22. NOVEMBER 2017

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Nachprüfbar nachhaltig


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Validierung - Die Beumer Group legt auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ihrer Produkte großen Wert. Neu in diesem Zusammenhang ist eine Validierung der Produkte. Der Nutzer erhält das Ergebnis schwarz auf weiß.
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Wie hoch sind die Betriebskosten? Wie hoch ist der Energieverbrauch? Wie viele und welche Rohstoffe werden verbraucht? Wie sind die Arbeitsbedingungen für den Bediener der Anlage? Fragen nach der Nachhaltigkeit ihrer Systeme werden für Unternehmen immer wichtiger. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund steigender Energie- und Rohstoffpreise und einer an Schärfe zunehmender Klimadebatte. Doch wie nachhaltig ist eine Anlage, eine Maschine oder ein Antrieb? Um auf diese Frage eine klare Antwort geben zu können, ist der Beumer Sustainability Index (BSI) entwickelt worden, ein Validierungssystem, mit dem Beumer systematisch und kontinuierlich die Nachhaltigkeit neuer Maschinen und bestehender Lösungen misst.
»Unser Anspruch ist, Produktleistung und Verantwortung für Mensch und Umwelt miteinander zu verknüpfen und damit einen neuen Qualitätsstandard zu setzen«, erklärt Dr. Christoph Beumer, Vorsitzender der Geschäftsführung und Geschäftsführender Gesellschafter der Beumer-Gruppe. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, hat Beumer sich verpflichtet, seine Produkte auf drei Ebenen zu bewerten: Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung.

Sustainability Index
Der Beumer Sustainability Index ist ein Punktesystem, das die Nachhaltigkeit der Beumer-Produkte in Bezug auf die genannten Ebenen erfasst. »Ökonomische Leistungsfähigkeit, Marktpräsenz, finanzielle Chancen und Risiken sind bekannte Parameter. Ökonomisch nachhaltig werden unsere Produkte und Anlagen aber erst, wenn wir sie und die dazugehörigen Produktionsprozesse am langfristigen Kundennutzen ausrichten«, sagt Christoph Beumer.
Bisher standen meist die Total Cost of Ownership (TCO) im Mittelpunkt unternehmerischen Handelns. Nachhaltigkeit wurde damit ausschließlich aus ökonomischer Perspektive definiert. »Uns aber«, so Christoph Beumer, »geht es darum, auch ökologische und soziale Aspekte in die Rechnung miteinzubeziehen. Wir verfolgen daher den Ansatz des ›Total Value of Ownership‹. Das heißt, wir betrachten das jeweilige Produkt in seiner Gesamtheit, nicht nur von seiner Kostenseite her.«

Rohstoffe sind knapp und müssen daher mit Bedacht eingesetzt werden. Alle Anstrengungen müssen die Reduzierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs berücksichtigen. »Deshalb müssen wir Materialverbrauch, Abfälle und Emissionen auf ein Minimum reduzieren und Transportwege und Verpackungen optimieren«, sagt Christoph Beumer.
Soziale Verantwortung ist der dritte Punkt, auf den das Haus Beumer bei seiner Nachhaltigkeitsstrategie achtet. »Nur wenn Gesundheit, Arbeits- und Produktsicherheit stimmen, dazu Beschäftigungs- und Fertigungsbedingungen, ist eine langfristige und erfolgreiche Marktpräsenz zu erzielen. Dieser Zusammenhang spiegelt sich in unseren Produkten wider«, freut sich der Beumer-Chef. »Wir möchten den Begriff Nachhaltigkeit nicht als modisches Schlagwort verstanden wissen, sondern in seiner ureigensten Bedeutung: in der Ausgewogenheit, dem Gleichgewicht zwischen ökologischem Anspruch, ökonomischem Erfolg und sozialer Verantwortung.«

Erprobte Systeme
Um Nachhaltigkeit in Organisation und Prozessen umzusetzen, wendet Beumer die Managementsysteme ISO 9001 Qualitätsmanagement, ISO 14001 Umweltmanagement und OHSAS 18001 Arbeits- und Gesundheitsschutz-Management an. Beumer vereint diese drei Normen und bündelt sie. Zur Bewertung der Nachhaltigkeit mittels Beumer Sustainability Index wird jede der drei Ebenen in fünf Kategorien unterteilt. Darunter fallen zum Beispiel »Effizienz und Effektivität«, »Lebensdauer«, »produktionsbedingter Rohstoffverbrauch« oder auch »Schulungs- und Ausbildungsstandards«.


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lj 05/2011
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