02. JULI 2016

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Espresso Express


Dienstleister - Vor dem Genuss steht die Leistung: Damit Espresso-Liebhaber das heiß begehrte Produkt des Kaffeerösters Lavazza genießen können, ist perfektes Supply Chain Management nötig.

Lavazza steht mit seinem Kernprodukt, dem Espresso, für italienische Lebensart und puren Genuss. Dachser dagegen steht für logistische Höchstleistungen und innovative Informationstechnologie. Der unterschiedlichen Ausrichtung beider Firmen zum Trotz gibt’s eine gewachsene Verbindung: Lavazza ist seit über 20 Jahren Kunde von Dachser. Seit zwei Jahren setzt der Kaffeeröster zudem auf Dachsers SCEM-Anwendung Active Report (SCEM steht für Supply Chain Event Management). Active Report informiert Lavazza zuverlässig über Unregelmäßigkeiten im Sendungsverlauf. Trifft eine Active Report-Meldung ein, ist häufig noch genügend Zeit, um beispielsweise eine zweite Anlieferung einzuleiten. Alles wird unternommen, damit die lückenlose Logistikkette bis hin zum Nippen an der Espresso-Tasse nicht unterbrochen wird. Dafür ist eine eigens auf Lavazza abgestimmte Logistik notwendig. In der Dachser-Niederlassung Mannheim verbinden sich die Wege der beiden Unternehmen direkt im Warehouse. Täglich treffen hier drei komplett beladene Lkw aus dem Lavazza-Werk Settimo nahe Turin ein. In Mannheim wird die Ware aus Italien nicht nur gelagert und kommissioniert. Hinzu kommen die Vorbereitung von Promotionaktionen und der Displaybau, bevor - abgestimmt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Empfänger - deutschlandweit an die Kunden von Lavazza geliefert wird.
»Der Kaffee soll schmecken, egal ob in einem normalen Lokal, in einer Szenebar oder zu Hause. Dafür steht Lavazza seit Jahr und Tag«, sagt Detlef Gürke, Leiter des Kundenservice’ von Lavazza. Damit das auch so bleibt, muss der Kaffee stets verfügbar sein. Kein Lavazza-Kunde soll durch ein fehlendes Angebot zu Konkurrenzprodukten greifen müssen. Mit Dachsers SCEM-Anwendung Active Report ist der Kaffeeröster gegen alle etwaigen Probleme im Sendungsverlauf gewappnet. Fehlmengen können ausgeglichen werden, und der Kontakt zum Kunden entsteht nicht erst dann, wenn es zu spät ist.
Active Report ist zu einem wichtigen Instrument der Qualitätssicherung bei Dachser geworden. Die Vorteile im einzelnen: Dachser-Kunden können die von ihnen gewünschten Reports bis auf die Produktebene definieren. Jede Sendung wird während des gesamten Verlaufs lückenlos überwacht. Der Kunde wird zeitnah über Abweichungen informiert. Fehlentwicklungen können korrigiert werden. Mit Blick auf das Lavazza-Produkt spielt Schnelligkeit hier natürlich eine wesentliche Rolle. Service-Experte Detlef Gürke: »Der Anspruch von Lavazza, Einfluss auf die Qualität des Kaffees in der Tasse zu nehmen, wird von Dachser konsequent umgesetzt.« Supply Chain Event Management soll Unternehmen die Entscheidung erleichtern, bestimmte logistische Prozesse von Experten abwickeln zu lassen und, wie von Dachser gewährleistet, trotzdem den Überblick über alle Vorgänge entlang der logistischen Kette zu behalten.

