25. SEPTEMBER 2016

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Dynamik statt Depression Daten & Fakten


Markt

<b>Logimat 2010</b> Vom 2. bis zum 4. März steht die neue Stuttgarter Messe ganz im Zeichen von Dis-tribution, Material- und Informationsfluss. Auf der Logimat zeigen 700 Aussteller, wie man in schwieriger Zeit logistische Prozesse optimieren kann.

Die Richtung stimmt. Nach dem dramatischen Einbruch in den zurückliegenden anderthalb Jahren nimmt die Wirtschaft nun wieder Fahrt auf. Noch nicht im gewünschten Maße, aber immerhin. Fest steht: Wer am Aufschwung teilhaben möchte, muss jetzt seine Prozesse optimieren. Was diesbezüglich auf dem Gebiet von Distribution, Material- und Informationsfluss geleistet werden kann, zeigt vom 2. bis zum 4. März die Logimat in Stuttgart. Obwohl die logistische Leistungsschau mit über 700 Ausstellern auch in diesem Jahr ein voller Erfolg zu werden verspricht, hat auch die Logimat die Auswirkungen der Krise zu spüren bekommen. Messechef Peter Kazander: »Die Marketing-Budgets wurden deutlich später freigegeben, was die Planung der Logimat nicht einfacher gemacht hat.« Inzwischen aber steht fest: Es bewegt sich wieder etwas in der Branche. Diese Tatsache findet auch im aktuellen Messemotto ihren Niederschlag: »Die Branche bewegen – Chancen nutzen«. Im vergangenen Jahr haben die Unternehmen ihre Chancen intensiv genutzt, um bestehende Produkte weiterzuentwickeln und effizienter zu gestalten. Und auch die Logimat kann mit sieben Jahren stetigen Wachstums eine positive Bilanz ziehen. Mit einer Ausstellungsfläche von 52.000 Quadratmetern bleibt die Materialfluss-Messe auch 2010 auf der Erfolgsspur.

Vielfältige Lösungsansätze

Die auf der Fachmesse präsentierten Produkte und Dienstleistungen zeigen, wie Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen ihre innerbetriebliche Logistik und Distribution rationalisieren können. Das Messeangebot umfasst einzelne Produkte ebenso wie komplette Systeme, unter anderem für die Fertigung und für die Kommissionierung. Darüber hinaus bieten zahlreiche Firmen ihre Dienstleistungen an. Wer etwa bestimmte Aufgaben aus seinem Unternehmen auslagern möchte, findet auf der Logimat den passenden Outsourcing-Partner.

Gerade in schwierigen Zeiten seien Lösungen und Technologien gefragt, die Prozesse effizient gestalten, Kosten einsparen und Rohstoffe schonen, sagt Messechef Kazander. Entsprechend vielfältig sind die Themen von Foren und Diskussionsrunden: Green Logistics, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind drei davon. Gemeinsam mit Wegen und Strategien zur Produktivitätssteigerung nehmen sie breiten Raum im Rahmenprogramm der Logimat 2010 ein.

Mehr Retrofitting
Ein wichtiges Thema in den Foren, die mit hochkarätigen Referenten besetzt sind, wird auch das Retrofitting von Logistikanlagen sein. Kein Wunder, denn gerade in schwieriger Zeit überlegen sich viele Unternehmer, ob sie in eine neue Anlage investieren oder die bestehende doch lieber modernisieren sollen. »Der Bereich Retrofitting«, weiß Logimat-Macher Peter Kazander, »war immer relativ überschaubar, mittlerweile aber ist er beachtlich gewachsen.«

Über Themen wie Retrofitting und Green Logistics hinaus werden sich Referenten aus Wirtschaft und Forschung auch mit effizientem Warehouse Management, Identifikationstechnologie, Ladungssicherung, intelligenter Verpackung und Logistikimmobilien befassen. Insgesamt 22 Fachforen und 51 Ausstellervorträge werden angeboten. Die Themen decken das gesamte Spektrum der Intralogistik ab.

WMS aus der Steckdose
Nachdem es von der Wirtschaftskrise überschattet wurde, ist das Thema Green Logistics wieder stärker in den Vordergrund gerückt. Peter Kazander: »2009 hieß es eher, Green ist schön, aber Grau ist billiger. Jetzt ist Grün zurückgekommen.« Eine rege Diskussion dürfen die Besucher des Fachforums »Warehouse Management aus der Steckdose« erwarten, das von Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Leiter des Fraunhofer-Institutes für Materialfluss und Logistik, moderiert wird. Der Markt für Logistiksoftware wandelt sich, seitdem auch komplexe Warehouse-Management-Systeme für vergleichsweise wenig Geld angeboten werden eine Entwicklung, die reichlich Gesprächsstoff bietet.

