22. NOVEMBER 2017

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Freude am Heben – BMW baut auf Demag Cranes


Special

Unternehmen BMW gibt nicht nur bei Automobilen und Motorrädern die Richtung vor. Auch die internenProzesse des ebenso ambitionierten wie erfolgreichen Fahrzeugherstellers werden kontinuierlich verbessert.
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In seinem Stammwerk in München baut BMW die Modelle der 3er-Reihe. Rund 200.000 Fahrzeuge verlassen pro Jahr das Werk im Stadtteil Milbertshofen. Zudem werden an diesem Standort 300.000 Motoren in verschiedenen Baugrößen produziert. Mehr als 400 verschiedene Pressteile bilden die Basis für die Herstellung eines BMW der 3er-Reihe. Dazu werden im Presswerk II des Werks München täglich rund 600 Tonnen Stahlblech verarbeitet, aus denen mehr als 130.000 Karosserieteile entstehen.

Zum Presswerk II gehört auch das Gebäude 154. In den beiden parallelen Hallenschiffen Nord und Süd wurden zwischen 2002 und 2008 vier Demag-Prozesskrane installiert, die über höhere Tragfähigkeiten als ihre Vorgänger verfügen. Die Zweiträger-Prozesskrane ZKKW sind ausgelegt für den dauerhaften Allround-Einsatz in dem Presswerk: Aufgaben der Krane sind die Lagerung und Just-in-time-Bereitstellung der Pressenwerkzeuge sowie deren Handling für Wartungsarbeiten, der Werkzeug- und Materialtransport über der Verladeöffnung aus der 6 m tiefer gelegenen Erdgeschoss-Ebene, der Transport und die Positionierung von Coils sowie Platinenstapeln und allgemeine Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten.
Um die Leistungsfähigkeit des Presswerks weiter zu steigern, ließ BMW im Hallenschiff Süd eine neue Servopressenstraße installieren. Hier leisteten die Prozesskrane ihren ersten Beitrag bereits beim Aufbau der Anlage.

Besondere Vorgaben

In dem 25 m breiten und 150 m langen Hallenbereich wurde die über 80 m lange Servopresse mittig platziert. Zusätzlich wurden zwei parallele Förderbänder für die Ausschleusung sowie Transportaufzüge installiert. Damit entstanden zahlreiche Störkonturen, die als Umfahrbereiche eingerichtet werden mussten. Der gesamte Pressenbereich darf zum Beispiel vom Kran nur dann überfahren werden, wenn die Katze in die Seitenposition gefahren worden ist. Neben der für Werksführungen genutzten Besuchertribüne am Kopf der Halle wurden weitere Sperrbereiche eingerichtet, die zum Teil nur mit einer fest definierten Hakenhöhe und -stellung überfahren werden dürfen.

Komplexes Konzept

Um die bestehenden Krananlagen fit für die veränderten Einsatzbedingungen zu machen, erarbeitete Demag Cranes & Components ein komplexes Steuerungskonzept, das den hohen Anforderungen an die Sicherheitskategorie 3 entspricht. Kern der neu installierten Technologie ist eine dreidimensionale Umfahrsteuerung für die zwei Krananlagen, die derzeit 21 Sperrbereiche berücksichtigt und per Ethernet mit weiteren Schnittstellen an den Kranen und Produktionsanlagen aktiv vernetzt ist (Produktion: Wartungsplattformen der Presse; Aufzuganlagen für den vertikalen Teiletransport.

Krantechnik: permanente Überprüfung der Hakenstellung; sensorische Überwachung der Werkzeughöhe; lastabhängige Krandistanzierung). Wolfgang Korzak, Leiter Umrüstungen und Modernisierungen bei Demag Cranes & Components: »Mit diesem anspruchsvollen Projekt haben wir die zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten voll ausgeschöpft.

Das von uns entwickelte Sicherheitskonzept wurde in enger Abstimmung mit der Berufsgenossenschaft realisiert und gewährleistet unserem Kunden BMW Group die höchstmögliche Verfügbarkeit der Krananlagen.«


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lj 01/2013
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