25. AUGUST 2016

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Duisport empfängt chinesische Delegation


Mit einem großen Empfang wurde im Duisburger Hafen die Ankunft des regelmäßigen Containerzuges zwischen dem zentralasiatischen Chongqing und Duisburg gefeiert. Anlass war das starke Interesse chinesischer Medienvertreter und des Staatsfernsehens an der „Yuxinou“-Schienenverbindung zwischen Asien und Europa und speziell dem Duisburger Hafen als Zielpunkt.

Der Zug, der nur 16 Tage für die Fahrt zwischen den beiden Wirtschaftsmetropolen benötigt, war vor gut zwei Jahren als erster Zug zwischen China und Deutschland mit einem Rundlauf pro Woche gestartet. Inzwischen hat sich die Zahl der wöchentlichen Abfahrten auf drei erhöht – mit weiterhin positiver Wachstumsperspektive. „Der Zug ist doppelt so schnell wie der Transport auf dem Seeweg, aber nur halb so teuer wie die Luftfracht. Auf chinesischer Seite wird er bereits als neue Seidenstraße bezeichnet“, sagt Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, vor Stadt- und Medienvertretern aus Chongqing sowie zahlreichen Gästen der Stadt Duisburg und Teilnehmern deutscher sowie chinesischer Unternehmen aus dem Hafen und der Region. Die Verbindung hat das internationale Netzwerk Duisports erweitert.

„Der Hafen rückt dadurch noch stärker in den Blickpunkt globaler Lieferketten, stärkt Duisburg als führenden Logistikstandort und wirkt sich perspektivisch positiv auf die Beschäftigung aus“, betont Staake. Großes Potenzial bescheinigt auch Daoyi Ding, stellv. Generaldirektor des Informationsbüro aus Chongqing: „Chongqing ist mit mehr als 30 Millionen Einwohnern eines der am schnellsten wachsenden Ballungsgebiete der Welt. Die Zugverbindung bietet unheimliche Möglichkeiten in Bezug auf den kulturellen und wirtschaftlichen Austausch zwischen China und Europa“. Zahlreiche Unternehmen aus der Elektro-, Computer- und Hightech-Industrie, beispielsweise der US-Hersteller Hewlett Packard (HP), der taiwanesische Zulieferer für elektronische Geräte Foxconn oder der ebenfalls taiwanische Computerhersteller Acer, aber auch Automobilhersteller und -zulieferer sowie Maschinenbau-Unternehmen haben in der „Lichterstadt“ am Yangtsekiang ihre Produktionsstätten. Daoyi Ding: „Die Ankunft mitten in Deutschland und die Möglichkeit, Waren von hier aus weiter zu verteilen, macht den Containerzug für die bei uns ansässigen Produktionsfirmen sehr attraktiv.“ "Duisburg als Chinaexperte mit seiner langjährigen Städtepartnerschaft mit Wuhan baut damit seine Pole Position als Logistikdrehscheibe weiter aus. Das birgt gegenwärtig und insbesondere perspektivisch enorme Vorteile für den Wirtschaftsstandort, die Außenwirtschaftsförderung sowie die hiesige Arbeitsplatzentwicklung", betont Oberbürgermeister Sören Link.

Entwickelt wurde die 10.300 Kilometer lange transeurasische Verbindung durch China, Kasachstan, Russland, Weißrussland, Polen und Deutschland von DB Schenker Rail und Trans Eurasia Logistics, einem 2008 gegründeten Joint Venture der DB AG und der russischen Eisenbahnen RZD, als Alternative zur viel befahrenen und 2.000 Kilometer längeren Nordroute über die transsibirische Eisenbahn. Auch der Hersteller HP, der mit dem Zug von Chongqing aus hochwertige Elektronik und Computertechnik nach Duisburg transportieren lässt, war eingebunden. Die Vorteile liegen auf der Hand: So dauert allein das Überführen der Container von Chongqing zu einem chinesischen Seehafen etwa drei Tage. Ein Zeitraum, in dem der Zug Richtung Duisburg bereits die Hälfte seines Laufweges durch China hinter sich. Die Ladekapazität pro Zug beträgt 41 bis 50 Vierzig-Fuß-Container. Die Laufzeit beträgt nur 16 Tage und ist damit in etwa doppelt so schnell wie ein Transport auf dem Seeweg. Auch für die Sicherheit ist gesorgt: Jeder einzelne Container wird während der gesamten Transportdauer durchgängig per GPS-System überwacht. Eine direkte transkontinentale Zugverbindung nach China stellt eine interessante Angebotsergänzung zum Seetransport dar“, ist Erich Staake vom weiteren Erfolg der Chongqing-Duisburg-Relation überzeugt.

Datum:
18.09.2013
Unternehmen:
Bilder:

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