Das Sorting Transfer Vehicle-System (STV) von Daifuku wurde speziell für den Einsatz in jenen Geschwindigkeitsbereichen entwickelt, in denen konventionelle Fördertechnik an ihre Grenzen stößt. Um Spitzendurchsätze von 1.000 Paletten pro Stunde auf einer Ebene problemlos zu gewährleisten, liegen die Transportgeschwindigkeiten der schienengebundenen Fahrzeuge bei 160 Metern pro Minute mit Last. Die reine Fahrgeschwindigkeit beträgt maximal 200 m/min ohne Last. Eine Kurvengeschwindigkeit von 60 m/min ist Standard. Zeitraubende Schwachstellen herkömmlicher Fördertechnik (wie zum Beispiel Wartezeiten bei der Warenübergabe, die den Materialstrom verzögern oder gar unterbrechen) können nach Angaben des Herstellers im Sorting Transfer Vehicle-System gar nicht erst entstehen. Während klassische Systeme die Ware an jedem Übergabepunkt zeitintensiv identifizieren, stoppen beziehungsweise ausrichten müssen, ist das beim STV nicht notwendig. Dazu Daifuku: „Aufgrund seiner Voraussetzungen kann das STV auf einem einzigen Level mehr als doppelt so viele Ladeträger sortieren und verteilen, als mit traditioneller Fördertechnik auf zwei Ebenen möglich ist.“ Die STVs sind erhältlich für den Lastentransport von bis zu 100, 1.000, 2.000 und 3.000 kg.

Einsatzbereiche

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In einem Kreislaufsystem können bis zu 32 Fahrzeuge auf einen Schienenstrang aufgesetzt werden. Alle Fahrzeuge bewegen sich in dieser geschlossenen Kreisbahn in einem geringen aber ausreichenden Sicherheitsabstand und arbeiten die anstehenden Fahraufträge ab. „In diesem Zusammenhang“, ist man sich beim Hersteller Daifuku sicher, „ ist die voll integrierte Sorterfunktion der STV-Lösung ein wesentlicher Systemvorteil. Entgegen der Transportweise klassischer Systeme lassen sich die Transportgüter zielgerichtet auf die Abnahmebahnen übergeben. Selbst eine Sortierung in Sequenz ist somit ohne jeden Mehraufwand möglich.“ Ein weiterer Vorteil liegt in der vollen Redundanz des Systems: Einzelne Fahrzeuge lassen sich problemlos ohne einen Systemstillstand ausschleusen und in einer Warteposition parken.

Und so funktioniert STV: Über Funk vergibt die System-Controlleinheit anstehende Fahraufträge gezielt an jene Fahrzeuge, die den jeweils anzusteuernden Stationen am nächsten sind. Die Fahrzeuge melden im Gegenzug die jeweilige Geschwindigkeit und ihre Streckenposition zurück. Da sie darüber hinaus über Funk im permanenten Kontakt miteinander stehen, ist sichergestellt, daß sich die Fahrzeuge während der Fahrt nicht berühren. Aufgrund dieser doppelten Kontrolle ist es möglich, daß die Fahrzeuge selbst bei Höchstgeschwindigkeiten von 200 m/min mit geringstmöglichem Abstand und trotzdem sicher fahren.