01. JUNI 2016

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Post-Geheimnis


Automatisierung - Was in anderen Branchen üblich ist, geht jetzt auch bei Postdienstleistern. Ein Produktions- und Planungssystem des Siemens-Bereichs I& steigert in Briefzentren die Produktivität.

Die Briefsortierung in einem Postzentrum ist eine anspruchsvolle Aufgabe der Prozess- und Materialfluss-Steuerung. Dabei sind die Betriebsabläufe unter dem Gesichtspunkt der Informationsverarbeitung durchaus vergleichbar mit den Vorgängen in einem Fertigungsbetrieb. Auch bei der Postautomatisierung fallen große Mengen an Prozessdaten an, die wichtige Grundlagen liefern für die Optimierung der Reaktionsschnelligkeit, der Transparenz oder der Effizienz. Eine umfassende Darstellung aller betrieblichen Abläufe ermöglicht deshalb auch hier eine deutliche Produktivitätssteigerung.
Was in der Warenproduktion schon seit längerem üblich ist, hat Siemens jetzt auf den Prozess der Briefsortierung übertragen. Das Geschäftsgebiet Postautomatisierung des Unternehmensbereichs Industrial Solutions and Services (I& ) hat ein Produktions- und Planungssystem (PPS) vorgestellt, mit dem Postdienstleister sämtliche Aspekte der Bearbeitung von Postsendungen kontrollieren und steuern können.
Das System ermöglicht einen permanenten Überblick über die aktuelle Situation eines Briefzentrums und informiert laufend über das Sendungsaufkommen, die Ressourcenverfügbarkeit und den Materialfluss. Die Lösung liefert ständig aktuelle Informationen über die zu verarbeitenden Mengen und die aktuell vorhandenen Ressourcen an Personal und Maschinen. Aktuelle Prognosen ermöglichen eine schnelle und fundierte Reaktion auf etwaige Engpässe.

Optimale Prozess-Steuerung mit einer Vielzahl von Daten
Zum Betrieb benötigt die Lösung Informationen aus anderen Systemen. So ermittelt das PPS anhand der Transportplanung, zu welcher Zeit die Post eintreffen wird und wann sie wieder abtransportiert werden muss, um die Zustellzeiten garantieren zu können. Aus den Mengendaten der Betriebsdatenerfassung (BDE) ermittelt das System die zu verarbeitenden Mengen und errechnet daraus laufend den optimalen Sollzustand. Dieser kann akzeptiert, abgelehnt oder neu festgelegt werden. Aus jeder dieser Aktionen generiert das integrierte Prozessleitsystem entsprechende Aufträge für die optimale Belegung der Briefsortieranlagen.
Daneben optimiert das System die Personalplanung. So steuert die Lösung mit Hilfe des Personaleinsatzplans den spezifischen Mitarbeitereinsatz anhand der üblicherweise zu erwartenden und eingeplanten Mengen. Die elektronische Zeiterfassung hilft dabei, den Mitarbeitereinsatz an den einzelnen Maschinen zu steuern, etwa bei Unterbrechungen durch Wartungsarbeiten.

Siemens I&
Problemlöser für die verschiedensten Branchen
Der Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I& ) ist System- und Lösungsintegrator für Anlagen der Industrie und Infrastruktur und weltweiter Dienstleister im Anlagengeschäft. Das Angebotsspektrum reicht von der Planung über die Errichtung von Anlagen bis zur Betreuung während ihres gesamten Lebenszyklus›. Ziel ist die Steigerung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit in unterschiedlichsten Bereichen. Dazu zählen Metallurgie und Wasseraufbereitung, Schiff- und Tagebau sowie Flughafenlogistik und Postautomatisierung.

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