Alle Abläufe werden abgebildet
Eine zeitnahe Überwachung einzelner Prozessabläufe ist für viele Logistikkunden nur dann von Vorteil, wenn die Möglichkeit besteht, korrigierend in den Prozess eingreifen zu können. Beim Active-Report-System werden alle operativen Abläufe und die damit verbundenen Ereignisse aufgenommen und abgebildet. Kommt es bei vordefinierten Prozessen zu Unregelmäßigkeiten (weil beispielsweise eine veränderte Warenannahmezeit nicht weitergeleitet wurde), erhält der Dachser-Kunde umgehend eine Mail und kann die Fehlentwicklung zügig korrigieren. Dabei legt Dachser großen Wert darauf, den Kunden nur mit jenen Informationen zu versorgen, die er wirklich braucht, und ihn so vor einer unerwünschten Datenflut zu schützen. Welche Ereignisse wirklich reportpflichtig sind, wird in enger Absprache mit dem Auftraggeber festgelegt. Im Idealfall kann ein in der Entstehung befindliches Problem durch Active Report noch rechtzeitig in einen regulären Betriebsablauf umgewandelt werden. Mittel- und langfristig ergeben sich dadurch wie auch durch die SCEM-Optimierung- Prozesse spürbare Einsparungen und ein höherer Servicegrad. Detlev Gürke von Lavazza: »Wenn etwas mal nicht stimmig ist, Menschen machen nun mal Fehler, dann ist eine Anwendung wie Active Report genau das Richtige. Lavazza wird sofort über Unregelmäßigkeiten im Sendungsverlauf informiert und hat noch genügend Zeit, eine schnelle Lösung herbeizuführen.«
Zur Leistung von Lavazza für die eigenen Kunden zählt nicht zuletzt das Sicherstellen der Auslieferqualität, denn jeder misst einen Kaffeeröster daran, ob dessen Ware in einwandfreiem Zustand ankommt. Auch diesbezüglich ist Lavazza-Mann Gürke voll des Lobes: »Vom ersten Tag an habe ich gemerkt, dass die Leute von Dachser sich als Teil eines Familienunternehmens fühlen. Gemeinsam möchte man einen Mehrwert schaffen. Das ist auch das Verdienst der ausgezeichneten Behandlung durch die Dachser-Niederlassung Mannheim.« Die heiß begehrte Ware von Lavazza liefert Dachser auch in die Deutschland-Zentrale des Unternehmens in Frankfurt am Main. Dort wird seit 1999 ein Espresso-Geschmacks-Trainingscenter unterhalten. Das hauseigene Schulungszentrum des Kaffeerösters will Interessenten näher bringen, wie guter Espresso schmecken soll. Über 5.000 Trainingsteilnehmer wurde auf diese Weise schon auf den richtigen Geschmack gebracht. In aufeinander aufbauenden Kursen nutzen vor allem Gastronomen, aber auch viele Privatleute das Angebot der Espresso-Experten aus Italien. Die Kaffeekenner schulen nicht nur den Geschmack der Trainingsteilnehmer, sondern sagen ihnen zudem, wie die fachlich korrekte Zubereitung zu erfolgen hat und welches Equipment dafür vonnöten ist.

Eine zentrale Plattform für die Kommunikation mit dem Kunden
Das EDI-Center von Dachser ist die zentrale Kommunikationsplattform zwischen dem Logistikdienstleister und dem Kunden. EDI integriert und optimiert dabei wiederkehrende Abläufe. So werden neben den logistischen Kernprozessen beispielsweise auch Bestellungen, Rechnungen und Zahlungseingänge vereinheitlicht und automatisiert. Vorteile dieser Vorgehensweise sind eine spürbare Zeitersparnis und die deutliche Reduzierung von Fehlerquellen. Um immer auf der Höhe der Zeit zu bleiben, ist Dachser durch aktive Mitarbeit in Arbeitskreisen wie GS1 und DSLV maßgeblich an der Gestaltung industrieller EDI-Standards beteiligt. Im Vordergrund der Überlegungen aber steht immer der größtmögliche Kundennutzen. Wie auch in diesem Fall: Zusammen mit Dachser hat Lavazza einen Qualitätszirkel gegründet, in dem besprochen wird, wie man das ohnehin hohe Qualitätsniveau weiter steigern kann.

Regelmäßige Prozessanalyse
Der Logistikdienstleister zeigt im Qualitätszirkel Optimierungspotenziale auf, die dann in enger Abstimmung mit Lavazza umgesetzt werden. Als effektives Werkzeug zur Aufdeckung von unerkannten Möglichkeiten hat sich Active Report erwiesen. Detlef Gürke: »Active Report hilft uns zu erkennen, wo wir uns besser aufstellen können und wo die Zusammenarbeit mit dem Logistiker noch intensiviert werden kann. Messbar ist, dass wir in den vergangenen anderthalb Jahren große Vorteile erzielt haben. Früher haben wir für die Behebung von Problemen schon mal Tage gebraucht, und es war trotzdem nicht unbedingt klar, warum etwas nicht richtig lief. Heute können Probleme zügig erkannt und analysiert werden, denn durch Active Report haben wir den gleichen Wissensstand wie der Logistiker.«


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Dachser in Zahlen
Eines der leistungsstärksten Unternehmen der Branche
1930, mitten in Zeiten der Rezession, legte Thomas Dachser den Grundstein für eine Firma, die bis zum heutigen Tag zu einem der leistungsstärksten Unternehmen der Branche zählt. Noch heute befindet Dachser sich im Eigentum der Gründerfamilien und ist damit eines der wenigen führenden Familienunternehmen der Logistikbranche. Hier die beeindruckenden Eckdaten von Dachser (2004): 2,4 Mrd. Euro Umsatz, 12.450 Mitarbeiter, 208 Profitcenter, 26,2 Millionen Sendungen, 14,6 Millionen t Tonnage, 3,2 Millionen Quadratmeter Arbeitsareal, 880.000 Quadratmeter Lagerfläche, 6.450 Transporteinheiten.

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