Zur Erinnerung: Um eine eigene Plattform für den Bereich Intralogistik zu schaffen, wurde die Cemat aus dem Verbund der Industriemesse Hannover herausgelöst.

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Die neue Messe soll Aussteller und Besucher speziell aus dem Bereich der Logistik anziehen, besser noch: aus dem Bereich der Intralogistik. Der interdisziplinär angelegte Begriff umfaßt laut Viastore-Chef Christoph-Hahn Woernle, der auch als Sprecher des Forums Intralogistik auftritt, „die Organisation, Steuerung, Durchführung und Optimierung des innerbetrieblichen Materialflusses, der Informationsströme sowie des Warenumschlags in Industrie, Handel und öffentlichen Einrichtungen“. Etwas knapper könnte man auch sagen: Die Intralogistik umfaßt alle logistischen Prozesse mit Ausnahme des reinen Transports, jener Aufgaben also, die üblicherweise von Spediteuren wahrgenommen werden. „Das ist eine andere Branche“, sagt Christoph Hahn-Woernle.

Doch zurück zur Cemat: Insgesamt würden für die Zeit vom 11. bis zum 15. Oktober nächsten Jahres 1000 Aussteller und 50 000 Besucher auf dem Messegelände in Hannover erwartet, berichtete Sepp D. Heckmann jetzt bei einem Pressegespräch vor Ort. Für die Unterbringung der Aussteller rechne man mit einer Fläche von 80 000 qm. Allerdings, so der Messe-Chef, „sind wir auch schon super, wenn auf 70 000 qm 800 Unternehmen vertreten sein werden“. Mit 650 Voranmeldungen seitens der Unternehmen und einer Ausstellungsfläche von jetzt schon 58 000 qm habe man jedenfalls „ein Jahr vor der Cemat eine sehr gute Ausgangsposition“.

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Die Cemat 2005, so Heckmann, sei „nicht nur ein nationales Ereignis, sondern auch international gut aufgestellt“. In der Tat: 41 Prozent der vorläufigen Aussteller kommen aus dem Ausland, wobei der Schwerpunkt mit 33 Prozent innerhalb Europas liegt.

Insbesondere das Interesse der neuen EU-Beitrittsländer hat stark zugenommen. Christoph Hahn-Woernle unterstrich in Hannover noch einmal die Bedeutung der Intralogistik als Wirtschaftszweig. 700 Unternehmen mit 70 000 Mitarbeitern, so der Sprecher des Forums Intralogistik, erwirtschafteten in Deutschland einen Umsatz von nahezu elf Milliarden Euro. In diesem Jahr rechne der VDMA für die Intralogistik-Branche mit einer Zunahme des Auftragseingangs von fünf Prozent.

Mit Blick auf den Standort Deutschland sagte Hahn-Woernle, nach der EU-Osterweiterung eröffne die zentrale Lage des Landes die Chance, Deutschland zu einer bedeutenden Logistikdrehscheibe zu machen. Daher sei die Cemat auch ein wichtiger Schritt, die wirtschaftliche Bedeutung der Logistik - und hier speziell der Intralogistik - stärker in das Bewußtsein der Öffentlichkeit zu rücken.