Alles auf dem Schirm

Markt

Logistik-IT - Mit der richtigen Software wird die Intralogistik zum Wertschöpfungsfak-tor. Das weiß keiner besser als der Stuttgarter Spezialist Viastore. Um die Prozesse stets im Blick zu behalten, empfiehlt sich der Einsatz eines Warehouse Management Systems.

13. Juni 2017
Problemlose Anwendung: Durch die einfache Benutzeroberfläche lässt sich das Viastore-WMS intuitiv bedienen. Bildquelle: Viastore
Bild 1: Alles auf dem Schirm (Problemlose Anwendung: Durch die einfache Benutzeroberfläche lässt sich das Viastore-WMS intuitiv bedienen. Bildquelle: Viastore)

Das Omnichannel-Geschäft sollte heute zum Alltag vieler Unternehmen gehören, die bislang auf ihren Direktvertrieb oder auf ihr Händlernetz gesetzt haben. Denn Endanwender nutzen die Beschaffungswege, die ihnen im Augenblick am einfachsten und günstigsten erscheinen – das Geschäft macht der, der präsent ist und liefern kann. Ignoriert man zum Beispiel den Webshop zugunsten anderer Vertriebswege, handelt man am Kundenbedarf vorbei. Digitale wie klassische Kommunikations- und Vertriebskanäle laufen künftig parallel, müssen jedoch eng miteinander vernetzt sein, sonst bleibt die Effizienz auf der Strecke. Das betrifft vor allem die Intralogistik, für die es einen erheblichen Unterschied ausmacht, ob ein Hersteller von Industrieprodukten seinen Händler mit einem Abrufauftrag beliefert oder ob der Endanwender nach dem Mausklick auf ein dringend benötigtes Teil wartet.

Bestellungen gehen über das Internet, über Dispo-Aufträge von Filialen oder von Vertriebsmitarbeitern über das ERP-System ein. Kundenservice und Retourenhandling laufen zudem immer häufiger online ab. Das ist nicht nur bei den Amazons und Zalandos dieser Welt so, sondern auch beim mittelständischen Maschinenbauer. Was für den Vertrieb neue Wege erschließt und für den Kunden besonders benutzerfreundlich und bequem ist, stellt logistisch gesehen eine große Herausforderung dar. Denn Hersteller, Händler und Dienstleister müssen extrem flexibel sein, in Echtzeit auf Kundenwünsche reagieren, pünktlich liefern und dabei auch noch bei Bestellgröße 1 Geld verdienen. Damit vom Eingang des Auftrags bis zur Auslieferung alle Prozesse schlank und fehlerfrei funktionieren, ist neben einer leistungsstarken Lager- und Sortiertechnik vor allem die Software entscheidend.

Volle Skalierbarkeit

Um alle Aufträge effizient zu bearbeiten, empfiehlt sich der Einsatz eines Warehouse Management Systems (WMS), das in Größe, Leistung und vor allem Funktionalität skalierbar ist – und das über Standardschnittstellen mit den gängigen ERP-Systemen wie auch mit ergänzenden Systemen wie Zoll oder Transportmanagement kommuniziert. Dieses verwaltet nicht nur Lager und Bestände, sondern steuert auch die Intralogistikprozesse. Es organisiert, priorisiert und verarbeitet Bestellungen, die über die unterschiedlichen Vertriebskanäle eingehen. Dabei koordiniert das WMS den Wareneingang, die Einlagerung, die Lagerposition, die Auslagerung, Kommissionierung, Verpackung sowie den Warenausgang und Versand. Ob kleine Lager mit geringem Durchsatz, Distributionszentren mit mehreren hunderttausend Orderlines am Tag, komplexe Logistikzentren mit verschiedenen Lagerzonen und hoher Performance, Automatiklager oder manuell- oder staplerbediente Anlagen: Bei einem modernen WMS schaltet man per Mausklick die erforderlichen Ressourcen, Lager- und Kommissioniertypen zu. Das WMS passt sich an Wachstum, sich verändernde Bedürfnisse und neue Artikelstrukturen eines Unternehmens an. Es steuert darüber hinaus auch Shuttles, Regalbediengeräte, Fördertechnik, Sorter und andere mechanischen Komponenten und ist in der Lage, das Management und die Visualisierung komplexer Materialfluss-Systeme zu übernehmen. 

