22. JANUAR 2018

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Messe mit Mehrwert


LogiMAT

<strong>Leistungsschau</strong> 700 Aussteller, 52.000 Quadratmeter Fläche: In Stuttgart trifft sich die Intralogistikbranche zur größten Logimat seit ihrem Bestehen. In Zeiten schrumpfender Märkte dreht sich auf der Messe alles um die Wirtschaftlichkeit der angebotenen Lösungen.

Wie sparsam, wartungsarm, verschleißreduziert und recycelbar sind heute Materialien und Maschinen? Wie können moderne Managementsysteme die Wirtschaftlichkeit steigern? Auf Fragen wie diese gibt die Logimat, veranstaltet von der Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH, eine Antwort. Das diesjährige Motto der Logimat lautet »Messe mit Mehrwert«. Neben der reinen Leistungsschau will die Veranstaltung auch Wissens-Pool mit hohem Praxisbezug sein. Von den Exponaten und der Beratung bis hin zum Foren- und Eventprogramm erwartet den Fachbesucher ein umfangreiches Informationsangebot, insbesondere zu Flurförderzeugen, Lagertechnik und Fördertechnik. Das Info-Programm wird durch Partner des Veranstalters aus Unternehmen, Verbänden und Medien ausgerichtet.

Nie zuvor hat die Logistik mehr Beachtung gefunden als heute. Aus gutem Grund: Mit einem jährlichen Umsatzvolumen von 836 Milliarden Euro rangiert die Logistikwirtschaft im Branchenranking europaweit an dritter Stelle. Dafür sorgen nicht zuletzt die hochtechnologischen Systeme und Anlagen der Intralogistik, wie sie auch auf der Logimat zu finden sind.

Nützliche Verbindung von Diskussion und Praxis

In Foren, Live-Präsentationen und Events diskutieren hochkarätige Referenten die Kernthemen der Intralogistik. Anwender-Beispiele aus der Praxis zeigen Vorteile und Risiken auf. Themen wie Lean Warehousing, MES, AutoID, Kommissionierung, Kontraktlogistik oder Transpondersysteme werden eingehend behandelt. Auch Themen wie Energieeffizienz, EPC/RFID, Fahrerlose Transportsysteme oder Logistik-Immobilien gilt die Aufmerksamkeit. Und wer nur so viel Abgaben und Steuern bezahlen möchte, wie er wirklich muss, der erhält auf der Logimat professionellen Rat von einem Fachanwalt in dem Forum »Kein Geld verschenken«.

Messeleiter Peter Kazander freut sich unter anderem über das Plus an Platz: »Wir sind etwas luftiger gestaltet gegenüber dem letztem Jahr, als wir bis auf den allerletzten Quadratmeter, den allerletzten Winkel ausverkauft waren. Es gibt jetzt mehr Platz für Events, was die Messe für Besucher deutlich attraktiver macht.« Ganztägig werden die Stärken der verschiedenen AutoID-Technologien wie RFID, Barcode, 2D-Codes und Sensorik im sogenannten »Tracking & Tracing Theater« veranschaulicht. Das Live-Szenario besteht aus drei Segmenten, die den Versand, die Kommissionierung und den Autoteile-Shop beziehungsweise das Magazin in der Fertigung darstellen. Mehrmals täglich finden geführte Rundgänge statt, die den Durchlauf von Lieferungen und Teilen erläutern. Auf Monitoren werden die datenbezogenen Auswirkungen der Identifikationsvorgänge sichtbar. Zur täglichen Live-Präsentation zählen auch technische Lösungen wie die »Videounterstützung in der Warehouse-Logistik« und Demonstrationen zum Thema »Ladungssicherung«.

