19. JANUAR 2018

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Konzentration auf das Wesentliche


Markt

Praxis - Die Früh Verpackungstechnik AG aus dem schweizerischen Fehraltorf nutzt für interne Transportaufgaben drei Fahrerlose Transportfahrzeuge von Stöcklin Logistik. Bei der im Einsatz befindlichen Basisausführung des »Eagle-Ant« ist der Funktionsumfang ohne irrelevanten Überbau auf das tatsächlich Erforderliche beschränkt. Diese Konzentration auf das Wesentliche ermöglicht einen schnellen Return-of-Invest. Die Inbetriebnahme der Fahrzeuge ist erfreulich unkompliziert.
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Vordefinierte Zielplätze

Sobald eine Palette auf einem vorgegebenen Platz durch das Personal bereitgestellt wird, empfängt das Transport-Management-System ein entsprechendes Signal und vergibt den Fahrauftrag an ein Fahrerloses Transportfahrzeug, das sich in der Nähe befindet. Jedem Aufgabeplatz ist eine vorab definierte Anzahl an Abgabe- beziehungsweise Zielplätzen zugeordnet, zu denen dann die Palette samt Zuladung befördert wird. Das Detektieren der Ladehilfsmittel erfolgt über drei Sensoren. Zwei optische Sensoren befinden sich in den Gabelspitzen und verhindern eine Kollision, wenn sich ein Hindernis im Fahrweg befindet. Ein induktiver Sensor ist an der Schaltklappe angebracht, die durch die Palette betätigt wird. Induktive Sensoren in der Hubmechanik dienen der Zustandsvisualisierung, etwa »Palette gehoben« oder »Palette gesenkt«. Die Fahrt in Gabelrichtung erfolgt aus Sicherheitsgründen nur langsam (max. 0.3 m/s) und wird für Personen in der unmittelbaren Umgebung mittels akustischem Signalgeber angezeigt.

Sicher mit Laserscanner

An den Maschinen ist in Fahrtrichtung zudem ein Sicherheits-Laserscanner mit einem Erkennungswinkel von 270 Grad installiert. Der Scanner dient der Navigation und als sicheres Personen- und Hindernisschutz-Gerät. Befinden sich Personen oder andere Hindernisse im Überwachungsfeld des Laserscanners, stoppt das FTF automatisch. Eine erneute Aufnahme der Fahrt ist erst dann möglich, wenn das Überwachungsfeld vollständig geräumt ist. Die Weiterfahrt kann entweder automatisch oder manuell über einen Button veranlasst werden. In beiden Fällen wird die Umgebung über akustische und optische Signale informiert. Die Warn- und Schutzfelder verändern sich dynamisch in Abhängigkeit von Fahrtrichtung und Geschwindigkeit. Das Warnfeld ist stets größer dimensioniert als das Schutzfeld und so eingestellt, dass das Fahrzeug bei einer Feldverletzung bis zum Stillstand geregelt abgebremst wird, bevor die eigentliche Schutzzone tangiert wird. Das verhindert Not-bremsungen, die mitunter zu Folgeschäden wie etwa dem Kippen der Ladung führen können.

Klug koordinierte Aufträge

Die Fahrzeuge orientieren sich in erster Linie anhand von Wänden und statischen Umgebungskonturen, die für die Navigation geeignet sind. Sofern punktuell erforderlich, kommen vereinzelt auch in Bodennähe angebrachte Reflektoren zum Einsatz. Stockwerkswechsel erfolgen über Aufzüge, die ebenfalls durch das Transport-Management-System, das die Fahraufträge und die Fahrzeuge koordiniert, gesteuert werden. Hat ein Fahrerloses Transportfahrzeug vor einem Lift Position bezogen, sendet es über das TMS ein Anforderungssignal für den Aufzug. Wenn das FTF in die Aufzugskabine eingefahren ist und es die Halteposition erreicht hat, wird dem Aufzug über das TMS das Zielstockwerk signalisiert. Erst wenn es erreicht ist und das Fahrerlose Transport-Fahrzeug den Aufzug verlassen hat, können auch Personen den Lift wieder regulär nutzen. Der FTF-Betrieb hat jedoch stets Vorrang. Nähert sich erneut ein Fahrzeug, verweisen Leuchtanzeigen (außer- und innerhalb der Liftkabine) die Mitarbeiter auf »Roboter-Betrieb« hin. Überwacht wird auch die Kabine selbst. Befinden sich noch Menschen oder Gegenstände in ihr, kann das Fahrerlose Transportfahrzeug nicht einfahren.


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Ausgabe:
lj 06/2017
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