Aufgaben und Funktionen

Beim Wareneingang regelt die Software unter anderem die Avisierung, die Vereinnahmung und die Dekonsolidierung der angelieferten Waren. Das WMS überprüft zudem die Qualität, verwaltet Stammdaten, steuert die Einlagerung und das Retourenmanagement und sorgt für eine lückenlose Bestandsrückmeldung. Daran knüpfen die lagerinternen Prozesse an. Hier steuert die Lagersoftware Umlagerung und Nachschub und nimmt selbstständig Umbuchungen vor. Weitere Kernfunktionen sind Inventur und Leitstandsfunktion (Cockpit). 

Alles in Echtzeit

Hier arbeitet der Logistikmanager am Tablet, Smartphone, Laptop oder Desktop mit flexibel konfigurierbaren Dashboards, um über aufbereitete Echtzeitinformationen über alle Situationen und Prozesse im Lager Bescheid zu wissen, steuern und eingreifen zu können, Forecasts zu treffen und vorausschauend Ressourcen zu planen. Im Warenausgang managt das WMS die Auftragsverwaltung. Dabei legt es die Auftragsdaten in Datenbanken ab, die nach spezifischen Strategien bearbeitet werden können. Mitarbeiter haben die Möglichkeit, alle Informationen in Echtzeit einzusehen. Im Anschluss an die Auftragsverwaltung erfolgt die Kommissionierung sowie die Konsolidierung. Abschließend ist das WMS auch für die Verpackung, den Versand und die Lieferrückmeldung verantwortlich.

In Lager- und Distributionszentren, in denen bereits ein großer Teil der Prozesse automatisch abläuft, berechnet das WMS alle Vorgänge intelligent voraus. Das sorgt für einen reibungslosen Ablauf ohne Zeitverluste. Eine wichtige Rolle spielt dabei dennoch die Flexibilität, damit beispielsweise auch Eilaufträge zuverlässig und vor allem schnell abgearbeitet werden können. Ein permanentes Prozess- und Bestandsmonitoring stellt eine durchgängige Rückverfolgbarkeit der Waren sicher. Einige Softwareanbieter liefern Zusatzfunktionen wie Chargen- und Seriennummern-Verwaltung, Energie- und Mandanten-Management sowie die Berücksichtigung des Herstell- und Haltbarkeitsdatums. Solche WMS sind branchenübergreifend einsetzbar. Zu den Erweiterungsmodulen eines Lagerverwaltungssystems gehören auch Softwarepakete, die unter anderem unterschiedliche Kommissionierprinzipien unterstützen.

Obgleich ein Lagerverwaltungssystem komplexe Aufgaben in einem Unternehmen steuert, muss es einfach und intuitiv zu bedienen sein, für den Manager auch per Smartphone oder Tablet. Jeder Mitarbeiter sollte in der Lage sein, die Software ohne großen Schulungsaufwand zu nutzen. Daher ist eine selbsterklärende, grafische Benutzeroberfläche zwingend notwendig. Mit Hilfe verschiedener Dialoge hat der Leitstandsmitarbeiter einen genauen Überblick über sämtliche Fortschritte in der Auftragsbearbeitung. Softwareanbieter haben darüber hinaus oftmals verschiedene Sprachausgaben ihres WMS bereits im Standard im Programm. Damit können Unternehmen auch an Standorten im Ausland die gleiche Software einsetzen.

Schnelle Verarbeitung

Die Vorteile eines modernen Lagerverwaltungssystems liegen in der schnellen Verarbeitung von Lageranfragen sowie der Erfassung des Lagerbestandes in Echtzeit. Ein solches WMS erhöht die Prozesssicherheit und ermöglicht eine optimale Nutzung aller Lagerressourcen. Das reduziert die Lagerkosten und erhöht gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Ein WMS ist durch Konfiguration besonders schnell implementiert und kann einfach nachgerüstet werden. Damit ist es auch für zukünftige Anforderungen bestens ausgerüstet und voll zukunftsfähig. Die Viastore Software GmbH bietet zum einen das bewährte und internationale Standard-WMS Viadat, zum anderen als SAP Silver Partner Lösungen rund um EWM und WM. Damit kann Viastore Software die Anwender fundiert technologieunabhängig beraten und WMS für sämtliche Lagertypen bieten. Die Lösungen sind intuitiv und ergonomisch, sie ermöglichen den Anwendern kürzere Durchlaufzeiten, höhere Effizienz und Prozesssicherheit, reduzierte Bestände und höchste Kommissionierqualität. Der Nutzer kann auf einen internationalen 24/7-Helpdesk zurückgreifen.

Erschienen in Ausgabe: 03/2017