18. NOVEMBER 2017

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Lenze verstärkt Wachstumstrend


Die Lenze-Gruppe ist weiter auf Wachstumskurs. Der Spezialist für Automatisierungslösungen im Maschinenbau hat im Geschäftsjahr 2016/2017 (1. Mai 2016 bis 30. April 2017) seine Prognosen übertroffen.

Auf der Bilanzpressekonferenz präsentierte der Vorstand außerdem die Strategie Lenze 2020+, mit der sich die internationale Unternehmensgruppe, die in diesen Tagen ihr 70-jähriges Bestehen feiert, konsequent auf weiteres globales Wachstum ausrichtet. „Lenze geht es gut, wir wollen auch in Zukunft weiter wachsen – und zwar weltweit. Dazu werden wir den Fokus noch stärker auf unsere Kompetenz als Systemanbieter für die Automatisierung von Maschinen legen“, so der Vorstandsvorsitzende Christian Wendler, der gleichzeitig ein umfassendes Investitionsprogramm ankündigte.

Finanzielle Stärke und Stabilität sichert Zukunftsfähigkeit
Bei Umsatz und Profitabilität konnte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2016/2017 neue Rekordwerte ausweisen. Der Konzernumsatz stieg um 31,9 Mio. Euro auf 678,3 Mio. Euro (+4,9 %). Den größten absoluten Umsatzanstieg erzielte das Unternehmen in Europa. Hier stieg der Umsatz um 17,8 Mio. Euro (+3,6 %) auf 514,0 Mio. Euro. Aber auch in anderen Regionen legte die Lenze-Gruppe deutlich zu. Besonders erfreulich war die Steigerung der Umsätze in Asien um 12,3 % auf 83,7 Mio. Euro. Der Umsatz in Amerika kletterte um 6,4 % auf 77,9 Mio. Euro.

Zum Erfolg trug bei, dass Lenze in den vergangenen zwei Jahren seine Vermarktungs- und Vertriebsstärke massiv ausgebaut hat. Ziel ist es, dies in den kommenden Jahren fortzusetzen. Zudem wurden die verschiedenen neuen Bausteine im Portfolio vom Markt sehr gut angenommen. So gelang Lenze beispielsweise mit der universell einsetzbaren Frequenzumrichtergeneration i500 die beste Produkteinführung der Unternehmensgeschichte. Das Produkt setzt hinsichtlich der Baugröße, des Zuschnitts auf die Anwendung sowie der Einfachheit der Inbetriebnahme neue Maßstäbe und erfüllt höchste Ansprüche an die Ressourceneffizienz. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 58,5 Mio. Euro um 20,7 % über dem des Vorjahres. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 7,5 % auf 8,6 %. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich von 31,5 Mio. Euro auf 38,1 Mio. Euro.

In der soliden Konzernbilanz spiegelt sich die Finanzkraft der europäischen Aktiengesellschaft wider, die sich vollständig in Hand der Gründerfamilie befindet. Der Brutto-Cashflow aus operativer Tätigkeit wurde aufgrund des verbesserten Ergebnisses um 17,1 % auf 56,1 Mio. Euro gesteigert. Das schuf Raum für Investitionen und Akquisitionen. So hat Lenze im zurückliegenden Geschäftsjahr die logicline GmbH aus Sindelfingen/Baden-Württemberg mehrheitlich übernommen. Logicline ergänzt das Lenze-Portfolio um Enterprise-Cloud-Anwendungen, mobile Apps und innovative Internet-of-Things-(IoT)-Lösungen. Trotz dieser Investition erhöhte sich der Free-Cashflow der Lenze-Gruppe um 11,7 % auf 36,4 Mio. Euro. Auch das Eigenkapital wurde gestärkt. Bei einer Bilanzsumme von 466,3 Mio. Euro erreicht die Quote 64,1 % (Vorjahr: 63,7 %). Gleichzeitig wurden die Finanzverbindlichkeiten um 27,9 % auf 21,2 Mio. Euro vermindert.

Größte Investition der Unternehmensgeschichte
Zur Umsetzung der Strategie sieht das Unternehmen in den kommenden Jahren deutlich mehr als 100 Mio. Euro über das bestehende Niveau hinausgehende Zukunftsinvestitionen vor. Von diesen wird ein wesentlicher Teil ab dem begonnenen Geschäftsjahr 2017/18 in das Kernprojekt Mechatronic Competence Campus fließen. Mit dieser bisher größten Investition der Unternehmensgeschichte werden drei Produktionsstätten in ein hochmodernes Werk mit modernster Logistik zusammengefasst.

