20. APRIL 2018

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Traigo für schwere Fälle


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Schwerlaststapler - Mit einer Neuentwicklung erschließt Toyota im Elektrostapler-Bereich ein neues Segment für sich: Als jüngster Spross der Traigo-Familie erweitert der HT das Angebot um ein Gerät für hohe Tonnagen.

Das Handling von Baumaterialien und Papierrollen ist nichts für leichte Jungs. Denn dazu braucht ein Gabelstapler nicht nur ordentlich Kraft, sondern auch die notwendige Stabilität. Schließlich ist die Sicherheit bei Anwendungen dieser Art das Wichtigste. Speziell für Schwerlasteinsätze hat Toyota seine Elektrostapler-Baureihe Traigo um ein neues Familienmitglied erweitert und den Toyota Traigo HT, die Buchstaben stehen für hohe Tonnage, entwickelt.

Der jüngste Zuwachs hebt mühelos Lasten bis 8,5 Tonnen auf eine Hubhöhe bis 6,5 Meter. Trotzdem bleibt das leistungsstarke Fahrzeug dabei stets stabil. Mit dem Schwerlastgerät betritt Toyota im Bereich Elektrostapler Neuland. »Für uns ist die hohe Tonnage ein neues Segment«, sagt Matthias Fischer, Geschäftsführer von Toyota Material Handling Deutschland. »Aber es gibt in diesem Segment bisher nur wenige Hersteller.« Insgesamt schätzt Toyota den europäischen Markt auf 300 Maschinen, allerdings bei steigender Tendenz. Nicht zuletzt auch deswegen, weil Umweltschutz immer wichtiger wird und viele Unternehmer die Rußpartikel zunehmend aus ihren Hallen verbannen.

Ein alter Hase ist Toyata hingegen bei der Stabilität. Auch der jüngste Spross der Traigo-Familie profitiert von dem System für Aktive Stabilität (SAS), das den Fahrer und die Last dynamisch schützt. Dabei ist das Thema Sicherheit aktueller denn je, wie Kai Hesse, Produktmanager für Gabelstapler bei Toyota Material Handling, zu bedenken gibt: »Die EU implementiert zurzeit eine Kampagne, um Unfälle am Arbeitsplatz um 25 Prozent zu reduzieren. Dazu versucht eine europäische Arbeitsgruppe einen neuen Standard für die dynamische Stabilität von Staplern zu entwickeln.«

Effizient und effektiv
Dabei lassen sich mit SAS bis zu 70 Prozent der Betriebskosten eines Staplers, die für Personal und Schadensmanagement anfallen, reduzieren. Aber Effektivität und Effizienz stehen bei dem Traigo HT ohnehin ganz oben auf der Agenda: Der kompakte Kraftprotz mit dem kleinen Wenderadius verfügt über drei 80-V-Motoren, die mit der Toyota-AC2-Drehstromtechnik arbeiten. Der Antriebsmotor verfügt über eine Leistung von 27 kW. Das innovative Hub- und Lenkmotoren-System besteht aus 2x20-kW-Motoren. Der zweite Motor schaltet sich immer erst dann dazu, wenn zusätzlich Leistung benötigt wird.

Somit verbraucht der Stapler bei nicht so schneller oder hoher Lasthandhabung weniger Energie. Die Drehstromtechnologie arbeitet nicht nur sauber, sondern der Motor dreht sich beim Bremsen oder beim Fahrtrichtungswechsel anders herum und gewinnt so Energie zurück. Damit erhöht sich die Anzahl der Palettenbewegungen pro Batterieladung. Zusammen mit den 1.250-Ah-Hochleistungsbatterien ermöglicht die Drehstromtechnik, dass der Toyota Traigo HT über einen längeren Zeitraum mit Höchstleistung arbeiten kann. Apropos Batterie: Sie hält im Durchschnitt etwa fünf Jahre und kann dank der Seitenteile der Batterieabdeckung schnell ausgewechselt werden. Dadurch bestimmt sie übrigens auch im Wesentlichen das Design des Youngsters.

Der Toyota Traigo HT beschleunigt sanft und schnell auf die in seiner Klasse führende Höchstgeschwindigkeit von 16 km/h, wovon der Fahrer – und damit auch sein Arbeitgeber – vor allem bei weiten Strecken über die Zeitersparnis profitieren. »Mit dieser Geschwindigkeit liegt der Traigo auf Augenhöhe mit den Verbrennungsmotor-Staplern, die bis dato in diesem Bereich eingesetzt werden«, sagt Hesse. Motoren und Steuerungen des Schwerlaststaplers haben die Ingenieure von Toyota Material Handling zusammen entwickelt und optimal aufeinander abgestimmt und dadurch gleichzeitig die Leistung und die Effizienz maximiert.

Die optimale Leistung wählen
In der Praxis sieht das so aus: Durch die Auswahl zwischen drei voreingestellten Fahrstufen beim Toyota Traigo HT kann der Fahrer die jeweils benötigte optimale Leistung wählen. Der Standard-Modus »S« gewährleistet einen minimalen Energieverbrauch, während der Hochleistungsmodus »H« maximale Leistung bietet. Der Power-Modus »P« erreicht die optimale Balance zwischen diesen beiden. Auch ein benutzerdefinierter Custom-Modus »C« ist einstellbar. Des Weiteren gibt es noch die »Accel-off«-Funktion, mit der der Stapler sanft bremst, sobald das Fahrpedal losgelassen wird.

Intuitiv fahren wie man es beim Auto gewohnt ist dies ermöglichen die Pedale über ihre serienmäßig automobilkonforme Anordnung. Optional kann der Bediener aber auch eine alternative Pedalanordnung wählen, genauso wie zwischen verschiedenen hydraulischen Bedienelementen, von Standard-Minihebeln bis hin zu Multifunktionshebeln. Das Multifunktionsdisplay zeigt alle wichtigen Informationen schnell und übersichtlich an.
Dank seines niedrigen Einstiegs, der Trittstufen mit rutschfester Oberfläche und des großen Haltegriffs, ist es einfach, auf den Toyota Traigo HT aufzusteigen. Der Sitz und die Lenkung sind vollständig einstellbar, und die Lenksäule ist schmal gehalten, Alle wichtigen Komponenten sind leicht zugänglich, wodurch Ausfallzeiten auf ein Minimum reduziert werden. Durch die Ölbadlamellenbremsen benötigen die Schlüsselkomponenten nur minimale Wartung.

www.toyota-forklifts.de


Daten und Fakten
Toyota Material Handling Deutschland, Hauptsitz ist Langenhagen, vertreibt u.a. Toyota-Gabelstapler und alle Dienstleistungen rund ums Flurförderzeug im dualen Vertrieb, also über ein bundesweites Netzwerk von Niederlassungen und Vertragshändlern.
Die Traigo-Staplerbaureihe wird nach den hohen Qualitätsstandards des renommierten Toyota-Produktions-Systems (TPS) im Toyota-Werk in Bologna produziert.

Ausgabe:
lj 03/2010
Unternehmen:
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