19. JANUAR 2018

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»Still macht einen großen Schritt nach vorn«


Klartext / Thomas A. Fischer, Still

Gabelstapler und Lagertechnik - Wo steht Still? Und wohin bewegt sich der große Traditionshersteller mit Hauptsitz in Hamburg? Thomas A. Fischer, Geschäftsführer Vertrieb, Marketing & Service, kennt die Antworten und gibt Einblick in die Pläne seines Unternehmens und in seine Einschätzung des Markts. Interview: Michael Weilacher
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Herr Fischer, wenn Sie auf die Märkte für Gabelstapler und Lagertechnikgeräte blicken, welche Regionen bereiten Ihnen dann besonders viel Freude?

Die Umsätze von Still sind mit knapp acht Prozent im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr überproportional gestiegen. Insbesondere in unserem Kernmarkt, also in Europa, sind wir erfolgreich. Aber auch in unserem erweiterten Kernmarkt EMEA (Europe, Middle East, Africa; Anmerkung der Redaktion) stimmen die Zahlen. Die Türkei etwa ist für uns zu einem wesentlichen Wachstumsmarkt geworden. Auch Afrika entwickelt sich erfreulich. In Südafrika etwa sind wir mit unserem Händler regelrecht durchgestartet. Überhaupt sind unsere Auftragsbücher gut gefüllt.

Für Brasilien respektive Südamerika dürfte das kaum gelten.

Stimmt, aber dieses Problem trifft alle Hersteller, die ihre Produkte in dieser Weltregion anbieten. Da macht Still keine Ausnahme. Dieser Markt bleibt volatil. Die tiefe Rezession in Brasilien macht sich in den dortigen Auftragsbüchern natürlich bemerkbar.

Dass Still respektive Kion eine neue Fabrik in Brasilien gebaut hat, dürfte die Sache kaum besser machen.

Wir denken nicht in kurzfristigen Zyklen, sondern planen und investieren mit langfristigen Perspektiven. Brasilien und Südamerika war ein Wachstumsmarkt und wird es in Zukunft wieder sein. Vor diesem Hintergrund war der Aufbau einer brasilianischen Fertigung die richtige Entscheidung. Außerhalb von Brasilien übrigens läuft es in der Region gut, in Chile genauso wie in Argentinien. Überall dort wachsen wir und gewinnen Marktanteile hinzu.

Märkte funktionieren unterschiedlich. Was in einem Land ein Hit ist, entpuppt sich woanders als Ladenhüter.

Deshalb bieten wir Produkte an, die exakt auf die jeweiligen Bedürfnisse der unterschiedlichen Regionen zugeschnitten sind. Von Vorteil ist dabei, dass wir uns mit Komponenten und Modulen aus dem Baukasten der Kion-Welt versorgen können (zu Kion gehören die Staplermarken Linde Material Handling, Still, Fenwick, OM, Baoli und Voltas sowie der Lagerautomatisierungs-Spezialist Egemin; Anmerkung der Redaktion).

Das für den jeweiligen Markt passende Gerät mit einer Vielzahl ohnehin vorhandener Komponenten und Baugruppen konzipieren und fertigen zu können, ist sicher einer der Vorteile, wenn man – wie die Kion Group – konsequent eine Mehr-Marken-Strategie verfolgt. Allerdings kann Ihr Haus, Herr Fischer, Vorteile ja auch nur dann ausspielen, wenn die Märkte mitspielen.

Die weltweite Gesamtsituation ist alles andere als unbefriedigend. Der Weltmarkt für Flurförderzeuge wächst, wenn auch nur im eher niedrigen einstelligen Bereich.

Und was ist mit China? Die dortigen Investoren sind ja wohl völlig verunsichert.

Die Turbulenzen in China treffen uns nicht so sehr. Ganz einfach, weil wir mit der Marke Still in China weniger stark vertreten sind.


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Ausgabe:
lj 05/2015
Unternehmen:
Bilder:
Still

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