17. JANUAR 2018

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Bei Frey läufts rund


Technik

Pneulager. Für das Schweizer Handelsunternehmen Emil Frey hat Stöcklin Logistik am Standort Härkingen ein neues, vollautomatisch betriebenes Pneulager für Reifen und Räder realisiert.
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Im Auftrag der Kalono Immobilien AG hat Stöcklin Logistik für das Schweizer Handelsunternehmen Emil Frey ein vollautomatisches Pneulager für Reifen und Räder umgesetzt. Das auf Prozesseffizienz ausgerichtete Automatisierungskonzept überzeugt mit Leistungswerten, die den Service-Level für die Kunden weiter erhöht und über Niveau stabilisiert haben. Gleichzeitig wurde dem Thema Arbeitssicherheit umfassend Rechnung getragen.

Anhaltendes Wachstum

»Aufgrund der sich stetig positiv entwickelnden Geschäftstätigkeiten waren unsere Lagerkapazitäten ausgeschöpft«, erklärt Roland Huber, Leiter Zentrallager Härkingen bei der Emil Frey Betriebs AG, und ergänzt: »Nochmals erhöht wurde der Handlungsdruck durch verschärfte Sicherheitsbestimmungen beim Brandschutz, welche der Neubau nun bestens erfüllt.« Unter der Regie der Schweizer Architektengruppe Olten AG ist auf einer Grundfläche von etwa 10.000 Quadratmetern ein zweigeschossiger Baukörper mit einer Länge von 120 Metern, einer Breite von 84 Metern und einer Höhe von 24 Metern errichtet worden. Das nutzbare Volumen beläuft sich auf mehr als 200.000 Quadratmeter. Für die Ausstattung der neuen Landmarke mit modernster Intralogistik sorgte die Stöcklin Logistik AG als Gesamtauftragnehmer für die Förder- und Lagertechnik sowie als Projektkoordinator und Integrator eines neuen Warehouse-Management-Systems. »Wir sind auf eine hohe Verfügbarkeit angewiesen. Daher haben wir auf bewährte und robuste Automatisierungstechnik gesetzt, die für ihre Zuverlässigkeit bekannt ist«, so Roland Huber weiter. Darüber hin-aus habe das vorgelegte, äußerst detaillierte Sicherheitskonzept überzeugt. Seit dem Go-Live Ende November 2014 wird die neue Anlage im Einschichtbetrieb an fünf Tagen in der Woche genutzt. Herzstück ist das auf Niveau 5,0 Meter installierte automatische Pneulager mit rund 10.000 Stellplätzen, in dem Europaletten mit Aufsetzrahmen sowie spezielle Holzpaletten für die Aufnahme von jeweils vier Autoreifen zur Anwendung kommen. Ergänzend findet sich ein 14,4 Meter hohes, auf Niveau ±0,0 Meter errichtetes viergassiges Staplerlager mit 3.858 Stellplätzen für weitere Paletten bis maximal 1.400 x 1.400 Millimetern und einem zulässigen Gesamtgewicht von 1.000 Kilogramm. Dieser Bereich wird mit Hilfe von manuell geführten Schmalgangstaplern bedient.

Starke Fördertechnik
Vor der Einlagerung wird jeder Reifen und jedes Rad genauestens geprüft. Das Lagerverwaltungssystem erhält im Anschluss vom ERP-System die erforderlichen Paletteninformationen und initiiert auf deren Basis den Einlagerungsprozess. Im Erdgeschoss werden die Ladeeinheiten von Handgabelhubwagen bodeneben auf die Palettenfördertechnik abgegeben, wo sie mittels Handscanner erfasst und anschließend der Profilkontrolle zugeführt werden. Hier erfolgt die Identifikation des Palettentyps und der jeweiligen Ladungshöhe. Überprüft werden zudem die Kufen sowie der Kufenfreiraum. Sofern Beanstandungen auftreten, lässt sich die Palette über eine Verschiebeeinheit in Form eines horizontalen Stetigförderers seitlich auf den NIO-Platz ausschleusen und nach Behebung erneut zuführen. Gut befundene Ladeeinheiten gelangen über einen Palettenheber, der mit zwei Rollenbahnen auf dem Lastaufnahmemittel ausgerüstet ist, auf die angeschlossenen Fördertechnikstrecken, über die pro Stunde 100 Paletten auf Niveau 500 Millimeter über Boden parallel zu- und abgeführt werden können. Statusmeldungen erfolgen über sogenannte »Mobile Panels«, an denen autorisierte Bediener Fehler quittieren und bei Bedarf auch Materialflusskorrekturen vornehmen können. Im Zuge der Einlagerung erfolgt der Weitertransport über Vertikalförderer in das Obergeschoss auf Förderniveau +4,8 Meter. Dort werden sie von Einzelförderern übernommen, auf einen Drehtisch transportiert, um 90 Grad gewendet und mit Hilfe von zwei weiteren Förderern in Halteposition vor dem Verschiebewagen verbracht.


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Ausgabe:
lj 03/2016
Unternehmen:
Bilder:
© Stöcklin
© Stöcklin

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