20. JANUAR 2018

zurück

kommentieren drucken  

Fliegendes Auge


Technik

Inventur - Linde Material Handling stellt eine Drohne vor, die für Einsätze im Rahmen der Inventur gedacht ist. Mit der »Flybox«, so ihr Anbieter, lasse sich die Erfassung von Lagerbeständen »radikal vereinfachen«.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

Erst ist ein Surren zu hören, dann hebt sie ab, die zirka 50 Zentimeter große, mit sechs Rotoren, Kamera, Barcode-Scanner und Telemeter ausgestattete Inventurdrohne »Flybox« von Linde robotics und Balyo. Langsam fliegt sie senkrecht vor dem Regal nach oben, macht von jedem Palettenstellplatz ein Foto, erfasst die Barcodes der gelagerten Waren. Ist die Drohne an der obersten Regalebene angelangt, bewegt sie sich gemeinsam mit dem Fahrzeug um eine Regalposition weiter nach rechts oder links, um ihren Dokumentationsprozess nun von oben nach unten fortzusetzen. Dann geht es erneut eine Position weiter und wieder nach oben – immer weiter, in Wellenformen, bis das gesamte Regal und alle dort gelagerten Paletten von der Drohne erfasst und die Informationen an den Computer übertragen sind. Dort werden sie dokumentiert und können jederzeit mit Hilfe einer Anwendungssoftware abgerufen werden, die am Bildschirm die Regalposition mit dazugehörigem Barcode und Foto zeigt.

»Das entscheidend Neue an der Erfindung ist, dass wir die Drohne zusammen mit einem autonomen Flurförderzeug nutzen«, sagt Tobias Zierhut, Head of Product Management Warehouse Trucks bei Linde Material Handling. Denn die »Flybox« wird bei ihrem Inventureinsatz von einem automatisierten Linde-Hochhubwagen, dem »L-MATIC«, geführt. Beide Geräte sind über einen Spannungswandler sowie ein sich selbst justierendes Kabel miteinander verbunden. Durch die innovative Kopplung löst Linde zwei Herausforderungen, die einem breiten Einsatz von Drohnen in Lagerhallen bisher im Wege standen: zum einen die Energieversorgung (Drohnenakkus reichen in der Regel nur rund 15 Minuten), zum anderen die Lokalisierung unter dem Hallendach ohne GPS-Empfang. Mittels innovativer Geonavigation weiß das Linde-System stets genau, wo sich die Drohne befindet. Das Fahrzeug sendet die Flächenkoordinaten, die jeweilige Flughöhe ermittelt ein in der Drohne verbauter Höhensensor.


Mehrseitiger Artikel:
1 2  
Ausgabe:
lj 02/2017
Unternehmen:
Bilder:
Linde MH
Linde MH
Linde MH
Linde MH

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Weltmarkt Flurförderzeuge

logistik journal: Weltmarkt Flurförderzeuge 2016

Video der Woche

 

ANZEIGE