17. NOVEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

Neue E-Freight-Leistungen von Logwin


Papierfreie Dokumentation für maximale Genauigkeit

Der international tätige Logistikdienstleister Logwin bietet seinen Kunden ab sofort E-Freight-Leistungen. E-Freight soll den alten Air Waybill (Luftfrachtbrief) aus Papier durch die elektronische Dokumentation ersetzen. Der Spediteur überträgt dazu die Air Waybill-Daten an die Airline. Sobald die Fluggesellschaft mit dem Event „RCS“ (received from shipper) die Annahme der Sendung bestätigt hat, ist der Luftfrachttransportvertrag geschlossen. Bei der elektronischen Dokumentation zwingt die definierte Eingabemaske, durch einheitliche Erfassung aller Angaben, alle am Prozess Beteiligten zu maximaler Genauigkeit. Weltweit sind alle Logwin-Standorte in der Lage, die Dokumentationsschritte für die Luftfrachtabwicklung vollständig elektronisch abzubilden.

„Um einen Luftfrachttransport durchgehend papierlos gestalten zu können, müssen alle Beteiligten dafür ausgerüstet und dazu bereit sein“, erläutert Andy Nutz, Director Information Technology bei Logwin das Problem an der Sache. „Dazu gehören neben dem Versand- und Empfangsspediteur auch die Flughäfen, die Airlines, die Ground-Handler1 und der Zoll.“ Solange auch nur einer der Beteiligten nicht auf E-Freight umgestellt hat, wird irgendwann im Laufe der Prozesskette ein ausgedruckter Beleg erforderlich. Fehlt dieser, kann es unter Umständen bei einer am Zielort angekommenen Sendung zu Verzollungs- oder Haftungsproblemen kommen.

Um die Akzeptanz und Datenqualität von E-Freight weiter zu erhöhen, hat die IATA (International Air Transport Association) kurz nach Einführung des Projektes Mitte 2007 das sogenannte „Message Improvement Program“ (MIP) gestartet. Teilnehmer sind Airlines sowie Logistik- und Transportunternehmen. Mit Hilfe des MIP lässt sich die Qualität der Daten aller Prozessbeteiligten überprüfen. Die Teilnehmer berichten regelmäßig über ihre E-Freight-Erfahrungen wie Vollständigkeit der Datensätze, Dauer der Übertragung oder besondere Vorkommnisse. Das MIP dokumentiert die Berichte, wertet sie in monatlichen Statistiken aus und stellt diese allen Programmteilnehmern zur Verfügung. Mit guten Auswertungsergebnissen will die IATA auch E-Freight-Skeptiker von den Vorzügen der elektronischen Dokumentation überzeugen.

Welche Airlines, Logistiker und Zollagenten für welche Destinationen bereits E-Freight-anerkannt sind, kann online auf der IATA-Website eingesehen werden. Genaue Prüfungen der Strecken sind dennoch notwendig – die E-Freight-Tauglichkeit hängt mitunter auch von der jeweiligen Verbindung und Zwischenstopps ab.

Logwin schätzt übrigens, dass sich durch E-Freight jährlich 7.800 Tonnen Papier einsparen ließen, wenn alle Logistikunternehmen, Airlines und Zollabteilungen weltweit mitzögen.

Datum:
22.10.2010
Unternehmen:
Bilder:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 


  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Weltmarkt Flurförderzeuge

logistik journal: Weltmarkt Flurförderzeuge 2016

Video der Woche

 

ANZEIGE