20. JANUAR 2018

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Eine ganz besondere Verbindung


Markt - Verpacken/Abfüllen

Verpackungslinie - Feuerzement basiert auf einer ganz besonderen Verbindung, ebenso besonders wie die des Herstellers Calucem und der Beumer Group. Der Intralogistiker aus Beckum lieferte dem Zementhersteller aus Kroatien eine komplette Verpackungslinie aus Abfüll-, Palettier- und Verpackungsanlagen. Statt einer Turbinen-Abfüllmaschine kommt eine pneumatische Abfüllanlage zum Einsatz.
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Pula liegt am südlichen Zipfel Istriens. Touristen lieben die kroatische Stadt mit ihrem römischen Amphitheater, dem Augustustempel und dem Sergierbogen, der zwischen 29 und 27 vor Christus errichtet wurde. Das Klima ist mild, das Meer azurblau. Viele leben hier vom Weinanbau, der Fischerei und vom Schiffbau. Hergestellt wird in der geschichtsträchtigen 57.000-Einwohner-Stadt aber noch etwas ganz anderes: Kalziumaluminat-Zement. Das Unternehmen Calucem zählt zu den führenden Anbietern dieses besonderen Baustoffs, der auch Feuerzement genannt wird. »Er widersteht hohen Temperaturen, chemischen Stoffen und Korrosion«, weiß Alfred Blažina, Geschäftsführer des Zementwerks. »Wegen dieser Eigenschaften kommt er in der Refraktorindustrie, in Gießereien, Öfen, Kaminen und Brennkammern sowie in der Bauindustrie zum Einsatz.« Kalziumaluminat-Zement findet sich in rapiden Reparaturmörteln, Keramikklebern und Dichtungsmaterialien. Für Feuerbetone spielt der hydraulische Binder eine besonders wichtige Rolle. Er beeinflusst die Rheologie, die Abbindecharakteristik, das Sinterverhalten und die chemische Beständigkeit. »Wir exportieren unseren Zement in mehr als 60 Länder und sind in diesem Markt weltweit die Nummer zwei«, betont Blažina.

Wird Kalkstein mit Aluminiumoxid oder Bauxit bei Temperaturen von über 1.500 Grad Celsius gebrannt, entstehen Kalziumaluminate. »Je nach Anwendung unterscheiden sich die Verhältnisse der Zusammensetzungen«, erklärt Alfred Blažina. Die Nachfrage nach immer beständigeren Hochleistungsprodukten wächst. Neu im Portfolio ist das Produkt »HiPerCem« für die Formulierung hochentwickelter Feuerbetone. »Das innovative Konzept basiert auf dem hohen Kalziumanteil, kombiniert mit einer optimierten Korngrößenverteilung«, beschreibt der Calucem-Geschäftsführer. Im Angebot sind aber auch Produkte für konventionelle Stampf- und Gießmassen.

Beumer für bessere Prozesse

Die unterschiedlichen Mischungen werden nach der Herstellung gemahlen und in Säcke abgefüllt, auf Paletten gestapelt, mit Folie verpackt und so zu den Kunden und Händlern gefahren. »Bisher standen uns dafür Anlagen zur Verfügung, die äußerst energieintensiv arbeiteten und die wir oft warten mussten«, sagt Alfred Blažina. Dazu kam: Rüsteten die Mitarbeiter die Abfüllanlage auf eine andere Zementmischung um, verlief das nie reibungslos. Je nach Zusammensetzung ist das Material mal feiner, mal gröber. Nach der Umstellung konnten beim Abfüllen große Mengen Staub entstehen – Material, das so verloren ging. Auf der Suche nach einer neuen Lösung und einem geeigneten Partner fand Calucem schnell den Intralogistik-Experten Beumer. »Unser Produkt hat ganz spezifische Eigenschaften«, erläutert Alfred Blažina. »Wir brauchten einen Lieferanten, mit dem wir gemeinsam eine Lösung für unseren besonderen Baustoff entwickeln konnten.«

Als Komplettanbieter von Abfüll-, Palettier- und Verpackungstechnik unterstützt die Beumer Group ihre Kunden in all diesen Belangen und liefert nachhaltige Lösungen aus einer Hand. »Bei Calucem haben wir die komplette Linie installiert«, berichtet David Žargi, Vertreter von Beumer im westlichen Balkan. In Pula führten die Spezialisten die einzelnen Anlagen und Systeme mit intelligenter Automatisierung zusammen und verknüpften sie effizient. »Wichtig für Calucem sind kompakte Anlagen, die energieeffizient arbeiten, wenig Wartung erfordern und von den Mitarbeitern mit geringem Aufwand intuitiv bedient werden können«, sagt Žargi.

»In der Zementindustrie erfolgt das Abfüllen in der Regel mit Hilfe des Turbinenverfahrens«, erläutert Stefan Bonenkamp, Inbetriebnehmer bei Beumer. »Dieses Verfahren eignet sich vorzugsweise für frei fließende, feinkörnige Produkte wie etwa Zement.« Um die unterschiedlichen Zusammensetzungen verlustfrei abfüllen zu können, installierten die Beumer-Techniker eine nach dem Luftfüllprinzip arbeitende Abfüllanlage vom Typ »fillpac« mit zwei Stutzen, denn dieser Baustoff kann feiner sein als herkömmlicher Portlandzement, aber auch pulverförmig oder grießig.


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Ausgabe:
lj 02/2016
Unternehmen:
Bilder:
Foto: Beumer Group
Foto: Beumer Group
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