17. JANUAR 2018

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Visuell ganz vorn


Special

Software - In Zeiten der Digitalisierung wird eine effiziente Logistik zum Erfolgsfaktor. Bei WM wird die Software taraVRbuilder von Tarakos eingesetzt, um Logistikprozesse zu visualisieren.
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Als Vollsortimenter in den Bereichen Fahrzeugteile und -zubehör für Pkw und Nkw führt WM SE ständig 175.000 Artikel in 10 Produktbereichen mit allem, was Werkstätten und Fachhändler benötigen könnten. Von der kleinen Schraube über Verschleißteile namhafter Hersteller bis hin zu Werkstattausrüstungen und Verbrauchsmaterialien: Bei WM bekommen 48.000 aktive Kunden alles aus einer Hand – 2013 ergab dies einen Umsatz von 841 Millionen Euro. »Was 100 Filialen in ganz Deutschland bis 18 Uhr in der Zentrale bestellen, wird über Nacht bis sechs Uhr früh bei ihnen angeliefert«, berichtet Peter Reimann, Leiter Logistik und Organisation bei WM SE. Denn als einer der größten freien Fahrzeugteilegroßhändler in Europa garantiert WM seinen Endkunden kürzeste Lieferzeiten. Dadurch können die Werkstätten geringere Lagerbestände halten, die Kapitalbindung reduzieren und eine bessere Auslastung erreichen.

Standortunabhängig planen

Durch ein rasantes Wachstum wuchs das Zentrallager in Lotte an seine Kapazitätsgrenzen. Weitere Hallen mit Fachböden und Palettenregalen schieden als Lösung aus. Also ging Peter Reimann die Konzeption von einer idealen Seite an: »Was brauchen wir eigentlich, um unsere aktuellen und zukünftigen Anforderungen zu erfüllen?« Diese Frage beantwortete er auch mit der Software taraVRbuilder von Tarakos, die er bereits in anderen Projekten als effizientes und alltagstaugliches Werkzeug verwendet hatte: »Das Programm bietet eine schnelle und einfache Visualisierung von Szenarien, die man soweit animieren kann, dass man die Leistung von Fördertechnik, benötigte Pufferflächen und Lagerkapazitäten relativ genau abschätzen kann«, sagt Reimann. »Dies ist keine aufwändige Simulation mit echten Daten aus dem ERP-System, bringt aber einen sehr guten visuellen Eindruck und eine höhere Planungssicherheit.« Als Führungskraft hat Peter Reimann nicht die Zeit, sich ausführlich in die Details einer CAD-Planung oder Simulation einzuarbeiten. Der taraVRbuilder bietet als PC-basierte Anwendersoftware die Möglichkeit, per Drag and Drop 3D-Objekte in einem Raster zu platzieren. Rund 500 dieser Objekte stehen in typen- und herstellerspezifischen Bibliotheken zur Verfügung: Die übliche Fördertechnik mit Weichen und Kreuzungen, Verpackungsstationen und Kommissionierplätzen sind ebenso vorhanden wie mobile Stapler und Regalbediengeräte. In weiteren Bibliotheken befinden sich Modelle, die in enger Zusammenarbeit mit Herstellern wie Jungheinrich, SSI-Schaefer und LTW entwickelt worden sind, damit sie den Originalgeräten weitgehend entsprechen. Etliche davon wurden tatsächlich bei WM eingesetzt. »Für meine Ansprüche reichen bereits die Standardobjekte«, sagt Peter Reimann. »Damit war es möglich, unsere Anforderungen sehr schnell und kompakt abzubilden.«

Guter visueller Eindruck

Ein Hochregallager mit neun Gassen und Regalbediengeräten wurde für 40.000 Palettenplätzen ausgelegt. Hinzu kam ein Automatisches Kleinteile-Lager (AKL) mit 15 Regalbediengeräten und einer Kapazität von 149.000 Behälterplätzen. An beide Bereiche wurden jeweils neun Kommissionierplätze angeschlossen. Die Kommissionierer am AKL können bis zu 144 Ziele gleichzeitig bedienen. Kaum ist ein derartiges Szenario im Raum platziert, lassen sich die Objekte mit einfachen Befehlen animieren. So bewegen sich Paletten und Fördergüter automatisch über die Förderstrecken, Regalbediengeräte nehmen Paletten auf und ordnen sie ein, das gesamte Szenario wird nach realistischen Annahmen getaktet. »Die lebendige 3D-Darstellung vermittelt einen guten visuellen Eindruck«, so Reimann. »Man merkt schnell, wie belastbar eine Anlage ist. Dies hat bei der Planung sehr gut geholfen.« In zahlreichen Schritten wurden alle technischen Komponenten in dem Modell überprüft und weiterentwickelt, bis ein endgültiger Planungsstand erreicht war. Ein wichtiger Vorteil war die verbesserte Kommunikation: In Besprechungen mit Lieferanten kann das Szenario herangezogen werden, um Detailfragen zu klären.


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Ausgabe:
lj 02/2017
Unternehmen:
Bilder:
Tarakos

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