst?

Die Lage ist gut, der Markt zufriedenstellend, besonders in Europa. Wir sind überproportional gewachsen, haben Marktanteile hinzugewonnen und sind damit sogar noch besser unterwegs als im vergangenen Jahr. Speziell in Europa sind wir sehr zufrieden. In Russland, China und Brasilien sind die makroökonomischen Gegebenheiten momentan weniger günstig. Trotzdem ist es uns auch in diesen Märkten gelungen, unsere Position auszubauen. In Summe sind wir zufrieden. Unsere Kunden schätzen unsere Produkte und unseren Service.

In welchen Segmenten, Herr Lautray, haben Sie zugelegt? Eher bei den verbrennungsmotorischen Geräten? Oder doch mehr bei Elektrostaplern oder Lagertechnikgeräten?

Wir legen in allen Segmenten zu; die Nachfrage nach unseren Geräten ist insgesamt hoch, aber natürlich unterschiedlich je nach Kontinent oder Land. In Europa erweist sich der Markt für Lagertechnikgeräte als besonders dynamisch. Knapp zwei Drittel des europäischen Marktes entfallen inzwischen auf dieses Segment, Tendenz: weiter steigend. Ebenfalls sehr erfreulich mit Blick auf den europäischen Markt: Spanien und Italien befinden sich wieder in einer wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung.

Brasilien dagegen, mitten in einer tiefen Rezession, dürfte Ihnen weniger Freude bereiten.

Ja, das ist richtig. Allerdings ist Brasilien ein vergleichsweise überschaubarer Markt. Die konjunkturelle Schwäche in Brasilien wirkt sich also nicht so stark auf die Gesamtverkäufe von Linde Material Handling aus, zumal die Lage in Chile stabil ist und es Argentinien wieder besser geht. Wachstumspotenzial gibt es auch in Kolumbien.

Südamerika, Herr Lautray, ist ja nur eine der Regionen, in denen Linde Material Handling sich engagiert. Im Grunde ist Ihr Haus ja global unterwegs. Und global gesehen werden viele unterschiedliche Produkte nachgefragt. Hilft Ihnen bei der Konfiguration der Fahrzeuge die Plattform-Strategie, die Sie vor ein paar Jahren bei Fenwick (die Linde-Marke im französischen Markt; Anmerkung der Redaktion) in Châtelle-rault vorgestellt haben?

Ja, das ist so. Auch wenn wir Geräte für außereuropäische Märkte und deren jeweiligen Bedarf konzipieren, für China etwa oder für Südamerika, hilft die Plattform-Strategie beziehungsweise der modulare Aufbau unserer Gabelstapler und Lagertechnikgeräte ganz erheblich. Besonders, wenn man die weiter wachsende Variantenvielfalt unserer Geräte betrachtet. Allein im Bereich Lagertechnik zum Beispiel haben wir zurzeit zehn, zwölf Baureihen im Programm, die die Basis bilden für eine Vielzahl von weiteren Baureihen und Versionen. Diese große Zahl an Varianten in einem zügigen Prozess zu bauen, wäre ohne Modulstrategie kaum möglich.

Wie hoch, Herr Lautray, ist denn der Grad der Individualisierung Ihrer Geräte?

Linde Material Handling spricht in diesem Zusammenhang von kundenspezifischen Lösungen oder Customized Options. Was kundenspezifische Lösungen angeht, gelten wir in der Branche als klarer Vorreiter. Es gibt praktisch keine Kundenanforderung, die wir nicht erfüllen können. Der Anteil der Geräte, die nach speziellen Kundenwünschen konfiguriert werden, liegt mittlerweile – je nach Modell – zwischen 25 und 50 Prozent und ist damit deutlich gewachsen. Und zwar bei Lagertechnikgeräten und Gegengewichtstaplern gleichermaßen. Oft geht es dabei um Konnektivität, also die Vernetzung unterschiedlicher Fahrzeuge oder Systeme miteinander, aber auch um besondere Ladungsaufnahmen oder Sicherheitssysteme.


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lj 05/2015
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