Wachstumsstrategie Lenze 2020+ weist Weg in die Zukunft
In der Industrie 4.0 rücken Digitalisierung, Software und die Vernetzung von Maschinen stärker in den Fokus. Für diese Entwicklung sieht sich Lenze gut aufgestellt. Gemeinsam mit seinen Kunden automatisiert die Unternehmensgruppe weltweit mehr als 1.000 Maschinen pro Jahr. Die Wachstumsstrategie Lenze 2020+ setzt den schon vor einigen Jahren begonnenen Weg hin zu einer klaren Marktsegment-Orientierung konsequent fort und schafft die Grundlagen für stabiles und nachhaltiges Wachstum im Kerngeschäft. Gleichzeitig greift sie die Herausforderungen der Digitalisierung auf und schafft neben dem Kerngeschäft Raum, um neue, zukunftsorientierte Geschäftsfelder zu entwickeln. Lenzes Portfolio baut auf drei Säulen auf: zum einen auf mechatronischen Produkten und Paketen, zum anderen auf hard- und softwarebasierenden Automatisierungssystemen – das Kerngeschäft des Unternehmens. Hinzu kommen zukunftsweisende digitale Services als dritte Säule. Hier verfügt Lenze mit dem 15 Jahre alten Tochterunternehmen encoway, einem Softwareanbieter für Lösungen für Konfiguration, Preisfindung und Angebotserstellung (CPQ), über einen Erfahrungsvorsprung gegenüber seinen Marktbegleitern.

Mit der Übernahme der Mehrheit an logicline hat sich Lenze 2017 im Bereich des Industrial Internet of Things (IIoT) verstärkt. Schon heute ist Lenze in der Lage, seine Kunden über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine zu begleiten und in jeder Phase mehrwertstiftende Leistungen anzubieten, die die Wettbewerbsfähigkeit des Kunden nachhaltig erhalten bzw. steigern. „Mit unserer Technologie- und Innovationsstärke gestalten wir den Fortschritt unserer Kunden“, so Wendler. „Wir kennen die Maschinen, Systeme und Märkte sehr genau und sind dank unseres weltweiten Netzwerks bei unseren Kunden vor Ort.“

Hochqualifizierte Mitarbeiter sind Erfolgsfaktor
Einen entscheidenden Anteil am Erfolg des Unternehmens haben die Mitarbeiter der Lenze-Gruppe. Zum Ende des Berichtsjahres beschäftigte Lenze 3.457 Mitarbeiter – 160 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Im laufenden Geschäftsjahr soll sich die Zahl in ähnlichem Umfang erhöhen. Die Zahl der Auszubildenden und dualen Studenten soll im kommenden Jahr fast verdoppelt werden. „In unserem Geschäft sind Mitarbeiter mit den richtigen Kompetenzen und Antrieb essenziell. Sie müssen offen sein für schnelle Entwicklungen und ein Ohr für die Bedürfnisse der Kunden haben.“ Mit Austauschprogrammen und dem neu eingeführten „Lenze Automation Camp“, bei dem junge Ingenieurinnen und Ingenieure schneller, effektiver und zielorientierter auf ihre Aufgaben in den verschiedenen Ländergesellschaften vorbereitet werden, setzt Lenze auf eine internationale und praxisnahe Ausbildung. Nicht umsonst wurde Lenze von unterschiedlichen Organisationen auch im Jahr 2017 als Top-Ausbildungsbetrieb und Top-Arbeitgeber ausgezeichnet.

Ausblick
Der Vorstand sieht die zukünftige Entwicklung von Lenze positiv. Für das laufende Geschäftsjahr 2017/2018 rechnet er mit einem Umsatzwachstum, das leicht über dem des Berichtsjahres liegen dürfte. Auch die Profitabilität (EBIT-Rendite) soll sich weiter verbessern. Mittelfristig soll die neue Strategie für ein dynamisches Wachstum bei nachhaltiger Profitabilität sorgen. Schon in wenigen Jahren soll die Marke von 1 Mrd. Euro beim Umsatz erreicht sein.

Startschuss für den ersten zielgruppenspezifischen digitalen Geschäftsbericht
Zum 70. Firmenjubiläum geht das Unternehmen auch in der Kommunikation neue Wege. Mit dem digitalen Geschäftsbericht „70 Lenze. Industrie 4.0“ wird das zurückliegende Jahr erstmals zielgruppenspezifisch multimedial aufbereitet.

Datum:
19.10.2017
Unternehmen:
Bilder:
Lenze SE

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