Blick in die Zukunft
Ein Messe-Highlight stellt auch die Veranstaltung »Intralogistics – Future – Technology« dar. Sie wird von Professor Dr.-Ing. Karl-Heinz Wehking moderiert, Leiter des Instituts für Fördertechnik und Logistik (IFT) der Universität Stuttgart und Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Technische Logistik (WGTL). Im Fokus der Referenten stehen sowohl die Planung logistischer Systeme als auch die automatisierte Identifikation am Beispiel der Pharmaindustrie. Prof. Dr. Willibald Günthner, Inhaber des Lehrstuhls für Fördertechnik, Materialfluss, Logistik der TU München, moderiert das Fachforum »Fit@work«. Thema ist die Vereinbarkeit von Alter und Belastung in der operativen Logistik. Auch neue Methoden und Werkzeuge, mit denen dem demographischen Wandel in Produktion und Logistik begegnet werden kann, werden erörtert.

Logistik zum Anschauen

Im sogenannten Tracking and Tracing Theatre werden den Besuchern die Logistik im Automotive-Sektor und die Verfolgung von Sendungen bis in die Produktion hinein veranschaulicht. Wesentlicher Teil der Vorführung ist die produktionsinterne Materialzuführung mit RFID-Kanban-Karten. Die Demonstration verdeutlicht, welche AutoID-Technologien verfügbar und wie die einzelnen Technologien im Verbund einsetzbar sind. »Die Vereinfachung der Schnittstellen im RFID-Bereich spielt heute eine wichtige Rolle. Wir verzeichnen eine deutliche Entwicklung im unkomplizierten Zusammenschluss von verschiedenen Systemen. Das Ganze wird einfacher weniger isolierte Systeme, mehr Einbindungen«, weiß Logimat-Messeleiter Peter Kazander.

Instabile Ladegüter wie beispielsweise Big Bags oder Produkte in Kunststoff-Eimern stellen für jeden Verlader seit jeher eine Herausforderung dar. Anhand vieler Praxisbeispiele wird gezeigt, wie Transportschäden vermieden werden können. Ein attraktiver Bestandteil des Logimat-Rahmenprogramms ist auch in diesem Jahr wieder die Verleihung der Preise für die besten Produkte 2010. Mit der Auszeichnung werden Produkte gewürdigt, die bei der innerbetrieblichen Logistik wesentlich zu Rationalisierung, Kostenersparnis und Produktivitätssteigerung beitragen. Traditionell vergibt die fachkundige Jury Auszeichnungen in den Kategorien »Software, Kommunikation, IT«, »Kommissionieren, Verpacken, Sichern« und »Beschaffen, Fördern, Lagern«.

Im Zeichen des Aufbruchs

Nach dem für die gesamte Wirtschaft schwierigen Jahr 2009 steht die Logimat diesmal im Zeichen des Aufbruchs. »Wir spüren die Innovationskraft der Aussteller, die zeigen wollen, wie sie den durch die Wirtschaftskrise veränderten Marktbedingungen trotzen«, lobt Messechef Peter Kazander den Ideenreichtum und die Weitsicht der ausstellenden Unternehmen. Zufriedenheit auch im Hause Euroexpo, Kazanders Arbeitgeber und Veranstalter der Materialfluss-Messe in Stuttgart: »Wegen des zunehmenden Rationalisierungsdrucks wird die Bedeutung der Logimat als Marktplatz der Innovationen weiter wachsen.«

Nach ihren Anfängen auf dem alten Messegelände in der Stadt findet die Logimat seit 2008 in der neuen Messe am Stuttgarter Flughafen statt mit Blick auf seine Erreichbarkeit ein geradezu idealer Standort.

Öffnungszeiten und Preise

Die Logimat ist vom 2. bis zum 4.März täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Ein Tagesticket kostet 28, die Dauerkarte 35 Euro. Messekatalog und Rahmenprogramm sind im Preis inbegriffen.

www.logimat-messe.de


Daten & Fakten
Die Logimat ist in diesem Jahr Präsentationsplattform für über 700 Aussteller. Die Ausstellungsfläche beträgt 52.000 qm.
Termin ist der 2. - 4. März. Die Logimat findet in den Hallen 1, 3, 5 und 7 der neuen Stuttgarter Messe (am Flughafen) statt.
Das Messeticket kostet € 28 (Tageskarte), die Dauerkarte € 35 (inklusive Messekatalog und Teilnahme am Rahmenprogramm).

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