20. NOVEMBER 2017

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Die Zone macht's


Special / Intralogistik

Lagertechnik - Pufferstrecken in stationären Transportsystemen automatisieren und Objektestaudrucklos fördern: Zone-Control von Sick erledigt das ohne eine zentrale Steuerung.
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Sensormodule managen die drei möglichen Logiken selbst und können auch die Fördersegmente in Eigenregie ansteuern. Im Sleep-Modus wird eine der Sensorvarianten zum Materialfluss-Pförtner. Die Sensoren bieten auf schwarze Objekte Tastweiten bis 900 mm sowie eine exakte Hintergrundausblendung und hohe Fremdlichtsicherheit. Ihre Montage kann von unten zwischen den Rollen, seitlich in einer Förderwange oder oberhalb der Transportebene erfolgen. Die Logiken für Block- und Einzeleinlauf, bei Bedarf mit Sleep-Modus, lassen sich bequem einstellen. Die komplette Zone-Control-Applikation wird von Sick ohne Schnittstellenrisiken als Systemlösung umgesetzt.

Software für die Planung

Bei der Projektplanung leistet das Software-Tool Zone-Control-Selector mit integrierter Simulation Unterstützung. Pufferstrecken in automatischen Materialflusssystemen haben die Aufgabe, Objekte gezielt aufzustauen und in definierter Weise einem nachgelagerten Prozess wie einer Palettierung zuzuführen. In ihrer Funktion sind sie zum einen darauf ausgelegt, eine diskontinuierliche Zuführung zu verstetigen und zu einer möglichst hohen und gleichmäßigen Auslastung nachgelagerter Stationen beizutragen, in dem sie Kartons, Behälter oder Paletten zwischenzeitlich stauen und aus der Stauzone herausfahren. Zum anderen dient ihre Pufferfunktion dazu, Paletten oder Kartons gezielt aufzuhalten und zurückzustauen, wenn eine Station zeitweilig nicht verfügbar ist, etwa bei einer Störung eines Folienwicklers zur Ladungssicherung. In beiden Fällen bedeuten gezieltes Puffern und Abziehen mehr Performance für den fördertechnischen Prozess.

Freie Plätze erkennen

Je länger ein Puffersegment jedoch wird, desto mehr Sensorik ist in der Regel erforderlich, um ankommende Förderobjekte zu erfassen und freie Stauplätze zu detektieren. Werden zudem unterschiedlich große Objekte gepuffert, bedarf es einer besonderen Logik, um die Schaltsignale der Stau-Sensoren prozessgerecht interpretieren zu können. Jeden Sensor einzeln zu verdrahten ist weder technisch effizient noch wirtschaftlich sinnvoll. Im Zone-Control-Portfolio von Sick stehen verschiedene Produktfamilien zur Auswahl, die für bestimmte Einbausituationen optimiert sind. Der nur schaltende Rollensensor »R« für den Stand-alone-Einsatz und der intelligente Rollensensor »IR« mit integrierter Logik und Reihenschaltungsfunktion können dank ihrer adaptierten Bauform bei Staurollenförderern zwischen den Rollen montiert werden. Dies spart Platz und vermeidet Kollisionen mit dem Fördergut. Zusätzliche Freiheitsgrade bei der Anlagenauslegung eröffnet der IR dadurch, dass er auch kompatibel zu Motorrollen oder kundenseitig gewünschten Ventilen zur Verfügung steht. Die Detektionslösung ZLM mit integriertem Magnetventil eignet sich für die seitliche Montage an der Förderstrecke.

Sensor gemäß Fördergut

Je nach Fördergut lassen sich verschiedene optoelektronische Gleichspannungssensoren anschließen. Für Pakete oder geschlossene Behälter könnten Z-Sensoren oder Elf-Sensoren von Sick eingesetzt werden. Ist das Produkt extrem flach oder gelöchert, ist beispielsweise die Multi-Task-Lichtschranke Reflex Array die richtige Wahl. Die Produktfamilie WLR mit Anschluss an alle 9,4 mm-DIN-Ventile ist immer dann eine Option, wenn die Detektion über dem Förderband erfolgen soll und ein besonders robuster, wash-down-fähiger Sensor gefragt ist, der auch unter rauen Einsatzbedingungen zuverlässig und dauerhaft funktioniert.


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lj 02/2014
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