18. NOVEMBER 2017

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Durchblick in der Cloud


Technik

IT-Outsourcing - 82 Prozent der Unternehmen haben Teile ihrer IT ausgelagert. Die Frage ist, worauf Unternehmen bei der Auswahl des Cloud-Anbieters achten sollten. Ehrhardt & Partner hat die Antwort.

Die Anforderungen an die Logistik steigen weltweit. Kunden fordern immer schnellere und flexiblere Lieferungen. Und wie reagieren Logistiker? Sie vernetzen ihre Supply Chain und suchen nach der Nadel im Heuhaufen, wenn es um die Optimierung ihrer Lieferkette geht. Um die dabei entstehende Datenflut zu bewältigen, setzen viele Unternehmen auf das Outsourcing ihrer IT-Leistungen. Doch worauf sollten Unternehmen bei der Auswahl ihres Cloud-Anbieters achten? Und wann sind die sensiblen Daten in der digitalen Wolke wirklich sicher?

Logistik in der Cloud

Fakt ist: 82 Prozent der Unternehmen haben Teile ihrer IT bereits ausgelagert. Am häufigsten werden externe IT-Dienstleister von Unternehmen aus der Transport- und Logistikbranche (82 Prozent) sowie dem Handel (83 Prozent) in Anspruch genommen. Diese Zahlen aus dem Bitkom Digital Office Index 2016 belegen ein Umdenken der deutschen Logistikunternehmen. Aufgrund des enormen Optimierungsdrucks in der Logistik entwickeln Unternehmen immer neue Lösungen, um die Lieferkette noch effizienter zu gestalten. Smart und kommunizierend sollen alle Stationen der Wertschöpfungskette sein. Die dabei entstehenden Daten lassen sich nur mit IT-Infrastrukturen beherrschen, die technisch auf dem neuesten Stand sind. Zur Unterstützung einer smarten Logistikwelt müssen IT-Infrastrukturen einige grundlegende Anforderungen erfüllen. An vorderster Stelle stehen die Flexibilität und die Skalierbarkeit der IT-Strukturen. »Die IT muss sich dem Wachstum des Unternehmens anpassen«, erklärt Jens Heinrich, Geschäftsführer von Ehrhardt + Partner Xtended (EPX), den »Pay as you grow«-Gedanken dahinter. In seinem Job beschäftigt er sich täglich mit den IT-Strukturen in der Logistik. Deshalb weiß er: »Eine hohe Performance und die permanente Verfügbarkeit der Daten sind unverzichtbar.« Unternehmen benötigen einen sicheren Zugriff auf ein geschütztes und zentrales System. Idealerweise ist die IT-Struktur auch orts- und zeitunabhängig mit mobilen Endgeräten ansteuerbar. Mobile Betriebssysteme funktionieren heute schon nach dem innovativen »Bring your own device«-Konzept. Mitarbeiter haben damit im besten Falle sogar von ihrem Smartphone aus Zugriff auf Lagerprozesse. »Jedes Unternehmen muss sich überlegen, ob es eine solche IT-Infrastruktur selbst aufbauen kann oder lieber mit ganzheitlichen Lösungsexperten zusammenarbeitet«, sagt Heinrich.

Auf das Kerngeschäft konzentrieren
Externe Dienstleister ermöglichen insbesondere kleineren Unternehmen den Zugriff auf technische Lösungen, deren Entwicklung und Instandhaltung in der Regel weit über die Möglichkeiten einer unternehmenseigenen Fachkraft hinausgehen. Deshalb mieten Logistiker IT-Kapazitäten in der Cloud. »Die Serverschränke stehen in Hochsicherheitsrechenzentren. Benötigt ein Unternehmen weitere Kapazitäten, wird einfach ein neuer Platz in der Cloud freigeschaltet«, erklärt Heinrich. So sparen Unternehmen die Anschaffung von teurer Hardware. Durch den ständigen Support des Dienstleisters sind Sicherheit und der professionelle Betrieb der IT-Struktur jederzeit gegeben. »Der Logistiker konzentriert sich dann voll und ganz auf sein Kerngeschäft«, sagt Heinrich. Bei der Auswahl des richtigen IT-Partners müssen Unternehmen einige grundlegende Entscheidungen treffen. Wo sollen die Daten verwaltet werden? Gibt es von diesem Ort geschützte Verbindungen zum Logistikzentrum? Und reicht die Performance sicher aus? »Die IT ist heute unternehmenskritisch. Steht sie einige Stunden lang nicht zur Verfügung, kann das zu Lieferschwierigkeiten oder Produktionsausfällen führen«, erklärt Jens Heinrich. Um das zu vermeiden, werden die Daten idealerweise in Deutschland gehostet und über gelenkte Datenleitungen mit den Standorten des Kunden verbunden. Aufgrund der Speicherung der Daten in einem deutschen Rechenzentrum sowie der Punkt-zu-Punkt-Übertragung der Daten über gelenkte Leitungen fallen diese unter den besonderen Schutz des deutschen Datenschutzrechts. Für eine ausreichende Performance der Systeme sorgen hochredundante Server, wie beispielsweise die IBM-Pureflex-Systeme. Nur mit doppelt abgespeicherten Daten lassen sich Ausfälle im Logistikablauf vermeiden. Spezialisierte Anbieter spiegeln alle Daten an verschiedenen Orten. Im Brandfall oder bei einer anderen Katastrophe schalten die Server auf die Backups um. Eine sensible Brandfrüherkennung und moderne Löschanlagen schützen im Notfall die Daten. Die Stromversorgung muss hochredundant sein. Ein Stromausfall kann zu einem erheblichen Datenverlust führen. Moderne Rechenzentren verfügen beispielsweise über Notstromdieselaggregate, die für bis zu vier Tage eine autonome Stromversorgung sicherstellen. Zusätzlich zu den technischen Sicherungen gibt es auch physische Schutzeinrichtungen: Sicherheitszäune, Stahldraht und Blitzableiter sind Standard. Idealerweise gewährt ein Zutrittskontrollsystem nur autorisierten Nutzern Zugang. Solche Rechenzentren sind Tier-3+-klassifiziert sowie nach der ISO-Norm 27001 zertifiziert. Ein hoher Schutz ist so gewährleistet.

Prozesse optimieren
Die Entscheidung für eine passende IT-Infrastruktur öffnet Unternehmen neue Türen. Mithilfe eines in der Cloud gehosteten Supply-Chain-Execution-Systems (SES) oder anderer Software lassen sich auch alle Daten von weiteren Logistikelementen in der Cloud erfassen. »Alles, was sich bewegt, kommuniziert idealerweise mit einer zentralen Software, die in der Cloud liegt. Mit dem dabei entstehenden Datenschatz lässt sich ein Mehrwert generieren, der die Leistungsfähigkeit von Logistikern erheblich steigert«, sagt Jens Heinrich. »Aus diesen zentralen Datenquellen heraus werden künftig viele innovative Lösungen entstehen.« Experten fassen dieses Thema unter dem Stichwort Predictive Analysis zusammen. Erfahrungswerte in Form von gesammelten Daten werden genutzt, um Vorhersagen für künftige Entscheidungen zu treffen.

www.ehrhardt-partner.com

Ausgabe:
lj 04/2017
Unternehmen:
Bilder:
iStock
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