17. JANUAR 2018

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Der siebte Sinn im Service


Technik

Supportsystem - Die Knapp AG hat ein audiovisuelles Supportsystem entwickelt, das z.B. bei Störfällen oder bei Wartungsarbeiten zu einer schnelleren Fehlerbehebung und damit zu einer höheren Verfügbarkeit führt.
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Ein futuristisch anmutendes Headset mit See-Through-Display und integrierter Kamera bildet das zentrale Element des tragbaren Systems, das den Servicemitarbeiter vor Ort live mit den Spezialisten der Supportzentrale über ein Cloudsystem verbindet. In das Headset verbaut Knapp eine der kleinsten Industriekameras, die derzeit am Markt erhältlich sind: die uEye XS von IDS. Die robuste Kamera mit USB-2.0-Anschluss wiegt nur 12 Gramm, ist weniger als einen Kubikzoll klein und sorgt mit 5-MPixel-Auflösung, Autofokus und den Automatik-Features einer gängigen Digicam unter nahezu allen Bedingungen für gestochen scharfe Bilder.

Realität und virtuelle Information

Mit KiSoft WebEye, so der Name des Systems, ebnet Knapp den Weg für den siebten Sinn im Service und setzt dabei ganz auf Augmented Reality. Realität und virtuelle Information verschmelzen auf dem See-Through-Display des Headsets und ermöglichen eine schnelle und effiziente Zusammenarbeit des Technikers vor Ort mit der Supportzentrale. Knapp setzt das System im eigenen Haus zur Verbesserung seiner Supportleistungen ein, bietet es aber auch auf dem Drittmarkt an. KiSoft WebEye besteht aus einem Headset mit Minikamera, See-Through-Display, Kopfhörer und Mikrofon sowie einer Weste mit tragbarem PC, Akku und einer kabellosen Minitastatur. Tritt bei einem Knapp-Kunden ein Störfall auf oder ist eine Wartung durchzuführen, eilt ein Kundentechniker dorthin, »schnallt« sich das System um und verbindet sich mit einem Klick mit der Servicezentrale. Über die Headset-Kamera können dann die Experten live alles sehen, was der Techniker vor Ort auch sieht und per Mikro/Kopfhörer mit ihm kommunizieren. Durch das See-Through-Display wiederum sieht der Techniker vor Ort das Bild, das auch der Hotline-Mitarbeiter in der Zentrale gerade vor sich hat, was die Kommunikation weiter verbessert. Außerdem kann der Hotline-Kollege zusätzliche Informationen, wie zum Beispiel Skizzen, Videos oder Anleitungen, auf dem See-Through-Display zur Verfügung stellen. Diese Informationen werden am KiSoft-WebEye-Display des Technikers eingeblendet, so dass das Auge das Tätigkeitsfeld nie verlassen muss und er sich voll auf den aktuellen Arbeitsschritt konzentrieren kann. Missverständnisse, wie sie bei der Störfallbehebung per Telefon auftreten und zu Zeitverzögerungen oder gar einer Fehlbedienung führen können, werden durch den Einsatz des neuen Systems von vornherein ausgeschaltet. Außerdem erlaubt die Kamera das Aufzeichnen von Systemabläufen sowie von Serviceeinsätzen, zum Beispiel für einen einfachen Wissenstransfer.


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Ausgabe:
lj 04/2016
Unternehmen:
Bilder:
Knapp AG
IDS Imaging
Knapp AG

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