22. JANUAR 2018

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Depot für gesammeltes Wissen


Markt

Lagerdesign - Im schweizerischen Büro hat der landesweit erste gemeinschaftlich genutzte Hub für die automatisierte Archivierung und den Umschlag von Bibliotheks-beständen seinen Betrieb aufgenommen. Als Generalunternehmer für die gesamte Intralogistik begleitete die Stöcklin Logistik AG das ambitionierte Projekt.
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Seit Inbetriebnahme im Februar 2016 verlegen die Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern, die Universität Basel, die Zen-tralbibliothek Solothurn sowie die Zentral- und die Universitätsbibliothek Zürich einen Großteil ihrer Bestände in die neue Speicherbibliothek. Betroffen von dieser Maßnahme zur Linderung der wachsenden Platznot in den Instituten sind Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, aber auch Dissertationen und Broschüren.

Idealer Speicherort

»Die Speicherbibliothek mit Digitalisierungsstelle und automatisiertem Behälterlager ist ein idealer Ort für die Lagerung von weniger häufig genutzten Beständen«, sagt Mike Märki, Geschäftsführer der Kooperative Speicherbibliothek Schweiz. »Sie erfüllt exakt unsere Vorstellungen von einer platzsparenden Lagerung und effizienten Bewirtschaftung.« Darüber hinaus biete der Komplex auch in konservatorischer sowie sicherheitstechnischer Hinsicht höchste Standards. Kern des erdbebensicher gebauten Speichergebäudes ist ein vollautomatisches Kleinteilelager. Mit der Integration dieser Anlage haben die Partner in einer ersten Ausbaustufe Platz für 3,1 Millionen Bände geschaffen, die nun sukzessive in einen kollektiven Bestand überführt werden.

In der Ausschreibungsphase des Projekts hatte das Intralogistikkonzept der Stöcklin Logistik AG aus dem schweizerischen Dornach überzeugt. Infolge konnte der Systemanbieter als Generalunternehmer für die Umsetzung des Hubs für Bibliotheksbücher agieren. Geplant, begleitet und unterstützt wurde das Projekt durch Jürgen Rammerstorfer von Ralog Engineering. So entstand in partnerschaftlicher Zusammenarbeit ein Vorzeigeprojekt, das den vorgegebenen Anforderungen vollumfänglich gerecht wird.

Reduzierter Sauerstoffgehalt

Um den wertvollen Inhalt zu schützen, wurde der Sauerstoffgehalt im Lager reduziert. Die Inertisierung verhindert das Entfachen von Bränden, die das im Falle der Speicherbibliothek schwarz auf weiß vorhandene Wissen in Mitleidenschaft ziehen und im schlimmsten Fall komplett vernichten könnten. Weitere Vorgabe des Betriebsvereins war eine volumenoptimierte Lagerung. Auf diese Weise soll Platz gespart und ein kosteneffizienter Betrieb sichergestellt werden.

Das rund 15 Meter hohe Automatische Kleinteilelager (AKL) erstreckt sich über eine Länge von fast 70 Meter. Es verfügt über sechs Gassen, in denen jeweils ein Kleinteilegerät BOXer E1 verfährt. Die Ein- und Auslagerleistung der Regalbediengeräte (RBG), die mit zwei Lastaufnahmemitteln übereinander ausgerüstet sind und trotz der einfachtiefen Gassen mittels Teleskoptisch doppeltief einlagern können, wird mit 72 Behältern pro Gerät und Stunde beziffert. Insgesamt finden in der aus Gründen der Erdbebensicherheit freistehend, vom Podest entkoppelt installierten Regalanlage 112.200 Behälter mit den Maßen 600 x 400 x 271/371 mm Platz.


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lj 04/2016
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