Angriff auf die zehn Prozent

Atlet: Mit Premium-Staplern auf zu neuen Zielen

Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung will der schwedische Lagertechnikhersteller Atlet seine Anteile im deutschen Markt für Lagertechnik auf zehn Prozent erhöhen. Mit neuen technischen und kaufmännischen Konzepten soll die Vision in den kommenden Jahren Realität werden.

23. Dezember 2003

Hehre Ziele hat sich das Unternehmen für die nächsten drei Jahre gesetzt: Zehn Prozent Marktanteil im deutschen Markt und damit eine deutliche Umsatzerhöhung. In Mölnlycke bei Göteborg, wo der schwedische Spezialist für lagertechnische Flurförderzeuge Atlet beheimatet ist, geht man dieses Vorhaben mit Vehemenz an. Erst vor kurzem (FJ berichtete) schloß das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit der Kemptener Fendt Fördertechnik, Generalimporteur für Nissan-Gabelstapler.

Nicht nur, daß Atlet über diese Kooperation die Lagertechnikgeräte seiner vor zwei Jahren adoptierten Tochter Lafis über das Vertriebsnetz der Allgäuer an den Endabnehmer bringt, vielmehr kann Atlet nun mit den japanischen Staplern seine Lücke im Bereich der Gegengewichtstapler schließen und im deutschen Markt als Vollanbieter auftreten. Ähnliche Strukturen hat Atlet in anderen europäischen Ländern durch Kooperationsabkommen mit Mitsubishi und Caterpillar-Staplern bereits geschaffen. “Wir werden unsere Flurförderzeuge der Marke Atlet in Deutschland als Premiumprodukte positionieren und ausschließlich im Eigenvertrieb und nicht mehr über Händler verkaufen“, erläutert Gé Goseling, Geschäftsführer von Atlet Deutschland, Oberhausen, die neue Ausrichtung des Unternehmens.

Erste zukunftsweisende Erfolge mit den hochwertigen Seitenstaplern konnte Oberhausen durch den Vertragsabschluß mit einem renommierten süddeutschen Automobilhersteller verzeichnen. Die Gunst der Stunde, daß ein anderer Hersteller Seitenstapler aus dem Produktportfolio strich, nutzte Atlet und konnte sich in der entstandenen Lücke festsetzen.

Stapler mit Online-Dienst Ergonomie, hohe Produkt- und Fertigungsqualität sowie das Thema Sicherheit stehen bei der Entwicklung der Atlet-Stapler im Mittelpunkt. Jüngst vorgestellt wurde das neue elektronische Sicherheitssystem S3, das Fahr- und Arbeitsgeschwindigkeiten so regelt, daß Unfälle mit den Staplern in kritischen Situationen der Vergangenheit angehören sollten. Bei der Schubmaststaplerserie UNS Tergo lassen sich Diagnosearbeiten und Umprogrammierungen über ein integriertes Service-Online-Paket am Gerät von der Atlet-Computerzentrale aus vornehmen.

Produkt Dienstleistung

Der Verkauf von Staplern ist in gegenwärtiger Zeit ein schwieriges Geschäft. In Schweden erwirtschaftet die Branche derzeit nur etwa 40 Prozent ihres Umsatzes mit Neugeräten. Die restlichen 60 Prozent werden mit Mietgeschäften, Gebrauchtstapler und Dienstleistungen verdient. Die restlichen 60 Prozent werden mit Mietgeschäften, Gebrauchtstaplern und Dienstleistungen verdient. Obwohl die Verhältnisse in Deutschland noch etwas günstiger für die Produzenten ausfallen, hat Atlet diesen Umständen Rechnung getragen und sein Dienstleistungsprogramm neu definiert: “Safe solution, safe operation, safe driving“ lautet das Motto. “Wir wollen damit signalisieren, daß bei uns der Kunde und Anwender im Mittelpunkt steht“, erläutert Goseling die Schlagworte.

Erschienen in Ausgabe: 10/2003