Vorführung zum Thema Warehouse Management

Eine weitere Live-Vorführung zeigt das Unternehmen Ehrhardt + Partner mit dem Lagerführungssystem LFS 400. Das Videomodul verbindet Videosequenzen der Lagerabläufe und verknüpft sie mit den Prozessdaten. Diese Synchronisation ermöglicht eine lückenlose Dokumentation aller Warenbewegungen.
So können bei Reklamationen nachträglich Sendungsinhalte und -qualitäten lückenlos überprüft werden. Außerdem entfällt eine aufwendige interne Recherche nach Fehlern. Für Warehouse Management Systeme (WMS) bringt die Investition einen echten Mehrwert und trägt schon kurzfristig zur deutlichen Optimierung und Kostenersparnis bei. Große Aufmerksamkeit wird auf der Logimat auch den Trends in der AutoID zuteil werden. Das Forum mit dem gleichnamigen Titel zeigt die Ausprägungen der AutoID-Technologie für das Tracking & Tracing mit Fokus auf die Kennzeichnung metallischer Objekte. Erfahrungsberichte zeigen, welche Potenziale die verschiedenen Kennzeichnungs-Technologien besitzen und warum es nicht immer um die Ablösung des Barcode durch RFID gehen kann. Maßgeblich ist die zu den Einsatzanforderungen passende Technologie-Auswahl. Das Augenmerk der Experten liegt auch auf komplementären Kennzeichnungstechniken von 2D-Code und RFID sowie auf den Prüfverfahren, welche die Lesbarkeit von Barcodes und 2D-Codes sichern.

Als Ergänzung des AutoID-Messeprogramms präsentiert sich das Forum mit dem
Motto: »EPC/RFID erfolgreich umsetzen – Ein RFID-Erfahrungsaustausch«. Organisiert von der GS1 Germany, erklärt das Forum die Nutzung von EPC/RFID sowie die Gestaltung einer transparenten Supply Chain. Als Beispiel werden dafür Lösungen aus den Bereichen Intralogistik und Behältermanagement gezeigt.

Ein besonderes Highlight der Logimat ist am zweiten Messetag das ganztägige Forum »Intralogistcs – Future – Technology« der Universität Stuttgart. Als Antwort auf die Dynamik in den Märkten der Intralogistik befassen sich die Experten dieser Tagesveranstaltung unter anderem mit der Methodik zum Benchmarking von Distributionssystemen sowie neuen Konstruktionselementen für die Intralogistik. Zudem werden das Paradigma »Fahrzeugschwarm« und das individuelle Weiterbildungsangebot »Master Online Logistikmanagement« erläutert. Wichtiger denn je ist das Thema »Energie«. Messeleiter Peter Kazander: »Energie ist ein Bereich, der in diesem Jahr sicherlich im Vordergrund stehen wird. Egal ob es um die Förderanlage oder um den Stapler geht – die Energieeffizienz steht im Mittelpunkt.«

Preise fürs beste Produkt

Auch auf der diesjährigen Logimat erwartet einige der Aussteller wieder eine Auszeichnung für das »beste Produkt«. Traditionell vergibt eine fachkundige Jury Preise an Unternehmen, deren innovative Produkte in den Kategorien »Software, Kommunikation, IT« sowie »Kommissionieren, Verpacken, Sichern« und »Beschaffen, Fördern, Lagern« Maßstäbe in puncto Rationalisierung, Kostenersparnis und Steigerung der Produktivität gesetzt haben.

Die Logimat expandiert seit ihrer Gründung im Jahr 2003 mit überdurchschnittlichen Zuwächsen bei Ausstellern, Fläche und Besuchern. Messeleiter Peter Kazander: »Diese Logimat unterscheidet sich von den Vorläufern durch ein gigantisches Wachstum. Wir haben auch mehr Möglichkeiten, auf Sonderflächen praxisnahe Lösungen vorzustellen. 2009 haben wir wieder in deutlich mehr Flächen investiert und haben jetzt verschiedene Sonderflächen in der Halle eingebaut, um die Verbindung zwischen der Ausstellung und der Praxis deutlich darzulegen.«

Kluge Logistiksysteme sind auch in der Krise gefragt

Die Entwicklung der Logimat, so der Messeleiter, mache auch deutlich, dass die Intralogistikbranche der Wirtschaftskrise trotze. Unternehmen mit neuen Technologien und Strategien, die dazu beitragen würden, Zeit-, Kosten- und Umweltressourcen effizient zu nutzen, hätten immer und überall Konjunktur. Kein Wunder also, dass Kazander von düsteren Szenarien wenig hält: »Ich unterstütze die These, dass der Logistik- und insbesondere der Intralogistik-Bereich noch nicht in dem Maße von der Finanzkrise betroffen sind. Vielleicht kommt es ein bisschen verzögert – dadurch, dass wir drei sehr gute Jahre hinter uns und somit ein vernünftiges Polster haben. Die meisten Unternehmen sind breit aufgestellt. Ich denke, dass wir alle ein kleines bisschen fallen. Aber ich bin optimistisch und glaube, wir fallen relativ weich.«

Die Logimat ist vom 3. bis 5. März 2009 täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

www.logimat-messe.de

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